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Betrugswarnung

SecuredCryptoAssets (securedcryptoassets.com) – BaFin-Warnung: Ist die Plattform seriös?

22. Oktober 202613 Min. Lesezeit
Arthur Wilms
Arthur WilmsRechtsanwalt

SecuredCryptoAssets (securedcryptoassets.com) – Betrug?

Wer nach „SecuredCryptoAssets Betrug“, „SecuredCryptoAssets Erfahrungen“ oder „SecuredCryptoAssets seriös“ sucht, möchte in der Regel wissen, ob eine Geldanlage bei diesem Anbieter mit erheblichen Risiken verbunden ist. Eine abschließende Bewertung eines konkreten Einzelfalls setzt eine Prüfung der tatsächlichen Vorgänge voraus. Die von der BaFin mitgeteilten Umstände geben jedoch Anlass zu besonderer Vorsicht.

Nach den Angaben der Finanzaufsicht bieten die Betreiber von securedcryptoassets.com Finanz- und/oder Kryptowerte-Dienstleistungen ohne die erforderliche Erlaubnis an. Zudem werden sie nicht von der BaFin beaufsichtigt. Für Anleger ist das ein wesentlicher Gesichtspunkt, denn bestimmte Finanz- und Wertpapierdienstleistungen dürfen in Deutschland nur mit der dafür erforderlichen Erlaubnis erbracht werden. Auch bei Kryptowerte-Dienstleistungen müssen die jeweils einschlägigen regulatorischen Anforderungen berücksichtigt werden.

Die BaFin weist darauf hin, dass die betroffenen Websites nahezu identisch gestaltet sind und wiederkehrende Werbeformulierungen verwenden. Dazu gehören Aussagen über eine umfassende, individuell zugeschnittene Finanzberatung sowie die Selbstdarstellung als weltweit führender Anbieter von Finanzinvestitionen. Solche Formulierungen können einen professionellen Eindruck vermitteln. Sie belegen allerdings weder die tatsächliche Leistungsfähigkeit eines Unternehmens noch dessen rechtliche Zulassung.

Eine seriöse Bewertung sollte deshalb nicht allein auf dem Erscheinungsbild der Website beruhen. Auch ein übersichtliches Kundenportal, professionell formulierte Marktanalysen, persönliche Ansprechpartner oder angeblich hohe Renditen sind für sich genommen kein Nachweis dafür, dass ein Anbieter zuverlässig arbeitet. Entscheidend ist, welche Gesellschaft hinter dem Angebot steht, welche Leistungen sie tatsächlich erbringt und ob sie dazu berechtigt ist.

Bei SecuredCryptoAssets sollten Interessenten insbesondere die Identität des Betreibers und die Angaben zur Erlaubnis prüfen. Ein vollständiges Impressum, eine Geschäftsadresse oder eine Registrierungsnummer können Anhaltspunkte liefern, müssen aber unabhängig überprüft werden. Es sollte klar sein, welche juristische Person Vertragspartner ist und ob die vorgelegten Angaben tatsächlich zu dieser Gesellschaft gehören.

Besondere Aufmerksamkeit verdienen Behauptungen, ein Unternehmen sei international tätig und deshalb nicht an deutsche Vorgaben gebunden. Eine solche Darstellung reicht nicht aus, um die erforderliche Erlaubnisfrage zu beantworten. Maßgeblich sind die konkret angebotenen Dienstleistungen, die rechtlichen Rahmenbedingungen und gegebenenfalls die einschlägigen Zulassungen. Eine ausländische Registrierung ist nicht automatisch mit einer Erlaubnis für sämtliche beworbenen Finanzgeschäfte gleichzusetzen.

Die Unternehmensdatenbank der BaFin bietet eine Möglichkeit, Angaben zu zugelassenen Unternehmen zu überprüfen. Dabei sollte nicht nur nach einem Namen gesucht werden, der SecuredCryptoAssets ähnelt. Vielmehr müssen die vollständige Firmenbezeichnung, die Anschrift und weitere verfügbare Identifikationsmerkmale miteinander abgeglichen werden. Ein ähnlich lautender Eintrag beweist nicht, dass die betreffende Gesellschaft tatsächlich hinter securedcryptoassets.com steht oder die beworbenen Leistungen erbringen darf.

