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Betrugswarnung

Nova C Solutions (nova-c-solutions.com) – Warnung vor möglichen unseriösen Finanz- und Kryptodienstleistungen

22. Oktober 202614 Min. Lesezeit
Arthur Wilms
Arthur WilmsRechtsanwalt

Nova C Solutions (nova-c-solutions.com) – Betrug?

Bei der Website nova-c-solutions(.)com bestehen nach den vorliegenden Angaben erhebliche Anhaltspunkte, die Anleger zu einer besonders sorgfältigen Prüfung veranlassen sollten. Hintergrund ist eine Warnung der deutschen Finanzaufsicht BaFin vom 28.09.2026. Nach den dort mitgeteilten Erkenntnissen werden über die Website Finanz- und Wertpapierdienstleistungen sowie Dienstleistungen im Zusammenhang mit Kryptowerten angeboten, ohne dass hierfür die erforderliche Erlaubnis vorliegt.

Für Anleger stellt sich damit insbesondere die Frage, ob Nova C Solutions seriös ist, welche Erfahrungen mit der Plattform vorliegen und wie die Angebote von nova-c-solutions(.)com tatsächlich einzuordnen sind. Eine pauschale Aussage über einen Betrug ist dabei nicht sachgerecht. Entscheidend sind vielmehr die konkreten Umstände des jeweiligen Kontakts, die angebotenen Finanzprodukte, die Zahlungswege und das Verhalten der Plattform bei einer gewünschten Auszahlung.

Auffällig ist bereits die Verwendung einer Geschäftsadresse in Pompano Beach in den USA. Nach den vorliegenden Informationen wird auf der Website eine Gesellschaft namens Nova Capital Solutions, LLC mit dieser Anschrift in Verbindung gebracht. Eine solche Gesellschaft ist bei der US-amerikanischen Securities and Exchange Commission (SEC) registriert. Gleichzeitig liegen der BaFin nach den mitgeteilten Erkenntnissen keinerlei Anhaltspunkte dafür vor, dass dieses Unternehmen oder dessen Verantwortliche tatsächlich mit nova-c-solutions(.)com oder den dort angebotenen Leistungen verbunden sind. Vielmehr besteht nach den Angaben der Aufsicht der Verdacht eines mutmaßlichen Identitätsdiebstahls zulasten der Nova Capital Solutions, LLC sowie von Führungskräften dieses Unternehmens.

Gerade eine solche Konstellation sollte von Anlegern ernst genommen werden. Eine reale Gesellschaft, eine tatsächliche Geschäftsadresse oder die Nennung von Führungskräften bedeutet nicht automatisch, dass eine Internetplattform tatsächlich von diesem Unternehmen betrieben wird. Bei einer Bewertung von Nova C Solutions sollte deshalb zwischen dem auf der Website vermittelten Eindruck und der nachprüfbaren rechtlichen Identität des Anbieters unterschieden werden.

Auch der Internetauftritt von nova-c-solutions(.)com ist vor diesem Hintergrund sorgfältig zu betrachten. Nach den vorliegenden Angaben weist die Website auffallend starke Ähnlichkeiten mit watermarkinvestments(.)com auf. Vor dieser Website hatte die BaFin bereits zuvor gewarnt. Solche Übereinstimmungen können zwar für sich genommen keinen Betrug beweisen, gehören aber zu den Umständen, die bei einer Prüfung der Seriosität einer Investmentplattform berücksichtigt werden sollten.

Anleger sollten insbesondere darauf achten, welche konkrete Gesellschaft als Vertragspartner auftritt, welche Anschrift angegeben wird und ob die Identität dieses Unternehmens tatsächlich nachvollziehbar ist. Ebenso wichtig ist die Frage, ob die angebotenen Finanz-, Wertpapier- oder Kryptowerte-Dienstleistungen überhaupt rechtlich erbracht werden dürfen.

