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Betrugswarnung

Lyon Griffiths Projektgruppe (lyongriffiths.com) – Erfahrungen, Auszahlung, Betrug und Geld zurück

22. Oktober 202613 Min. Lesezeit
Arthur Wilms
Arthur WilmsRechtsanwalt

Lyon Griffiths Projektgruppe (lyongriffiths.com) – Betrug?

Bei der Lyon Griffiths Projektgruppe bestehen nach den vorliegenden Angaben mehrere Punkte, die von Anlegern und Betroffenen sorgfältig geprüft werden sollten. Besonders auffällig sind Berichte über Zahlungswege, bei denen das Geld offenbar nicht unmittelbar an einen Empfänger fließt, der mit der Lyon Griffiths Projektgruppe übereinstimmt. Stattdessen sollen teilweise anders bezeichnete Unternehmen oder Personen als Zahlungsempfänger auftreten. Für Anleger ist eine solche Abweichung zwischen dem Namen der Plattform und dem tatsächlichen Empfänger grundsätzlich erklärungsbedürftig.

Bei einer Geldanlage kommt es nicht allein darauf an, wie professionell eine Internetseite gestaltet ist oder welchen Namen eine Plattform verwendet. Entscheidend ist unter anderem, mit welcher Gesellschaft der Anleger tatsächlich einen Vertrag schließt, auf welches Konto die Einzahlung erfolgt, wem dieses Konto zugeordnet ist und welcher konkrete Zahlungszweck angegeben wird. Stimmen diese Informationen nicht nachvollziehbar miteinander überein, sollte die Situation genauer untersucht werden.

Nach den vorliegenden Angaben soll es beispielsweise einen Fall gegeben haben, bei dem ein Anleger 8.000 Euro überwiesen haben soll, während auf dem Zahlungsbeleg eine andere Gesellschaft als Empfänger erschien. Kurz darauf soll eine weitere Zahlung auf ein anderes Konto verlangt worden sein. Ein solcher Wechsel ist nicht automatisch der Beweis für einen Betrug. Er kann jedoch eine erhebliche Bedeutung haben, wenn die Plattform keine nachvollziehbare Erklärung für die unterschiedlichen Zahlungsempfänger liefert.

Gerade bei Anlageangeboten sollte deshalb nicht nur der auf einer Plattform angezeigte Kontostand betrachtet werden. Ein virtuelles Kundenkonto oder eine interne Darstellung von Gewinnen beweist für sich genommen noch nicht, dass die entsprechenden Vermögenswerte tatsächlich vorhanden sind. Von Bedeutung sind vielmehr die tatsächlichen Zahlungsströme. Dazu gehören insbesondere Überweisungen, Empfänger, Kontonummern beziehungsweise IBANs, Zahlungszeitpunkte und die jeweiligen Zahlungsanweisungen.

Besondere Vorsicht ist geboten, wenn sich die Zahlungsdaten während der Geschäftsbeziehung mehrfach verändern. Wird zunächst ein bestimmtes Konto genannt und später ein weiteres Konto einer anderen Gesellschaft oder sogar einer Privatperson, sollte nachvollzogen werden, weshalb diese Änderung erfolgt. Gleiches gilt, wenn unterschiedliche Ansprechpartner jeweils neue Zahlungsanweisungen erteilen oder erklären, dass eine weitere Zahlung erforderlich sei, damit eine Auszahlung erfolgen könne.

Ein weiterer Punkt betrifft sogenannte Money-Mule- beziehungsweise Finanzagentenstrukturen. Nach den vorliegenden Angaben besteht der Verdacht, dass Zahlungen bei der Lyon Griffiths Projektgruppe teilweise über Konten laufen könnten, die nicht unmittelbar mit dem Namen der Plattform verbunden sind. Solche Zahlungswege können unterschiedliche Ursachen haben und dürfen nicht allein aufgrund einer abweichenden Bezeichnung als Beweis für eine bestimmte Straftat gewertet werden. Für eine rechtliche und tatsächliche Bewertung kann die konkrete Zahlungsstruktur jedoch von erheblicher Bedeutung sein.

Für Betroffene stellt sich deshalb häufig die Frage: Ist die Lyon Griffiths Projektgruppe seriös oder bestehen Anhaltspunkte für einen möglichen Anlagebetrug? Diese Frage lässt sich nicht allein anhand einer Internetseite beantworten. Entscheidend ist eine Gesamtschau der tatsächlichen Kommunikation, der Vertragsunterlagen, der Zahlungswege und des Verhaltens bei einer verlangten Auszahlung.

Auch die Erfahrungen einzelner Anleger sollten dabei nicht isoliert betrachtet werden. Positive Rückmeldungen oder angeblich erfolgreiche Auszahlungen können ebenso wenig allein die Seriosität eines Angebots beweisen wie einzelne negative Berichte automatisch einen Betrug belegen. Anleger sollten vielmehr prüfen, ob sich die Angaben anhand objektiver Unterlagen nachvollziehen lassen.