Ein weiteres Risiko besteht darin, dass auf einer Plattform vermeintliche Gewinne angezeigt werden, ohne dass Anleger die tatsächliche Verfügbarkeit des Guthabens unabhängig überprüfen können. Ein steigender Kontostand oder eine positive Performance-Darstellung sind kein ausreichender Nachweis dafür, dass entsprechende Vermögenswerte real vorhanden sind. Besonders kritisch wird die Situation, wenn Auszahlungen plötzlich von zusätzlichen Bedingungen abhängig gemacht werden.

Anleger sollten deshalb auch das Verhalten des Anbieters betrachten. Werden Einzahlungen wiederholt nahegelegt? Werden außergewöhnlich hohe oder angeblich sichere Renditen versprochen? Ändern sich die Angaben zu Gebühren oder Auszahlungen? Werden Nachweise über die tatsächlichen Transaktionen verweigert? Solche Auffälligkeiten sollten dokumentiert und im Gesamtzusammenhang bewertet werden.

Die BaFin-Warnung allein bedeutet nicht, dass jeder denkbare Sachverhalt rund um SecuredCryptoAssets bereits abschließend rechtlich beurteilt ist. Sie ist jedoch ein ernst zu nehmender Hinweis darauf, dass die beschriebene Erlaubnislage problematisch ist. Wer noch keine Zahlung vorgenommen hat, sollte vor einer Einzahlung unabhängige Prüfungen durchführen. Wer bereits Geld übertragen hat, sollte die Unterlagen sichern und weitere Zahlungen nicht allein aufgrund von Zusicherungen eines Plattformmitarbeiters leisten.

SecuredCryptoAssets (securedcryptoassets.com) – Verweigert Auszahlung?

Probleme bei der Auszahlung gehören zu den besonders belastenden Situationen für Anleger. Wer bei SecuredCryptoAssets ein Guthaben sieht, eine Auszahlung beantragt und anschließend keine Zahlung erhält, sollte den Ablauf genau dokumentieren. Entscheidend ist, welche Vereinbarungen getroffen wurden, welche Begründung der Anbieter nennt und ob zusätzliche Bedingungen verlangt werden.

Die von der BaFin mitgeteilte Warnung stellt nicht automatisch fest, dass SecuredCryptoAssets in jedem Einzelfall eine Auszahlung verweigert hat. Ob eine solche Situation vorliegt, muss anhand der individuellen Erfahrungen geprüft werden. Wenn eine Auszahlung jedoch wiederholt verschoben wird oder der Anbieter immer neue Voraussetzungen nennt, ist besondere Vorsicht angebracht.

Manche Plattformen verweisen bei Verzögerungen auf angebliche Sicherheitsprüfungen, eine ausstehende Verifizierung oder technische Schwierigkeiten. In anderen Fällen werden zusätzliche Gebühren, Steuern, Versicherungsbeträge oder Freischaltungskosten verlangt. Solche Forderungen müssen anhand der Vertragsbedingungen und der konkreten Umstände überprüft werden. Eine zusätzliche Zahlung sollte nicht allein deshalb erfolgen, weil sie als zwingende Voraussetzung für die Freigabe eines bestehenden Guthabens dargestellt wird.

Besonders kritisch ist es, wenn ein Anleger bereits einen erheblichen Betrag eingezahlt hat und nun erneut Geld überweisen soll, um den Zugriff auf das eigene Kapital zu erhalten. Ein vermeintlicher Berater kann erklären, die Zahlung sei nur vorübergehend erforderlich oder werde unmittelbar nach Abschluss einer Prüfung zurückerstattet. Solche Aussagen sind kein Beleg dafür, dass die Auszahlung tatsächlich erfolgen wird.

Wer bei SecuredCryptoAssets eine Auszahlung beantragt hat, sollte zunächst sämtliche Nachrichten und Nachweise sichern. Dazu gehören der Auszahlungsantrag, die angezeigte Bearbeitungsfrist, etwaige Fehlermeldungen und sämtliche Antworten des Supports. Wenn eine Zahlung von zusätzlichen Bedingungen abhängig gemacht wird, sollte die konkrete Forderung vollständig dokumentiert werden.

