Solvancy Finanz – Betrug?
Bei der Bewertung von Solvancy Finanz (solvanance.com) sollten Interessenten zwischen einer behördlich dokumentierten Warnung und der pauschalen Aussage unterscheiden, eine Plattform oder ein Anbieter sei Betrug. Nach den von Ihnen bereitgestellten Informationen hat die österreichische Finanzmarktaufsicht FMA am 23. September 2026 vor dem Abschluss von Geschäften mit Solvancy Finanz gewarnt. Die FMA führt dabei die Website solvanance.com sowie die E-Mail-Adressen info@solvanance.com und kontakt@solvanance.com an. Als angeblicher Sitz wird Frankreich genannt.
Der entscheidende Punkt der Warnung betrifft nicht lediglich die Gestaltung der Website oder einzelne Erfahrungen von Kunden. Die FMA erklärt vielmehr, dass Solvancy Finanz keine Berechtigung habe, bestimmte konzessionspflichtige Bankgeschäfte in Österreich zu erbringen. Konkret nennt die Aufsicht den Abschluss von Geldkreditverträgen und die Gewährung von Gelddarlehen nach § 1 Abs. 1 Z 3 Bankwesengesetz. Die Veröffentlichung stützt sich nach den Angaben der FMA auf § 4 Abs. 7 Bankwesengesetz.
Für Verbraucher und potenzielle Kunden von Solvancy Finanz ist diese Information von erheblicher Bedeutung. Wer sich mit einem Finanzanbieter beschäftigt, sollte nicht allein auf einen professionellen Internetauftritt, vermeintlich überzeugende Ansprechpartner oder positive Aussagen in Chats und sozialen Netzwerken vertrauen. Entscheidend ist vielmehr, welche konkrete Leistung angeboten wird und ob hierfür die erforderliche Erlaubnis besteht. Die FMA weist darauf hin, dass Anbieter bestimmter Bankgeschäfte in Österreich eine entsprechende Berechtigung benötigen.
Gerade bei einer Website wie solvanance.com sollten deshalb die Unternehmensangaben sorgfältig betrachtet werden. Dazu gehören beispielsweise die genaue Bezeichnung des Unternehmens, der behauptete Sitz, Kontaktdaten, Vertragsinformationen und Angaben darüber, welche Finanzdienstleistungen tatsächlich angeboten werden. Die Bezeichnung eines Unternehmens allein ist noch kein Nachweis für eine Zulassung. Ebenso stellt ein ausländischer Unternehmenssitz für sich genommen keine Bestätigung dafür dar, dass ein Anbieter seine Leistungen in Österreich ohne Weiteres anbieten darf.
Die Frage „Ist Solvancy Finanz seriös?“ lässt sich deshalb nicht allein anhand des äußeren Erscheinungsbildes einer Website beantworten. Eine seriöse Bewertung eines Finanzangebots setzt vielmehr voraus, dass die rechtliche Stellung des Anbieters, die angebotenen Dienstleistungen und die zuständigen Aufsichtsbehörden überprüft werden. Bei konzessionspflichtigen Geschäften kommt der Frage der Zulassung eine besondere Bedeutung zu. Die FMA stellt hierfür eine Unternehmensdatenbank zur Verfügung, über die sich grundsätzlich prüfen lässt, ob und in welchem Umfang ein Unternehmen über eine entsprechende FMA-Lizenz verfügt.
Auch Erfahrungen mit Solvancy Finanz sollten kritisch eingeordnet werden. Einzelne Erfahrungsberichte im Internet können zwar Hinweise liefern, ersetzen aber keine Prüfung der rechtlichen Voraussetzungen. Positive Erfahrungen sind ebenso wenig ein belastbarer Nachweis für eine erforderliche Erlaubnis wie einzelne negative Berichte automatisch beweisen, dass ein bestimmter Sachverhalt rechtlich als Betrug einzuordnen ist.
Besondere Vorsicht ist angebracht, wenn ein Finanzangebot mit schnellen Kreditzusagen, ungewöhnlich günstigen Konditionen, kurzfristigen Zahlungsaufforderungen oder weiteren Voraussetzungen für die Auszahlung verbunden wird. Auch wenn solche Merkmale nicht automatisch einen Betrug beweisen, gehören sie zu den Umständen, die bei einem Finanzangebot genauer überprüft werden sollten. Das gilt insbesondere dann, wenn nach einer ersten Zahlung weitere Geldforderungen entstehen.