Problematisch kann insbesondere die Situation werden, wenn zunächst Gewinne angezeigt werden und anschließend eine Auszahlung nicht durchgeführt wird. Werden daraufhin weitere Zahlungen verlangt, etwa für angebliche Freischaltungen, Sicherheitsprüfungen oder andere Voraussetzungen, sollte vor einer erneuten Überweisung sorgfältig geprüft werden, ob diese Forderung tatsächlich berechtigt ist.

Nach einem bereits eingetretenen finanziellen Schaden besteht zudem das Risiko weiterer Kontaktversuche. Nach den vorliegenden Angaben sollen Betroffene nach einem Verlust teilweise von angeblichen Rückholstellen oder vermeintlichen Behörden kontaktiert werden. Damit kann eine zweite Risikostufe entstehen: Neben dem ursprünglichen Verlust kann die Gefahr bestehen, dass Betroffene aufgrund der Hoffnung auf eine Rückzahlung erneut Geld überweisen.

Aus diesem Grund sollte die Lyon Griffiths Projektgruppe nicht nur unter dem Gesichtspunkt einer möglichen Auszahlung betrachtet werden. Ebenso wichtig ist die Frage, welche Personen und Unternehmen tatsächlich hinter den Zahlungsaufforderungen stehen und ob die behaupteten Geschäftsbeziehungen nachweisbar sind.

Lyon Griffiths Projektgruppe (lyongriffiths.com) – Verweigert Auszahlung?

Eine verweigerte oder immer wieder verschobene Auszahlung gehört zu den Situationen, bei denen Anleger besonders genau hinschauen sollten. Nach den vorliegenden Angaben bestehen bei der Lyon Griffiths Projektgruppe Anhaltspunkte für Zahlungsprobleme und unterschiedliche Empfängerkonten. Für Betroffene kann daher entscheidend sein, die Entwicklung der Geschäftsbeziehung zeitlich genau zu dokumentieren.

Eine Auszahlung sollte grundsätzlich anhand der konkreten Vertrags- und Zahlungsbeziehung nachvollziehbar sein. Hat ein Anleger beispielsweise Geld auf Grundlage eines bestimmten Vertrages eingezahlt, sollte feststehen, welche Gesellschaft Vertragspartner ist, welches Konto für Einzahlungen vorgesehen war und nach welchen Bedingungen eine Auszahlung erfolgen soll.

Kommt es dagegen zu einem Wechsel der Ansprechpartner oder Kontodaten, sollte die Ursache dafür nachvollziehbar erklärt werden. Besonders relevant ist, wenn eine Auszahlung zunächst zugesagt wird, anschließend jedoch neue Voraussetzungen genannt werden. Werden hierfür weitere Zahlungen verlangt, sollten Anleger nicht allein aufgrund des Zeitdrucks reagieren.

Ein häufiger Problembereich bei mutmaßlichen Anlagebetrugsfällen besteht darin, dass ein vorhandener Kontostand mit tatsächlich verfügbaren Vermögenswerten verwechselt wird. Eine Plattform kann einen bestimmten Betrag auf einem Kundenkonto darstellen. Daraus folgt jedoch nicht automatisch, dass dieser Betrag tatsächlich auf einem separaten Konto vorhanden ist oder für den Anleger ausgezahlt werden kann.

Deshalb sollte bei einer Prüfung der Lyon Griffiths Projektgruppe der Blick auf die tatsächlichen Zahlungsflüsse gerichtet werden. Welche Summe wurde tatsächlich überwiesen? An wen wurde sie überwiesen? Welche Bankverbindung wurde verwendet? Welche Firma oder Person war als Empfänger angegeben? Gab es mehrere Konten? Haben sich die Zahlungsempfänger verändert? Und welche Begründung wurde dafür genannt?

Auch die Kommunikation mit angeblichen Ansprechpartnern kann wichtige Informationen liefern. E-Mails, Chatverläufe, Nachrichten über Messenger, Gesprächsnotizen und Telefonnummern können später dabei helfen, den Ablauf der Geschäftsbeziehung zu rekonstruieren. Gerade wenn verschiedene Personen unter unterschiedlichen Namen aufgetreten sind, sollte möglichst genau festgehalten werden, wer welche Zahlungsanweisung erteilt hat.

Bei einer verweigerten Auszahlung sollte zudem zwischen einer echten vertraglichen Voraussetzung und einer nachträglich aufgestellten Forderung unterschieden werden. Nicht jede zusätzliche Prüfung ist automatisch unzulässig. Banken, Zahlungsdienstleister und regulierte Finanzunternehmen können unter bestimmten Umständen Identitäts- oder Herkunftsnachweise verlangen. Entscheidend ist daher der konkrete Zusammenhang.