Die Bezeichnung als Investmentplattform, Trading-Anbieter oder Anbieter von Kryptodienstleistungen sagt zunächst wenig über die tatsächliche Seriosität aus. Entscheidend ist, ob die dahinterstehende Organisation eindeutig identifiziert werden kann und ob sie für die angebotenen Dienstleistungen über die erforderlichen Genehmigungen verfügt. Gerade bei Onlineangeboten können professionelle Websites, scheinbar seriöse Unternehmensangaben und ansprechende Darstellungen einen vertrauenswürdigen Eindruck erzeugen, ohne dass damit die tatsächliche Berechtigung des Anbieters nachgewiesen wäre.

Bei Nova C Solutions kommt nach den vorliegenden Informationen ein weiterer wesentlicher Punkt hinzu: Die auf der Website verwendeten Unternehmensangaben sollen nicht mit dem tatsächlich registrierten Unternehmen in Verbindung stehen. Für Anleger ist deshalb besondere Vorsicht geboten, wenn ihnen gegenüber auf die Nova Capital Solutions, LLC, deren Geschäftsadresse oder angebliche Verantwortliche verwiesen wurde.

Auch die Frage nach den Erfahrungen mit Nova C Solutions sollte differenziert betrachtet werden. Einzelne positive Darstellungen im Internet oder auf der Plattform selbst sind kein ausreichender Nachweis für die Seriosität eines Finanzdienstleisters. Ebenso sollte eine einzelne negative Erfahrung nicht ohne Prüfung als Beweis für einen bestimmten Sachverhalt verstanden werden. Aussagekräftiger ist die Gesamtsituation: Welche Gesellschaft nimmt das Geld entgegen? Wohin werden Zahlungen geleistet? Wer ist Vertragspartner? Welche Dienstleistung wird konkret angeboten? Und lässt sich die behauptete Regulierung nachvollziehen?

Besondere Aufmerksamkeit verdient zudem die Frage, ob Anleger ihr Guthaben tatsächlich wieder ausgezahlt bekommen. Eine funktionierende Benutzeroberfläche oder die Anzeige vermeintlicher Gewinne auf einem Onlinekonto bedeutet nicht zwangsläufig, dass diese Vermögenswerte tatsächlich verfügbar sind. Gerade bei Online-Investmentplattformen sollten Anleger deshalb nicht allein auf dargestellte Kontostände vertrauen.

Wer bereits Geld an nova-c-solutions(.)com überwiesen hat oder Kryptowährungen transferiert hat, sollte sämtliche Vorgänge dokumentieren. Dazu gehören Zahlungsbelege, Kontoauszüge, Wallet-Adressen, Transaktionsdaten, E-Mails, Nachrichten und Screenshots. Diese Unterlagen können später wichtig sein, wenn geklärt werden muss, wie die Kommunikation ablief und wohin Vermögenswerte transferiert wurden.

Die vorliegenden Angaben sprechen jedenfalls dafür, dass Anleger nova-c-solutions(.)com nicht allein aufgrund des professionellen Internetauftritts oder der verwendeten Unternehmensdaten als seriös ansehen sollten. Die Warnung der BaFin und die Hinweise auf eine mögliche unberechtigte Nutzung der Identität eines bestehenden Unternehmens sind konkrete Umstände, die bei einer Bewertung berücksichtigt werden müssen.

Nova C Solutions (nova-c-solutions.com) – Verweigert Auszahlung?

Eine besonders kritische Situation entsteht, wenn Anleger bei Nova C Solutions (nova-c-solutions(.)com) eine Auszahlung verlangen und diese nicht oder nicht ohne weitere Bedingungen durchgeführt wird. Bei Online-Investmentplattformen können unterschiedliche Erklärungen für Verzögerungen genannt werden. Dazu gehören angebliche Compliance-Prüfungen, KYC-Verfahren, AML-Prüfungen, Herkunftsnachweise oder technische Probleme. Hinzu kommen mitunter Forderungen nach zusätzlichen Zahlungen.