Bei Solvancy Finanz ist außerdem zwischen dem Begriff „Anlagebetrug“ und der konkret veröffentlichten FMA-Warnung zu unterscheiden. Die vorliegende Warnung bezieht sich nach den Angaben der Aufsicht auf nicht erlaubte Bankgeschäfte und insbesondere auf Geldkreditverträge und Gelddarlehen. Daraus sollte nicht ohne weitere Prüfung auf einen bestimmten Ablauf oder ein bestimmtes Schadensbild geschlossen werden.
Wer bereits mit Solvancy Finanz Kontakt aufgenommen hat, sollte deshalb sämtliche Vertragsunterlagen und Nachrichten sichern. Dazu können E-Mails, Chatverläufe, Screenshots der Website solvanance.com, Namen der Ansprechpartner, Telefonnummern und Zahlungsaufforderungen gehören. Gerade wenn bereits Geld geflossen ist oder eine Auszahlung problematisch wird, können solche Unterlagen später für die rechtliche Prüfung von erheblicher Bedeutung sein.
Eine Bewertung von Solvancy Finanz sollte daher nicht ausschließlich nach Marketingangaben erfolgen. Die veröffentlichte FMA-Warnung ist ein konkreter Anlass, die angebotenen Geschäfte, die Identität des Vertragspartners und dessen Berechtigung besonders sorgfältig zu überprüfen. Wer bereits Kunde ist oder eine Zahlung vorgenommen hat, sollte bei Unklarheiten nicht einfach weitere Gelder überweisen, sondern zunächst die konkrete Situation fachlich prüfen lassen.
Solvancy Finanz – Verweigert Auszahlung?
Probleme mit einer Auszahlung gehören zu den Situationen, in denen Betroffene besonders vorsichtig sein sollten. Wer über Solvancy Finanz (solvanance.com) einen Kredit, eine Finanzierung oder eine andere finanzbezogene Leistung in Anspruch nehmen wollte und anschließend mit zusätzlichen Zahlungsforderungen konfrontiert wird, sollte genau dokumentieren, welche Begründung für die jeweilige Forderung genannt wird.
Bei problematischen Online-Finanzangeboten können unterschiedliche Erklärungen verwendet werden, um weitere Zahlungen zu verlangen. Genannt werden beispielsweise angebliche Gebühren, Provisionen, Steuern, Kosten für eine AML-Prüfung, ein Herkunftsnachweis, eine Wallet-Verifizierung, ein Liquiditätsnachweis oder eine Sicherheitsleistung. Auch eine angebliche Freischaltung des Kontos oder eine besondere Compliance-Prüfung kann als Grund für eine weitere Zahlung genannt werden.
Nicht jede Gebühr ist automatisch ein Hinweis auf Betrug. Entscheidend sind die konkreten Vertragsbedingungen, die rechtliche Grundlage und die Frage, ob die Forderung tatsächlich nachvollziehbar ist. Besonders aufmerksam sollten Betroffene jedoch werden, wenn eine Auszahlung davon abhängig gemacht wird, dass zunächst ein weiterer Geldbetrag an den Anbieter oder einen unbekannten Zahlungsempfänger überwiesen wird.
Ein ähnliches Muster kann bei angeblichen KYC- oder AML-Prüfungen auftreten. Begriffe wie „Know Your Customer“, „Anti Money Laundering“, Compliance oder Herkunftsnachweis wirken auf den ersten Blick offiziell und können für Verbraucher schwer einzuordnen sein. Eine tatsächlich erforderliche Identitäts- oder Herkunftsprüfung bedeutet allerdings nicht automatisch, dass ein Kunde zur Zahlung einer beliebigen zusätzlichen „Freischaltgebühr“ verpflichtet ist.
Problematisch kann auch die Behauptung sein, vorhandenes Guthaben könne erst nach einer weiteren Zahlung freigegeben werden. Beispielsweise kann erklärt werden, dass eine Sicherheitsleistung hinterlegt, eine Versicherungsgebühr bezahlt oder eine Liquiditätsreserve nachgewiesen werden müsse. Solche Forderungen sollten nicht isoliert betrachtet werden. Wichtig ist vielmehr, ob sie vertraglich vereinbart wurden, wer die Zahlung verlangt und ob die gesamte Konstruktion nachvollziehbar ist.
