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PIU41.international: FINMA warnt vor Identitätsmissbrauch
Arthur Wilms
Rechtsanwalt
Die Website PIU41.international steht nach einer Warnung der Schweizer Finanzmarktaufsicht FINMA nicht mit der eingetragenen più 41 International SA aus Martigny in Verbindung. Anleger sollten Angebote der Plattform deshalb besonders sorgfältig prüfen. Die Internetseite PIU41.international präsentiert sich als Anbieter von Investment- und Vermögensverwaltungsdienstleistungen. Nach einer aktuellen Veröffentlichung der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (FINMA) besteht jedoch kein Zusammenhang zwischen dieser Website und der tatsächlich im Schweizer Handelsregister eingetragenen più 41 International SA mit Sitz in Martigny (CHE-162.367.616). Zudem ist PIU41.international selbst nicht im Handelsregister eingetragen. Kanzlei Wilms Rechtsanwalt für Kryptobetrug & Online-Investmentbetrug https://betrugsopfer‒hilfe.de/kontakt E-Mail: info@anwalt-wilms.de Telefon: +49 69 380781603 PIU41.international: FINMA weist auf fehlenden Zusammenhang hin Die FINMA hat PIU41.international am 17. Juni 2026 in ihre Warnliste aufgenommen. Nach den Angaben der Aufsichtsbehörde steht die Internetseite nicht mit der legitimen più 41 International SA aus Martigny in Verbindung, obwohl der Internetauftritt einen entsprechenden Eindruck vermitteln könnte. Darüber hinaus ist die Website nach den Feststellungen der FINMA nicht im Schweizer Handelsregister eingetragen. Ein solcher Identitätsmissbrauch ist im Finanzbereich kein Einzelfall. Immer wieder verwenden unbekannte Betreiber den Namen bestehender Unternehmen, um gegenüber Anlegern einen seriösen Eindruck zu erzeugen und Vertrauen aufzubauen. PIU41.international: Professioneller Internetauftritt ersetzt keine Legitimation Viele unseriöse Investmentplattformen investieren erhebliche Mittel in die Gestaltung ihrer Internetseiten. Hochwertige Grafiken, angebliche Unternehmenshistorien, professionelle Ansprechpartner oder internationale Standorte vermitteln häufig den Eindruck eines etablierten Finanzdienstleisters. Für Anleger entsteht dadurch leicht der Eindruck, sie hätten es mit einem regulierten Unternehmen zu tun. Tatsächlich können jedoch wesentliche Angaben unzutreffend sein oder auf dem Namen eines tatsächlich existierenden Unternehmens beruhen. Gerade deshalb sollten Investoren niemals allein aufgrund eines professionellen Internetauftritts investieren. Entscheidend sind vielmehr die tatsächliche Unternehmensidentität, behördliche Zulassungen und die Übereinstimmung sämtlicher Unternehmensdaten. PIU41.international: So verlaufen viele Anlagebetrugsfälle Geschädigte berichten häufig von einem ähnlichen Ablauf. Der erste Kontakt erfolgt über Werbung im Internet, soziale Netzwerke, Messenger-Dienste oder durch telefonische Ansprache. Nach einer Registrierung werden Interessenten von angeblichen Anlageberatern kontaktiert, die hohe Renditen und professionelle Vermögensverwaltung versprechen. Nach einer ersten Einzahlung erhalten Anleger regelmäßig Zugriff auf ein Online-Konto, auf dem scheinbar steigende Gewinne angezeigt werden. Diese Gewinne dienen häufig lediglich dazu, weiteres Vertrauen aufzubauen und zusätzliche Einzahlungen zu erreichen. Sobald Anleger eine Auszahlung verlangen, treten oftmals Schwierigkeiten auf. PIU41.international: Auszahlungen werden häufig verzögert In zahlreichen Betrugsfällen werden Auszahlungen zunächst verschoben oder vollständig verweigert. Als Begründung werden beispielsweise Steuern, Provisionen, Compliance-Prüfungen, Geldwäschekontrollen, Sicherheitsleistungen, Freischaltungsgebühren oder Liquiditätsnachweise angeführt. Vor einer Auszahlung sollen Betroffene zunächst weitere Zahlungen leisten. Nach Eingang dieser Beträge folgen häufig neue Forderungen oder der Kontakt bricht vollständig ab. PIU41.international: Vorsicht vor Recovery Scam Geschädigte werden nach verweigerten Auszahlungen häufig erneut kontaktiert. Dabei geben sich unbekannte Personen als Rechtsanwälte, Blockchain-Experten, Behörden oder Recovery-Unternehmen aus und behaupten, die verlorenen Gelder zurückholen zu können. Vor der angeblichen Rückgewinnung sollen jedoch zunächst Gebühren, Steuern oder Bearbeitungskosten bezahlt werden. Auch hierbei handelt es sich häufig um einen sogenannten Recovery Scam, bei dem bereits geschädigte Anleger erneut zu Zahlungen veranlasst werden. PIU41.international: Blockchain-Transaktionen lassen sich häufig nachvollziehen Werden Einzahlungen in Kryptowährungen verlangt, bedeutet dies nicht zwangsläufig, dass sämtliche Geldspuren verloren sind. Bitcoin-, Ethereum- oder USDT-Transaktionen werden dauerhaft auf der Blockchain gespeichert und können häufig nachvollzogen werden. Mithilfe einer professionellen Wallet-Analyse lassen sich Zahlungswege häufig rekonstruieren und Verbindungen zwischen verschiedenen Wallets erkennen. Diese Erkenntnisse können später sowohl für strafrechtliche Ermittlungen als auch für zivilrechtliche Maßnahmen von Bedeutung sein. PIU41.international: Was Betroffene jetzt tun sollten Wer bereits Geld an PIU41.international überwiesen oder Kryptowährungen transferiert hat, sollte möglichst schnell handeln. Empfehlenswert ist insbesondere, keine weiteren Zahlungen zu leisten, sämtliche Kontoauszüge, Wallet-Adressen und Zahlungsbelege zu sichern, E-Mails, Chatverläufe und Telefonnummern zu dokumentieren, keine Fernwartungssoftware mehr zuzulassen und den Sachverhalt rechtlich prüfen zu lassen. Je früher Zahlungsströme analysiert werden können, desto größer sind häufig die Möglichkeiten, weitere Maßnahmen einzuleiten. FAQ zu PIU41.international Warum warnt die FINMA vor PIU41.international? Die FINMA weist darauf hin, dass PIU41.international nicht mit der tatsächlich existierenden più 41 International SA in Martigny verbunden ist. Außerdem ist die Website nicht im Schweizer Handelsregister eingetragen. Handelt es sich um einen Identitätsmissbrauch? Nach den Angaben der FINMA besteht kein Zusammenhang zwischen der Website und der echten più 41 International SA. Dies spricht für einen Identitätsmissbrauch zulasten des eingetragenen Unternehmens. Was sollten Anleger tun? Wer bereits investiert hat, sollte keine weiteren Zahlungen leisten, sämtliche Unterlagen sichern und den Sachverhalt möglichst zeitnah rechtlich überprüfen lassen. Können Kryptozahlungen nachvollzogen werden? In vielen Fällen ja. Blockchain-Transaktionen hinterlassen dauerhafte Datenspuren, die im Rahmen einer professionellen Wallet-Analyse ausgewertet werden können. Kanzlei Wilms Rechtsanwalt für Kryptobetrug & Online-Investmentbetrug https://betrugsopfer‒hilfe.de/kontakt E-Mail: info@anwalt-wilms.de Telefon: +49 69 380781603