Auch der zeitliche Verlauf ist wichtig. Wann wurde das Geld eingezahlt? Wann wurde erstmals eine Auszahlung beantragt? Welche Frist wurde genannt? Wie oft wurde diese Frist verschoben? Wurde der Anleger aufgefordert, weitere Beträge einzuzahlen? Eine chronologische Übersicht hilft dabei, den Sachverhalt nachvollziehbar darzustellen und mögliche rechtliche Schritte zu prüfen.

Bei einer Banküberweisung sollten insbesondere der Überweisungsbeleg, der Empfängername, die IBAN, der Betrag und das Buchungsdatum aufbewahrt werden. Weicht der Zahlungsempfänger von der auf der Website genannten Gesellschaft ab, sollte dieser Umstand ebenfalls festgehalten werden. Ein abweichender Empfänger ist nicht in jedem Fall ein Beweis für ein Fehlverhalten, kann aber für die weitere Prüfung erheblich sein.

Bei Kartenzahlungen oder der Nutzung eines Zahlungsdienstleisters sind die zugehörigen Abrechnungen und Transaktionsinformationen wichtig. Wurden Kryptowährungen übertragen, sollten Anleger die Wallet-Adresse des Empfängers, den Transaktions-Hash, das Netzwerk und den Zeitpunkt der Transaktion dokumentieren. Diese Informationen können später bei der Nachverfolgung des Zahlungswegs eine Rolle spielen.

Ein angezeigtes Guthaben ist nicht mit einer tatsächlich ausgeführten Auszahlung gleichzusetzen. Auch ein vermeintlicher Gewinn auf dem Kundenkonto sagt für sich genommen wenig darüber aus, ob entsprechende Vermögenswerte verfügbar sind. Deshalb sollte nicht nur die Darstellung auf der Plattform betrachtet werden, sondern vor allem, welche Beträge tatsächlich geflossen sind und ob die Auszahlung unabhängig nachvollziehbar ist.

Wenn SecuredCryptoAssets weitere Zahlungen verlangt, sollten Anleger vor einer Überweisung unabhängigen Rat einholen. Das gilt besonders bei angeblichen Steuerzahlungen, Kontofreischaltungen, Sicherheitsleistungen oder Gebühren, die kurzfristig überwiesen werden sollen. Zeitdruck und die Behauptung, andernfalls verfalle der Anspruch auf das Guthaben, sind keine ausreichende Grundlage für eine Zahlung.

Wer Fernzugriffssoftware installiert oder einem vermeintlichen Berater Zugriff auf den eigenen Computer gewährt hat, sollte zusätzlich die Gerätesicherheit prüfen. Beenden Sie nicht benötigte Fernzugriffe, ändern Sie betroffene Zugangsdaten von einem vertrauenswürdigen Gerät aus und kontrollieren Sie Ihre Bank- und E-Mail-Konten auf unbekannte Aktivitäten. Geben Sie keine TANs, privaten Schlüssel oder Wiederherstellungsphrasen für Kryptowallets heraus.

Eine rechtliche Prüfung kann klären, welche Ansprüche möglicherweise bestehen und welche weiteren Informationen dafür benötigt werden. Dabei sind nicht nur die Vertragsbedingungen relevant, sondern auch die Zahlungsflüsse, die Identität des Empfängers und die Kommunikation über die Auszahlung. Ob eine Rückzahlung erreicht werden kann, hängt vom Einzelfall ab und lässt sich nicht allein aus dem angezeigten Kontostand ableiten.

SecuredCryptoAssets (securedcryptoassets.com) – Geld zurück?

Wer bei SecuredCryptoAssets Geld verloren hat, fragt sich häufig, ob eine Rückholung möglich ist. Eine verlässliche Antwort setzt voraus, dass die einzelnen Transaktionen und die beteiligten Personen oder Unternehmen geprüft werden. Von Bedeutung sind insbesondere der Zahlungsweg, der Zeitpunkt der Zahlung, die vorhandenen Belege und die Frage, ob sich mögliche Anspruchsgegner identifizieren lassen.

Zunächst sollten Anleger eine vollständige Übersicht über ihre tatsächlichen Einzahlungen erstellen. Dazu gehören Datum, Betrag, Zahlungsart, Empfänger und gegebenenfalls der jeweilige Verwendungszweck. Angezeigte Gewinne sollten getrennt von tatsächlich überwiesenen Beträgen aufgeführt werden. Auf diese Weise lässt sich besser unterscheiden, welcher Vermögensschaden durch belegbare Zahlungen entstanden ist und welche Beträge lediglich auf der Plattform angezeigt wurden.