Besondere Vorsicht ist geboten, wenn sich die Forderungen wiederholen. Wird nach einer ersten Zahlung eine weitere angebliche Steuer verlangt und anschließend nochmals eine Compliance-Gebühr, kann sich für den Betroffenen eine Kette immer neuer Zahlungsaufforderungen entwickeln. Die Bezeichnung der jeweiligen Zahlung kann wechseln, während das grundlegende Muster gleich bleibt: Eine Auszahlung wird in Aussicht gestellt, erfolgt aber erst nach einer weiteren Zahlung.
Auch der Kommunikationsweg kann für die Einschätzung der Situation relevant sein. Wenn ein Ansprechpartner von Solvancy Finanz überwiegend über WhatsApp kommuniziert, sich als persönlicher Broker oder Finanzberater bezeichnet und Entscheidungen unter Zeitdruck verlangt, sollten Anleger besonders aufmerksam sein. Ein professionelles Auftreten über Messenger-Dienste ist für sich genommen kein Beweis für einen unseriösen Anbieter. Zeitdruck, wiederholte Zahlungsforderungen und fehlende nachvollziehbare Unterlagen können zusammengenommen jedoch wichtige Warnsignale darstellen.
Noch kritischer kann die Situation werden, wenn eine angebliche Auszahlung davon abhängig gemacht wird, dass der Kunde eine Fernwartungssoftware installiert. Programme für Fernzugriff können grundsätzlich legitime Einsatzbereiche haben. Ein unbekannter Finanzanbieter sollte jedoch nicht ohne sorgfältige Prüfung Zugriff auf den Computer, das Online-Banking oder sensible persönliche Daten erhalten.
Wer bei solvanance.com bereits eine Auszahlung erwartet und nun mit einer zusätzlichen Forderung konfrontiert wird, sollte deshalb zunächst sämtliche Unterlagen sichern. Dazu gehören insbesondere die ursprünglichen Vertragsbedingungen, Zahlungsaufforderungen, Rechnungen, E-Mails, WhatsApp-Nachrichten und Screenshots des Kundenkontos. Auch die genaue Bezeichnung der angeblichen Gebühr sollte festgehalten werden.
Eine Auszahlung, die nur nach einer weiteren Zahlung erfolgen soll, verdient eine besonders sorgfältige Prüfung. Das gilt insbesondere dann, wenn die Begründung kurzfristig geändert wird oder der Ansprechpartner erklärt, eine Zahlung müsse noch am selben Tag erfolgen. Psychologischer Druck kann dazu führen, dass Betroffene Entscheidungen treffen, die sie unter normalen Umständen nicht treffen würden.
Wer bereits Geld überwiesen hat, sollte außerdem keine weiteren Zahlungen allein deshalb leisten, weil ein Ansprechpartner verspricht, anschließend werde das gesamte Guthaben ausgezahlt. Ob eine solche Forderung berechtigt ist, kann nur anhand der konkreten Vertrags- und Zahlungsunterlagen beurteilt werden.
Die FMA-Warnung zu Solvancy Finanz betrifft nach den veröffentlichten Angaben die fehlende Berechtigung für bestimmte konzessionspflichtige Bankgeschäfte in Österreich. Wer gleichzeitig mit Auszahlungsschwierigkeiten oder neuen Zahlungsforderungen konfrontiert ist, sollte diese Umstände daher nicht getrennt voneinander betrachten. Eine individuelle rechtliche Prüfung kann klären, welche Ansprüche bestehen und welche Schritte im konkreten Fall sinnvoll sind.
Solvancy Finanz – Geld zurück?
Wer bereits Geld an Solvancy Finanz (solvanance.com) überwiesen hat und nun wissen möchte, wie er sein Geld zurückbekommen kann, sollte zunächst die Zahlungswege vollständig rekonstruieren. Eine pauschale Aussage darüber, ob eine Rückzahlung möglich ist, wäre unseriös. Entscheidend sind unter anderem Zeitpunkt und Art der Zahlung, der konkrete Empfänger, vorhandene Vertragsunterlagen und die weitere Verwendung des Geldes.
Bei einer Banküberweisung sollten Betroffene zunächst sämtliche Zahlungsdaten zusammentragen. Dazu gehören insbesondere Datum, Betrag, Empfängername, IBAN, BIC, Verwendungszweck und die zugehörige Zahlungsbestätigung. Wenn mehrere Überweisungen vorgenommen wurden, sollte eine vollständige Übersicht erstellt werden. Gerade bei mehreren Zahlungen können zeitliche Abläufe und unterschiedliche Empfänger für die spätere rechtliche Bewertung relevant sein.