Typische Forderungen können beispielsweise als Steuer, Provision, Versicherungsgebühr, Freischaltungsgebühr, Sicherheitsleistung oder Liquiditätsnachweis bezeichnet werden. Auch eine angebliche Wallet-Verifizierung oder eine zusätzliche Einzahlung zur Aktivierung des Kontos kann verlangt werden. Anleger sollten bei solchen Situationen besonders vorsichtig sein.

Eine Auszahlung sollte nicht dadurch erzwungen werden können, dass immer neue finanzielle Voraussetzungen geschaffen werden. Wenn nach einer bereits geleisteten Zahlung plötzlich eine weitere Zahlung erforderlich sein soll, um das vorhandene Guthaben freizugeben, sollte der gesamte Vorgang kritisch geprüft werden.

Bei angeblichen AML- oder KYC-Anforderungen ist ebenfalls eine genaue Prüfung erforderlich. Solche Verfahren können bei regulierten Finanzdienstleistungen grundsätzlich eine tatsächliche Funktion haben. Daraus folgt jedoch nicht, dass jede Zahlungsforderung, die mit Geldwäscheprävention oder Compliance begründet wird, automatisch berechtigt ist. Entscheidend ist, wer die Prüfung verlangt, welche rechtliche Grundlage besteht und weshalb hierfür gerade eine zusätzliche Zahlung erforderlich sein soll.

Besonders problematisch kann die Situation werden, wenn die Kommunikation ausschließlich über einen persönlichen Ansprechpartner erfolgt. Anleger berichten bei problematischen Online-Investmentkontakten häufig von sogenannten Brokern, die über WhatsApp oder andere Messenger-Dienste kommunizieren. Zunächst wird dabei möglicherweise ein enger persönlicher Kontakt aufgebaut. Später kann der Anleger unter Zeitdruck gesetzt werden, um weitere Zahlungen vorzunehmen.

Auch angebliche Steuerforderungen sollten nicht unkritisch akzeptiert werden. Eine Plattform kann erklären, dass vor einer Auszahlung zunächst eine Steuer entrichtet werden müsse. Daraus allein ergibt sich jedoch noch kein Nachweis, dass eine solche Zahlung tatsächlich erforderlich ist oder dass das Geld anschließend ausgezahlt wird. Insbesondere sollte eine zusätzliche Überweisung an die Plattform nicht allein deshalb erfolgen, weil sie als Voraussetzung für die Freigabe eines angeblichen Guthabens dargestellt wird.

Ähnliches gilt für angebliche Liquiditätsnachweise oder Sicherheitsleistungen. Wird erklärt, ein Anleger müsse zunächst einen bestimmten Betrag einzahlen, damit nachgewiesen werden könne, dass ausreichende Liquidität vorhanden sei, sollte der Vorgang fachkundig überprüft werden. Auch eine angebliche Freischaltung eines Kontos gegen Zahlung kann ein Warnsignal sein.

Bei einer verweigerten Auszahlung von Nova C Solutions sollte außerdem darauf geachtet werden, ob die Begründung im Verlauf verändert wird. Werden zunächst technische Probleme genannt, anschließend eine Compliance-Prüfung und danach eine Steuer- oder Gebührenforderung, kann diese Entwicklung für die spätere rechtliche Bewertung relevant sein.

Ein weiteres Risiko besteht bei Fernwartungssoftware. Wenn ein angeblicher Broker einen Anleger auffordert, Programme zur Fernsteuerung des Computers oder Smartphones zu installieren, sollte äußerste Vorsicht gelten. Dadurch können Dritte unter Umständen Zugriff auf den Bildschirm oder bestimmte Funktionen des Geräts erhalten. Eine solche Software sollte nicht installiert werden, nur weil dies angeblich für eine Auszahlung, eine Kontoprüfung oder eine technische Unterstützung notwendig sei.