Wenn Geld per Banküberweisung transferiert wurde, empfiehlt es sich, die eigene Bank zeitnah über den Sachverhalt zu informieren. Schildern Sie die Umstände sachlich und halten Sie alle Transaktionsdaten bereit. Erkundigen Sie sich, welche Möglichkeiten angesichts des Zahlungsstatus und der konkreten Umstände noch bestehen. Ob eine Zahlung zurückerlangt werden kann, hängt unter anderem davon ab, wie lange sie zurückliegt, ob das Geld weitergeleitet wurde und welche rechtlichen sowie technischen Möglichkeiten bestehen.

Eine bereits ausgeführte Überweisung lässt sich nicht in jedem Fall rückgängig machen. Auch ein Kontakt zur Bank ist keine Garantie dafür, dass der gesamte Betrag erstattet wird. Dennoch kann eine frühzeitige Prüfung sinnvoll sein, weil der Zahlungsweg dadurch genauer untersucht und das weitere Vorgehen abgestimmt werden kann.

Bei Kartenzahlungen oder Zahlungen über einen Zahlungsdienstleister können andere Verfahren und Fristen relevant sein. Anleger sollten sich danach erkundigen, welche Möglichkeiten für die konkrete Transaktion vorgesehen sind. Dabei ist es wichtig, die tatsächlichen Umstände korrekt darzustellen und die verfügbaren Nachweise einzureichen. Eine pauschale Behauptung, jede Zahlung an eine problematische Plattform könne ohne Weiteres zurückgebucht werden, wäre nicht zutreffend.

Bei Kryptowährungen ist die Situation häufig komplexer. Übertragungen auf einer Blockchain lassen sich normalerweise nicht wie gewöhnliche Bankzahlungen stornieren. Dennoch können Transaktionsdaten ausgewertet und Bewegungen zwischen Wallet-Adressen nachvollzogen werden. Eine solche Analyse kann Hinweise darauf liefern, ob Vermögenswerte möglicherweise an bekannte Dienstleister oder Kryptobörsen gelangt sind.

Die Nachverfolgung einer Wallet-Adresse beweist jedoch nicht automatisch, wer die Adresse kontrolliert oder ob dort noch Vermögenswerte verfügbar sind. Auch eine identifizierte Kryptobörse kann nicht ohne Weiteres zur Auszahlung an den ursprünglichen Anleger verpflichtet werden. Die tatsächlichen Möglichkeiten hängen von den feststellbaren Umständen, den beteiligten Dienstleistern und den rechtlichen Voraussetzungen ab.

Für eine technische Untersuchung sollten Anleger den Transaktions-Hash, die verwendete Blockchain, die Empfängeradresse und gegebenenfalls die Angaben zur eigenen Wallet oder Kryptobörse sichern. Screenshots können ergänzend hilfreich sein, ersetzen aber nicht die tatsächlichen Transaktionsdaten. Wer diese Informationen nicht selbst einordnen kann, sollte sie fachkundig prüfen lassen, statt allein auf allgemeine Rückholversprechen zu vertrauen.

Besondere Vorsicht ist bei Angeboten angeblicher Rückholungsexperten geboten. Nach einem Verlust melden sich mitunter Personen, die behaupten, das Geld sei bereits gefunden oder auf einem gesperrten Konto gesichert. Anschließend verlangen sie eine Vorauszahlung für eine angebliche Freigabe, eine Steuer, eine Versicherung, eine technische Bearbeitung oder eine internationale Übertragung.

Ein solcher Kontakt kann eine weitere Gefahrenquelle darstellen. Die Kenntnis des früheren Verlusts oder technischer Fachbegriffe ist kein Nachweis dafür, dass der Anbieter tatsächlich über Vermögenswerte verfügt oder rechtlich zu deren Freigabe befugt ist. Auch angebliche Verbindungen zu Behörden, Banken oder Kryptobörsen sollten unabhängig überprüft werden.