Auch bei Zahlungen über Zahlungsdienstleister sollte nachvollzogen werden, über welchen Anbieter die Transaktion abgewickelt wurde. Zahlungsdienstleister können je nach konkretem Sachverhalt unterschiedliche Möglichkeiten zur Prüfung einer Zahlung anbieten. Ob eine Zahlung tatsächlich zurückgeholt oder anderweitig gesichert werden kann, hängt jedoch von den Umständen des Einzelfalls ab.
Bei Kryptowährungen ist die Situation anders. Eine Blockchaintransaktion lässt sich grundsätzlich anhand ihrer Transaktionsdaten nachvollziehen. Eine Blockchainanalyse kann deshalb dazu beitragen, Zahlungsströme zu untersuchen und mögliche Folgeadressen zu identifizieren. Eine solche Analyse bedeutet allerdings nicht automatisch, dass sich das verlorene Geld zurückholen lässt.
Für eine Walletanalyse können insbesondere Wallet-Adressen und Transaktions-Hashes von Bedeutung sein. Wer Kryptowährungen an eine angebliche Plattform, einen Broker oder einen anderen Empfänger übertragen hat, sollte deshalb keine Wallet-Adresse löschen oder relevante Transaktionsdaten verlieren. Auch Screenshots aus einer Handelsplattform können ergänzende Informationen enthalten.
Eine professionelle Analyse kann beispielsweise untersuchen, von welcher Wallet die Kryptowährungen versendet wurden, welche Zieladresse verwendet wurde und ob weitere Transaktionen erkennbar sind. Je nach Zahlungsweg kann außerdem von Bedeutung sein, ob Kryptowährungen später an eine Kryptobörse gelangt sind. Dort können unter Umständen weitere Anknüpfungspunkte bestehen. Eine solche Spurensuche stellt jedoch keine Garantie für eine Rückzahlung dar.
Besonders wichtig ist eine umfassende Beweissicherung. Dazu gehören nicht nur Kontoauszüge, sondern auch E-Mails, WhatsApp-Nachrichten, Chatverläufe, Vertragsunterlagen, Screenshots, Telefonnummern, Namen von Ansprechpartnern und sämtliche Zahlungsaufforderungen. Wenn Solvancy Finanz oder ein angeblicher Mitarbeiter bestimmte Aussagen zur Rückzahlung oder Auszahlung gemacht hat, sollten auch diese Aussagen gesichert werden.
Bei der Frage „Solvancy Finanz Geld zurück – was tun?“ sollte außerdem berücksichtigt werden, dass rechtliche Ansprüche von den konkreten Umständen abhängen. Je nach Sachverhalt können beispielsweise vertragliche Ansprüche, Rückzahlungsansprüche oder Schadensersatzansprüche in Betracht kommen. Welche Anspruchsgrundlage tatsächlich gegeben ist, lässt sich nur nach Prüfung der Unterlagen beurteilen.
Auch eine Strafanzeige kann je nach Sachverhalt ein möglicher Schritt sein. Sie ersetzt jedoch nicht die zivilrechtliche Prüfung möglicher Ansprüche und sollte nicht mit einer Garantie auf Rückzahlung gleichgesetzt werden. Für die Durchsetzung finanzieller Ansprüche ist vielmehr entscheidend, welche Personen oder Unternehmen rechtlich verantwortlich sind und ob sich Vermögenswerte oder Zahlungsströme nachvollziehen lassen.
Bei der veröffentlichten FMA-Warnung kommt hinzu, dass die Aufsicht ausdrücklich darauf hinweist, Solvancy Finanz verfüge nicht über die Berechtigung, die genannten konzessionspflichtigen Bankgeschäfte in Österreich zu erbringen. Die FMA nennt dabei insbesondere den Abschluss von Geldkreditverträgen und die Gewährung von Gelddarlehen.
Wer bereits eine Zahlung geleistet hat, sollte daher sämtliche Informationen über den angeblichen Vertragspartner aufbewahren. Dazu gehören auch die auf solvanance.com angegebenen Unternehmensdaten und Kommunikationsinformationen. Die Dokumentation kann wichtig sein, wenn später geprüft werden muss, wer Vertragspartner war und an wen das Geld tatsächlich geflossen ist.
Bei Kryptowährungen sollte außerdem darauf geachtet werden, dass nicht vorschnell ein weiterer angeblicher „Recovery Service“ beauftragt wird. Nach einem finanziellen Verlust kann die Situation emotional belastend sein. Gerade dann können weitere Personen oder Anbieter versprechen, verlorenes Geld gegen eine Vorabgebühr zurückzuholen. Auch solche Angebote sollten sorgfältig geprüft werden.