Besonders aufmerksam sollten Anleger werden, wenn nach einer verweigerten Auszahlung der Kontakt intensiviert wird. Wiederholte Anrufe, WhatsApp-Nachrichten, angebliche Eskalationen an einen Compliance-Beauftragten oder Hinweise auf einen unmittelbar bevorstehenden Verlust des Guthabens können psychischen Druck erzeugen. Eine finanzielle Entscheidung sollte nicht unter einem solchen Druck getroffen werden.

Auch Aussagen wie „nur noch diese eine Zahlung“, „danach ist die Auszahlung garantiert“ oder „das Geld wird unmittelbar anschließend freigegeben“ sollten nicht ungeprüft übernommen werden. Gerade wenn bereits erhebliche Beträge investiert wurden, besteht die Gefahr, dass Anleger weitere Zahlungen leisten, weil sie ihr bereits eingesetztes Geld zurückerhalten möchten.

Wer bei nova-c-solutions(.)com mit einer solchen Situation konfrontiert ist, sollte deshalb zunächst keine weitere Zahlung vornehmen. Stattdessen sollten sämtliche Forderungen dokumentiert und die Kommunikation gesichert werden. Dazu gehören Nachrichten, E-Mails, Zahlungsaufforderungen, Rechnungen, angebliche Bescheinigungen sowie Angaben zu den Empfängerkonten.

Eine verweigerte Auszahlung bedeutet nicht automatisch, dass ein bestimmter Straftatbestand erfüllt ist. Sie kann jedoch zusammen mit weiteren Umständen ein wichtiges Warnsignal darstellen. Gerade wenn eine Auszahlung wiederholt an neue finanzielle Bedingungen geknüpft wird, sollte der Vorgang nicht isoliert betrachtet werden.

Für die Frage, ob und wie Geld zurück verlangt werden kann, ist außerdem entscheidend, welche Zahlungen bereits erfolgt sind. Banküberweisungen, Kreditkartenzahlungen und Kryptotransaktionen unterscheiden sich erheblich. Deshalb sollte möglichst früh eine genaue Übersicht über sämtliche Geldflüsse erstellt werden.

Nova C Solutions (nova-c-solutions.com) – Geld zurück?

Wer bereits Geld an Nova C Solutions (nova-c-solutions(.)com) überwiesen hat, stellt sich häufig unmittelbar die Frage: Wie bekomme ich mein Geld zurück? Eine pauschale Antwort ist nicht möglich. Die Möglichkeiten hängen unter anderem davon ab, wann die Zahlung erfolgt ist, über welchen Zahlungsweg sie abgewickelt wurde, wer Empfänger war und ob die transferierten Vermögenswerte noch nachvollzogen werden können.

Bei einer Banküberweisung sollten die betreffenden Zahlungen zunächst vollständig dokumentiert werden. Wichtig sind insbesondere Datum, Betrag, Empfängername, IBAN beziehungsweise Kontodaten, Verwendungszweck und der jeweilige Zahlungsbeleg. Auch kleinere Zahlungen können relevant sein, wenn sie Teil einer größeren Abfolge von Einzahlungen waren.

Bei noch nicht lange zurückliegenden Überweisungen kann die Bank nach den konkreten Umständen prüfen, welche Möglichkeiten bestehen. Begriffe wie Überweisungsrückruf oder Recall werden in diesem Zusammenhang häufig verwendet. Ob eine bereits ausgeführte Zahlung tatsächlich zurückgeholt werden kann, hängt jedoch von den Umständen des Einzelfalls und insbesondere vom Zahlungsstatus und der Mitwirkung der beteiligten Banken ab. Eine erfolgreiche Rückholung kann deshalb nicht garantiert werden.

Anders stellt sich die Situation bei Kryptowährungen dar. Wurde beispielsweise Bitcoin, Ether oder ein anderer Kryptowert an eine Wallet-Adresse übertragen, lässt sich die Transaktion grundsätzlich anhand der Blockchain nachvollziehen. Dafür können Transaktions-Hashes, Wallet-Adressen und weitere technische Informationen von Bedeutung sein.