Wer Unterstützung bei der Rückholung sucht, sollte deshalb auf nachvollziehbare Angaben bestehen. Welche konkrete Leistung wird erbracht? Wer ist der Vertragspartner? Welche Kosten entstehen? Welche Nachweise liegen vor? Welche Ergebnisse können realistisch erwartet werden? Garantien, künstlicher Zeitdruck und die Forderung nach weiteren hohen Vorauszahlungen sollten kritisch hinterfragt werden.

Neben den Zahlungswegen ist auch die rechtliche Einordnung des ursprünglichen Angebots wichtig. Die von der BaFin mitgeteilte fehlende Erlaubnis kann bei der Bewertung des Sachverhalts eine Rolle spielen. Daraus folgt jedoch nicht automatisch, dass sämtliche Zahlungen kurzfristig zurückgezahlt werden. Ob Ansprüche bestehen, gegen wen sie sich richten können und ob sie tatsächlich durchsetzbar sind, muss anhand der individuellen Unterlagen beurteilt werden.

Eine anwaltliche Prüfung kann dabei helfen, mögliche Anspruchsgrundlagen und geeignete Schritte zu ermitteln. Dafür sind die Vertragsunterlagen, die Angaben zum Plattformbetreiber, die Kommunikation und sämtliche Zahlungsbelege relevant. Je vollständiger diese Informationen vorliegen, desto fundierter lässt sich einschätzen, welche Optionen realistisch sind.

SecuredCryptoAssets (securedcryptoassets.com) – Was tun?

Wenn Sie Geld an SecuredCryptoAssets überwiesen, Kryptowährungen übertragen oder Probleme mit einer Auszahlung erlebt haben, sollten Sie die nächsten Schritte systematisch angehen. Vorrangig geht es darum, weitere finanzielle Schäden zu vermeiden, die Beweislage zu sichern und mögliche Handlungsmöglichkeiten prüfen zu lassen.

Sichern Sie zunächst alle verfügbaren Unterlagen. Dazu gehören die Inhalte der Website, das Impressum, die Allgemeinen Geschäftsbedingungen, Verträge, Kontoübersichten, Nachrichten und E-Mails. Fertigen Sie Screenshots an, auf denen relevante Angaben wie Kontostände, Auszahlungsanträge, Fehlermeldungen und Zahlungsforderungen erkennbar sind. Speichern Sie außerdem Telefonnummern, Messenger-Kontakte und die Namen der Personen, mit denen Sie kommuniziert haben.

Erstellen Sie anschließend eine chronologische Übersicht. Notieren Sie, wann Sie erstmals mit SecuredCryptoAssets in Kontakt gekommen sind, welche Angaben zu den angebotenen Anlagen gemacht wurden, wann Sie Geld eingezahlt haben und welche weiteren Aufforderungen folgten. Wenn ein Mitarbeiter bestimmte Renditen, Auszahlungen oder Rückzahlungen zugesichert hat, sollten Sie festhalten, wann und auf welchem Weg diese Aussagen gemacht wurden.

Dokumentieren Sie jede Zahlung gesondert. Bei einer Banküberweisung sollten Betrag, Buchungsdatum, Empfängername, IBAN und Verwendungszweck festgehalten werden. Bei Kartenzahlungen sind die Abrechnungen relevant. Bei Kryptowährungen sollten Sie die jeweiligen Wallet-Adressen, Transaktions-Hashes und Angaben zum Netzwerk sichern. Wenn mehrere Transaktionen erfolgt sind, ist eine übersichtliche Tabelle besonders hilfreich.

Leisten Sie keine weiteren Zahlungen allein deshalb, weil Ihnen die Freigabe eines Guthabens versprochen wird. Das betrifft insbesondere angebliche Steuern, Freischaltungsgebühren, Versicherungen, Sicherheitsleistungen oder zusätzliche Einzahlungen. Prüfen Sie solche Forderungen unabhängig und lassen Sie sich nicht durch angeblich knappe Fristen zu einer schnellen Entscheidung drängen.

Wenn Sie über eine Bank überwiesen haben, wenden Sie sich möglichst zeitnah an das Institut. Erklären Sie den Ablauf und legen Sie die Zahlungsbelege vor. Fragen Sie konkret, welche Möglichkeiten im Hinblick auf die jeweilige Transaktion bestehen. Eine Rückzahlung kann nicht garantiert werden, doch eine zeitnahe Prüfung kann helfen, die vorhandenen Optionen besser einzuschätzen.