Wer wissen möchte, ob und auf welchem Weg eine Vermögenssicherung oder Durchsetzung von Schadensersatzansprüchen möglich ist, sollte die vollständige Zahlungskette dokumentieren und fachlich prüfen lassen. Entscheidend ist nicht allein die Frage, ob Geld verloren wurde, sondern auch, wie die Zahlung erfolgte, welche Beteiligten erkennbar sind und welche Unterlagen die Vorgänge belegen.
Solvancy Finanz – Was tun?
Wer bereits Kontakt zu Solvancy Finanz (solvanance.com) hatte und Zweifel an dem Angebot hat, sollte zunächst Ruhe bewahren und keine weiteren Zahlungen allein aufgrund von telefonischem oder schriftlichem Druck leisten. Insbesondere bei zusätzlichen Forderungen für angebliche Steuern, Gebühren, Sicherheitsleistungen, Compliance-Prüfungen oder eine Freischaltung sollte vor einer weiteren Zahlung eine unabhängige Prüfung erfolgen.
Der erste wichtige Schritt besteht darin, sämtliche Beweise zu sichern. Kontoauszüge und Überweisungsbelege sollten gespeichert werden. Bei Zahlungen in Kryptowährungen sollten sämtliche Wallet-Adressen und Transaktions-Hashes dokumentiert werden. Ebenso wichtig sind Screenshots des Kundenbereichs, der Website solvanance.com, von angeblichen Kontoständen und von Zahlungsaufforderungen.
Auch Chatverläufe sollten vollständig gesichert werden. Das gilt insbesondere für WhatsApp, Telegram oder andere Messenger-Dienste, über die ein angeblicher Broker oder Berater Kontakt aufgenommen hat. Nachrichten sollten möglichst nicht nur auszugsweise fotografiert werden. Der zeitliche Zusammenhang kann später von Bedeutung sein. Ebenso sollten E-Mails einschließlich Anhängen und Absenderinformationen aufbewahrt werden.
Wenn ein Ansprechpartner behauptet, eine Auszahlung könne erst nach einer weiteren Zahlung erfolgen, sollte diese Forderung ebenfalls dokumentiert werden. Wichtig ist dabei die genaue Begründung. Wurde eine Steuer verlangt? Ging es um eine AML-Prüfung? Wurde eine Sicherheitsleistung gefordert? Sollte eine Wallet verifiziert oder ein Liquiditätsnachweis erbracht werden? Solche Details können für die spätere Bewertung des Vorgangs relevant sein.
Wer Fernwartungssoftware installiert hat, sollte den Vorgang ebenfalls ernst nehmen. Wenn einem unbekannten Ansprechpartner Zugriff auf den eigenen Computer gewährt wurde, sollte die Verbindung beendet und die entsprechende Software entfernt beziehungsweise fachkundig überprüft werden. Passwörter und Zugangsdaten sollten geändert werden, insbesondere wenn während der Fernwartung sensible Konten geöffnet waren.
Auch das eigene Bankkonto sollte überprüft werden. Bei verdächtigen oder unbekannten Transaktionen ist es sinnvoll, die Bank beziehungsweise den betreffenden Zahlungsdienstleister möglichst zeitnah zu informieren. Dabei sollten die vorhandenen Zahlungsbelege und Informationen zum Zahlungsempfänger bereitgehalten werden. Welche konkreten Maßnahmen noch möglich sind, hängt vom jeweiligen Zahlungsweg und dem Zeitpunkt der Transaktion ab.
Bei Kryptowährungen sollten zusätzlich die verwendeten Kryptobörsen und Wallets nachvollzogen werden. Transaktionsdaten sollten vollständig gespeichert werden. Wer nicht mehr nachvollziehen kann, wohin eine Kryptowährung transferiert wurde, sollte die vorhandenen Daten nicht löschen, sondern für eine mögliche Blockchain- oder Walletanalyse sichern.
Eine weitere wichtige Maßnahme besteht darin, den Kontakt zu Personen zu beenden, die immer neue Zahlungen verlangen, sofern deren Legitimation oder Anspruch nicht nachvollziehbar ist. Dabei sollten Betroffene insbesondere vorsichtig sein, wenn der Ansprechpartner mit einem unmittelbar drohenden Verlust des angeblichen Guthabens argumentiert. Zeitdruck ist kein Ersatz für eine nachvollziehbare rechtliche oder vertragliche Grundlage.