Eine professionelle Blockchainanalyse kann dazu dienen, die Bewegungen der übertragenen Kryptowährungen nachzuvollziehen. Dabei kann beispielsweise untersucht werden, von welcher Wallet die Transaktion ausging und an welche weitere Adresse die Vermögenswerte übertragen wurden. Je nach Transaktionsstruktur können weitere Wallets oder Kryptodienstleister in die Analyse einbezogen werden.

Auch eine Walletanalyse kann bei der Aufarbeitung eines Kryptoschadens relevant sein. Entscheidend ist dabei eine möglichst vollständige Dokumentation. Anleger sollten deshalb Wallet-Adressen nicht nur kopieren, sondern nach Möglichkeit auch die zugehörigen Transaktions-Hashes und Zeitpunkte sichern.

Wenn Kryptowährungen anschließend an eine Kryptobörse oder einen anderen Zahlungsdienstleister transferiert wurden, können diese Informationen für die weitere Aufklärung des Zahlungsflusses wichtig sein. Eine Blockchaintransaktion allein bedeutet allerdings nicht automatisch, dass sich eine Person hinter einer Wallet eindeutig identifizieren lässt. Die tatsächlichen Möglichkeiten hängen von der jeweiligen Transaktionskette und den verfügbaren Informationen ab.

Neben den Zahlungsdaten sollten auch sämtliche Kommunikationsunterlagen erhalten bleiben. Dazu gehören E-Mails, WhatsApp-Nachrichten, Telegram-Nachrichten, Chatverläufe, Screenshots der Handelsplattform und gegebenenfalls Vertragsunterlagen. Auch Aussagen eines angeblichen Brokers über Gewinne, Auszahlungen oder zusätzliche Gebühren können für die Rekonstruktion des Geschehens relevant sein.

Eine Strafanzeige kann je nach Sachlage ebenfalls in Betracht kommen. Sie ersetzt jedoch nicht die zivilrechtliche Prüfung möglicher Ansprüche und sollte nicht mit einer Garantie auf Rückzahlung gleichgesetzt werden. Für die Frage, ob Schadensersatzansprüche bestehen, ist vielmehr eine individuelle rechtliche Prüfung erforderlich.

Daneben können Ansprüche gegen unterschiedliche Beteiligte geprüft werden. In Betracht kommen je nach Sachverhalt beispielsweise der Plattformbetreiber, beteiligte Zahlungsdienstleister oder weitere Personen und Unternehmen. Ob tatsächlich ein Anspruch auf Schadensersatz besteht, lässt sich nur anhand der konkreten Umstände beurteilen.

Bei der Frage nach der Rückholung von Geldern spielt auch die Vermögenssicherung eine Rolle. Wenn konkrete Anhaltspunkte dafür bestehen, dass Vermögenswerte noch vorhanden sind oder bestimmte Zahlungsströme nachvollzogen werden können, kann eine zeitnahe rechtliche Prüfung von Bedeutung sein. Welche Maßnahmen sinnvoll und zulässig sind, hängt jedoch vom Einzelfall ab.

Anleger sollten außerdem vorsichtig sein, wenn sich nach einem Verlust eine zweite Person meldet und verspricht, das Geld gegen eine weitere Gebühr zurückzuholen. Solche Konstellationen können zu einem sogenannten Recovery-Betrug führen. Wer bereits Geld verloren hat, sollte deshalb nicht automatisch einer weiteren Zahlungsforderung folgen, nur weil diese mit der Rückholung des ursprünglichen Verlustes begründet wird.

Bei Nova C Solutions sollte deshalb zunächst eine vollständige Schadensübersicht erstellt werden. Dazu gehören alle Einzahlungen, eventuelle weitere Gebühren, Kryptotransaktionen, Empfängerdaten und die Kommunikation mit den Ansprechpartnern. Erst auf dieser Grundlage lässt sich sinnvoll prüfen, welche Schritte zur Durchsetzung möglicher Ansprüche in Betracht kommen.