Falls Sie einen Zahlungsdienstleister oder eine Kryptobörse genutzt haben, sichern Sie auch dort die relevanten Transaktionsinformationen. Kontaktieren Sie den jeweiligen Anbieter über dessen unabhängig verifizierte Kontaktwege. Folgen Sie nicht unüberprüft Telefonnummern oder Links, die Ihnen von einem vermeintlichen Mitarbeiter der Plattform geschickt wurden.

Prüfen Sie außerdem, ob Sie sensible Daten preisgegeben haben. Wenn Sie Passwörter, TANs oder Zugangsdaten weitergegeben haben, sollten Sie betroffene Konten absichern und die Zugangsdaten von einem vertrauenswürdigen Gerät aus ändern. Bei installierter Fernzugriffssoftware sollten Sie den Zugriff beenden und gegebenenfalls eine technische Überprüfung veranlassen. Kontrollieren Sie Ihre Konten auf unbekannte Aktivitäten und geben Sie niemals private Schlüssel oder Seed-Phrasen Ihrer Wallet weiter.

Überprüfen Sie die Identität des Plattformbetreibers. Vergleichen Sie die Angaben auf securedcryptoassets.com mit den Informationen in Verträgen, E-Mails und Zahlungsbelegen. Achten Sie darauf, ob der Name des Zahlungsempfängers mit der behaupteten Gesellschaft übereinstimmt und ob die Kontaktdaten nachvollziehbar sind. Widersprüche sollten dokumentiert und nicht einfach als belanglos abgetan werden.

Nutzen Sie die Unternehmensdatenbank der BaFin, um Angaben zu einer behaupteten Zulassung zu überprüfen. Entscheidend ist, ob sich die tatsächlich auftretende Gesellschaft eindeutig identifizieren lässt und ob eine vorhandene Erlaubnis die beworbenen Tätigkeiten umfasst. Ein ähnlich klingender Firmenname oder eine allgemeine Registrierungsangabe genügt nicht, um die Berechtigung eines konkreten Angebots nachzuweisen.

Wenn eine Auszahlung aussteht, sichern Sie den Antrag und sämtliche Antworten des Anbieters. Halten Sie fest, welche Fristen genannt wurden, welche Begründungen für die Verzögerung vorliegen und ob zusätzliche Zahlungen verlangt wurden. Eine klare Dokumentation kann bei einer späteren rechtlichen Prüfung helfen, den Ablauf schnell und vollständig nachzuvollziehen.

Eine anwaltliche Beratung kann sinnvoll sein, wenn erhebliche Beträge betroffen sind, der Betreiber nicht eindeutig identifizierbar ist oder weitere Zahlungsforderungen gestellt werden. Im Rahmen einer individuellen Prüfung können die Unterlagen, die Zahlungswege und mögliche Ansprüche bewertet werden. Dabei sollte auch geklärt werden, welche weiteren Informationen benötigt werden und welche Maßnahmen unter den gegebenen Umständen Aussicht auf Erfolg haben könnten.

Seien Sie vorsichtig, wenn sich nach dem Verlust Personen melden, die eine schnelle oder garantierte Rückholung versprechen. Prüfen Sie deren Identität, Auftrag und Kosten unabhängig. Eine angebliche Verbindung zu Behörden, Banken oder technischen Spezialisten beweist nicht, dass die Person tatsächlich über Befugnisse verfügt oder das Geld zurückholen kann. Zahlen Sie keine Vorausgebühren allein aufgrund solcher Behauptungen.

Die BaFin-Warnung zu securedcryptoassets.com ist ein ernst zu nehmender Hinweis, den Anleger bei ihrer Entscheidung berücksichtigen sollten. Sie ersetzt jedoch keine individuelle Prüfung der eigenen Zahlungen und der rechtlichen Situation. Wer betroffen ist, sollte Beweise sichern, weitere finanzielle Risiken vermeiden, die beteiligten Zahlungsdienstleister kontaktieren und gegebenenfalls rechtliche Unterstützung in Anspruch nehmen. Ob Geld zurückerlangt werden kann, hängt von den konkreten Umständen des Einzelfalls ab.

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