Die FMA-Warnung zu Solvancy Finanz sollte bei der weiteren Prüfung berücksichtigt werden. Nach der Veröffentlichung der österreichischen Finanzmarktaufsicht ist dem Anbieter der Abschluss von Geldkreditverträgen und die Gewährung von Gelddarlehen in Österreich nicht gestattet. Die FMA führt hierzu die Website solvanance.com und nennt einen angeblichen Sitz in Frankreich.
Wer bereits Kunde geworden ist, sollte deshalb nicht nur die Website betrachten, sondern sämtliche Unterlagen zum tatsächlichen Vertragspartner sammeln. Dazu zählen Namen, Adressen, E-Mail-Adressen, Telefonnummern, Bankverbindungen, Rechnungen und Vertragsdokumente. Gerade wenn unterschiedliche Namen oder Zahlungsempfänger verwendet wurden, sollte jeder einzelne Vorgang dokumentiert werden.
Eine Strafanzeige kann abhängig vom konkreten Sachverhalt ebenfalls in Betracht kommen. Daneben kann es sinnvoll sein, zuständige Behörden über die eigenen Erfahrungen zu informieren. Eine solche Meldung ersetzt allerdings keine individuelle Prüfung möglicher Ansprüche auf Rückzahlung oder Schadensersatz.
Bei einem finanziellen Schaden kann außerdem die Einschaltung eines im Bereich Finanz- und Betrugsrecht erfahrenen Anwalts sinnvoll sein. Ein Anwalt kann anhand der vorhandenen Unterlagen prüfen, welche Personen oder Unternehmen als Anspruchsgegner in Betracht kommen, welche Zahlungswege verfolgt werden können und ob Maßnahmen zur Sicherung von Vermögenswerten möglich sind. Eine seriöse rechtliche Beratung sollte dabei keine sichere Rückzahlung versprechen.
Zu den typischen Fehlern gehört insbesondere, nach einem ersten Verlust noch weitere Zahlungen vorzunehmen, nur weil eine angebliche Auszahlung unmittelbar bevorstehen soll. Ebenfalls problematisch kann es sein, Beweismaterial zu löschen, Chats zu entfernen oder den Zugriff auf alte E-Mails zu verlieren. Auch ein vorschneller Kontakt zu unbekannten Anbietern, die gegen eine Vorauszahlung „Geld zurückholen“ wollen, sollte vermieden werden.
Wer bei Solvancy Finanz bereits Geld überwiesen hat oder mit einem angeblichen Ansprechpartner über solvanance.com kommuniziert hat, sollte deshalb systematisch vorgehen: keine unüberlegte weitere Zahlung, Beweise sichern, Zahlungswege dokumentieren, Bank oder Zahlungsdienstleister informieren, bei Kryptotransaktionen Wallet- und Transaktionsdaten sichern und die rechtliche Situation prüfen lassen.
Gerade angesichts der veröffentlichten FMA-Warnung ist es wichtig, die weitere Kommunikation und mögliche Zahlungsforderungen sorgfältig zu dokumentieren. Die Warnung der österreichischen Finanzmarktaufsicht stellt einen konkreten behördlichen Hinweis zur Berechtigung des Anbieters für bestimmte Bankgeschäfte dar. Sie sollte daher bei jeder weiteren Entscheidung über eine Geschäftsbeziehung mit Solvancy Finanz berücksichtigt werden.
Kanzlei Wilms – Experten für Online-Anlagebetrug
Die Kanzlei Wilms unterstützt seit Jahren Mandanten, die Opfer von Online-Anlagebetrug, Kryptobetrug, Fake Brokern, Investmentbetrug, Bitcoin-Betrug oder Recovery Scams geworden sind.
Unsere Mandanten kommen aus ganz Deutschland sowie aus dem Ausland. Viele Verfahren weisen internationale Bezüge auf und betreffen grenzüberschreitende Zahlungsströme, Kryptowährungen oder komplexe Unternehmensstrukturen.
Wir analysieren unter anderem:
- Banküberweisungen
- SEPA- und SWIFT-Zahlungen
- Kreditkartenzahlungen
- Zahlungsdienstleister
- Kryptobörsen und Wallet-Transaktionen
- internationale Zahlungsstrukturen
Mehr Informationen finden Sie in unserem Blog.
Kanzlei Wilms – Ihr Ansprechpartner bei Online-Anlagebetrug, Kryptobetrug, Fake Brokern und internationalen Betrugsfällen.