Ein Anwalt kann die Unterlagen rechtlich bewerten und prüfen, welche Anspruchsgegner in Betracht kommen und welche Maßnahmen zur Sicherung beziehungsweise Durchsetzung möglicher Ansprüche sinnvoll sein können. Dabei sollte ausdrücklich zwischen gesicherten Tatsachen, bloßen Angaben der Plattform und noch ungeklärten Sachverhalten unterschieden werden.

Nova C Solutions (nova-c-solutions.com) – Was tun?

Wer bereits Kontakt zu Nova C Solutions (nova-c-solutions(.)com) hatte und Zweifel an der Seriosität der Plattform entwickelt, sollte zunächst Ruhe bewahren und keine weiteren finanziellen Entscheidungen unter Zeitdruck treffen. Besonders wichtig ist, nicht vorschnell weitere Zahlungen zu leisten, nur weil eine Auszahlung angeblich von einer zusätzlichen Gebühr, Steuer, Sicherheitsleistung oder Freischaltung abhängig gemacht wird.

Der erste Schritt besteht darin, sämtliche Unterlagen zu sichern. Dazu gehören Kontoauszüge, Überweisungsbelege, Wallet-Adressen, Transaktions-Hashes, Screenshots, Chatverläufe und E-Mails. Auch Telefonnummern, Namen der Ansprechpartner, verwendete E-Mail-Adressen und Angaben zu angeblichen Unternehmen sollten dokumentiert werden.

Screenshots sollten möglichst den vollständigen Zusammenhang erkennen lassen. Wenn beispielsweise auf einem Onlinekonto ein bestimmtes Guthaben angezeigt wird, sollte nicht nur die Zahl selbst, sondern nach Möglichkeit auch die betreffende Seite mit URL, Datum und weiteren relevanten Informationen gesichert werden. Gleiches gilt für Zahlungsaufforderungen.

Bei Kryptotransaktionen sollten Anleger die verwendeten Wallet-Adressen und Transaktionsdaten besonders sorgfältig sichern. Werden diese Informationen später für eine Blockchain- oder Walletanalyse benötigt, können unvollständige Angaben die Rekonstruktion des Zahlungsflusses erschweren.

Falls ein angeblicher Mitarbeiter oder Broker über WhatsApp kommuniziert, sollten die entsprechenden Chats nicht vorschnell gelöscht werden. Auch Sprachnachrichten, Bilder, Dokumente und weitergeleitete Zahlungsaufforderungen können relevante Informationen enthalten.

Gleichzeitig sollte der Kontakt zu Personen, die weitere Zahlungen verlangen, nicht dazu führen, dass immer neue finanzielle Verpflichtungen eingegangen werden. Wenn Zweifel bestehen, sollte eine unabhängige Prüfung erfolgen, bevor weitere Zahlungen vorgenommen werden.

Besondere Vorsicht gilt bei Fernwartungssoftware. Wurde auf Anweisung eines angeblichen Brokers eine Software zur Fernsteuerung installiert, sollte geprüft werden, ob der Fernzugriff noch besteht. Je nach Programm und Betriebssystem kann es erforderlich sein, die betreffende Software zu entfernen und Zugangsdaten zu ändern. Wurden Passwörter während einer Fernwartung eingegeben oder offengelegt, sollten diese möglichst von einem sicheren Gerät aus geändert werden.

Auch das eigene Bankkonto sollte überprüft werden. Anleger sollten ihre Bank über verdächtige Zahlungsvorgänge informieren und die konkreten Transaktionen mitteilen. Dabei sollten sämtliche Zahlungsdaten bereitgehalten werden. Die Bank kann anschließend prüfen, welche Maßnahmen im konkreten Fall noch möglich sind.

Bei Zahlungen über Kryptobörsen können auch die jeweiligen Anbieter informiert werden. Hierfür sind möglichst genaue Angaben zu den Transaktionen erforderlich. Insbesondere Transaktions-Hashes und Wallet-Adressen können dabei eine wichtige Grundlage darstellen.

Eine Strafanzeige kann abhängig von den Umständen ebenfalls geprüft werden. Für die Aufarbeitung sollte eine möglichst vollständige Dokumentation des gesamten Kontakts erstellt werden. Dazu gehören nicht nur die tatsächlich gezahlten Beträge, sondern auch die Entwicklung der Kommunikation und sämtliche Versprechen hinsichtlich Rendite und Auszahlung.

Behörden können ebenfalls über relevante Sachverhalte informiert werden. Dabei sollten keine Vermutungen als gesicherte Tatsachen dargestellt werden. Sinnvoll ist eine chronologische Darstellung: Wann erfolgte der Erstkontakt? Welche Leistungen wurden angeboten? Welche Zahlungen wurden verlangt? Wohin wurde das Geld überwiesen? Welche Auszahlung wurde verlangt? Welche Begründung wurde für eine Verzögerung oder Verweigerung genannt?

Wer einen Anwalt einschalten möchte, sollte diesem möglichst früh die vollständige Dokumentation zur Verfügung stellen. Dazu gehört insbesondere eine Tabelle oder Übersicht sämtlicher Zahlungen. Bei Kryptowährungen sollten die jeweiligen Wallet-Adressen und Transaktionsdaten ergänzt werden.

Ein häufiger Fehler besteht darin, nur die letzte Zahlungsaufforderung zu sichern. Für eine rechtliche Bewertung kann jedoch gerade der gesamte Ablauf wichtig sein. Deshalb sollten auch frühere Nachrichten, ursprüngliche Vertragsunterlagen, Werbeanzeigen und Angaben zu den angeblichen Ansprechpartnern erhalten bleiben.

Ein weiterer Fehler besteht darin, nach einer ersten erfolglosen Rückzahlungsforderung nochmals Geld zu überweisen. Wird behauptet, die Rückzahlung sei nur nach einer zusätzlichen Zahlung möglich, sollte diese Forderung unabhängig geprüft werden. Dies gilt insbesondere dann, wenn bereits zuvor mehrere Zahlungen mit unterschiedlichen Begründungen verlangt wurden.

Auch sogenannte Recovery-Angebote sollten kritisch geprüft werden. Wenn sich nach einem Verlust ein angeblicher Rechtsanwalt, Finanzexperte, Ermittler oder Recovery-Spezialist meldet und gegen Vorauszahlung eine Rückholung des Geldes verspricht, sollte nicht allein aufgrund dieser Darstellung Vertrauen entstehen. Die Identität und Berechtigung des jeweiligen Ansprechpartners müssen eigenständig überprüft werden.

Bei Nova C Solutions (nova-c-solutions(.)com) ist angesichts der vorliegenden Warnhinweise insbesondere die Frage der tatsächlichen Identität des Anbieters relevant. Anleger sollten deshalb nicht allein auf eine auf der Website genannte Gesellschaft oder Geschäftsadresse vertrauen. Wenn Unternehmensangaben verwendet werden, sollte geprüft werden, ob tatsächlich eine Verbindung zwischen der genannten Gesellschaft und der konkreten Website besteht.

Wer bereits investiert hat, sollte sämtliche weiteren Schritte möglichst strukturiert angehen: keine weiteren Zahlungen ohne vorherige Prüfung, Beweise sichern, Bank und gegebenenfalls Kryptodienstleister informieren, technische Zugänge absichern und die rechtlichen Möglichkeiten anhand der konkreten Unterlagen prüfen lassen. Auf diese Weise lässt sich zumindest vermeiden, dass durch weitere Zahlungen oder den Verlust wichtiger Informationen zusätzliche Nachteile entstehen.

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