Anders ist die Situation zu bewerten, wenn eine Auszahlung immer wieder davon abhängig gemacht wird, dass zuvor neues Geld überwiesen wird, und sich die Begründungen dabei verändern. Wird beispielsweise zunächst eine bestimmte Gebühr genannt, später eine weitere Zahlung verlangt und anschließend ein neuer Empfänger mit einer weiteren Begründung angegeben, sollte dieser Ablauf umfassend dokumentiert und rechtlich geprüft werden.

Besondere Bedeutung können in diesem Zusammenhang die Empfängerkonten haben. Wenn der Name des Zahlungsempfängers nicht mit dem Namen der Lyon Griffiths Projektgruppe übereinstimmt, sollte nicht vorschnell angenommen werden, dass es sich lediglich um einen technischen Zahlungsdienstleister handelt. Vielmehr sollte geklärt werden, welche Funktion der genannte Empfänger tatsächlich hat und weshalb die Zahlung über dieses Konto erfolgen sollte.

Auch bei einer angeblichen Auszahlung sollte Vorsicht gelten. Ein Screenshot einer Zahlungsbestätigung, ein PDF mit Banklogo oder eine E-Mail mit einem angeblichen Transaktionsnachweis beweist nicht zwingend, dass eine Zahlung tatsächlich ausgeführt wurde. Bei Zweifeln sollte deshalb nach Möglichkeit unabhängig geprüft werden, ob eine entsprechende Transaktion tatsächlich stattgefunden hat.

Für Betroffene kann außerdem relevant sein, ob nach einer Auszahlungssperre plötzlich ein neuer Ansprechpartner auftritt. Nach den vorliegenden Angaben können insbesondere sogenannte Rückholkontakte problematisch sein. Personen oder Organisationen können sich nach einem Verlust als Ermittler, Behördenmitarbeiter oder Spezialisten für die Rückführung verlorener Gelder ausgeben.

Die Hoffnung, das bereits verlorene Geld zurückzuerhalten, kann dabei gezielt angesprochen werden. Verlangt die angebliche Rückholstelle anschließend eine Vorauszahlung, sollte besondere Vorsicht gelten. Ein professionelles Schreiben, ein behördlich wirkendes Logo oder ein angebliches Aktenzeichen reicht nicht aus, um die Echtheit des Kontakts zu belegen.

Für die Frage, ob bei der Lyon Griffiths Projektgruppe tatsächlich ein Anspruch auf Auszahlung besteht oder welche rechtlichen Schritte im Einzelfall geprüft werden können, kommt es auf die konkrete Vertrags- und Zahlungssituation an. Dabei kann eine anwaltliche Prüfung sinnvoll sein, insbesondere wenn bereits erhebliche Beträge überwiesen wurden oder mehrere Empfänger beteiligt sind.

Lyon Griffiths Projektgruppe (lyongriffiths.com) – Geld zurück?

Wer über die Lyon Griffiths Projektgruppe Geld verloren hat, stellt sich häufig die Frage, ob das investierte Kapital zurückgeholt werden kann. Eine pauschale Zusage ist hierbei nicht möglich. Ob und in welchem Umfang Ansprüche bestehen und welche Maßnahmen sinnvoll sind, hängt wesentlich vom konkreten Ablauf, den beteiligten Unternehmen, den Zahlungswegen und dem aktuellen Verbleib der Gelder ab.

Gerade deshalb sollte die Suche nach dem Geld nicht bei der Plattformoberfläche enden. Entscheidend können die tatsächlichen Zahlungsbewegungen sein. Bei einer Banküberweisung sind beispielsweise der Empfängername, die IBAN, die Bank, der Betrag, das Datum und der Verwendungszweck von Bedeutung. Bei mehreren Überweisungen sollte eine vollständige chronologische Übersicht erstellt werden.

Wenn unterschiedliche Empfänger aufgetreten sind, sollte jeder einzelne Zahlungsvorgang getrennt erfasst werden. Ein möglicher Zahlungsweg kann beispielsweise mit einer ersten Überweisung an ein Unternehmen beginnen und anschließend über weitere Konten führen. Für die rechtliche und wirtschaftliche Bewertung kann es wichtig sein, diese Entwicklung vollständig nachvollziehen zu können.

Bei Kryptowährungen ist die Dokumentation ebenfalls besonders wichtig. Hierzu gehören insbesondere die verwendete Kryptobörse, die Wallet-Adresse des Empfängers, der Transaktionszeitpunkt, der übertragene Betrag, die jeweilige Kryptowährung und die Transaktionskennung beziehungsweise der Transaktionshash. Diese Daten können die Grundlage für eine spätere Blockchainanalyse bilden.

Dabei sollte nicht davon ausgegangen werden, dass eine Kryptowährungstransaktion mit der ersten Zieladresse endet. Je nach konkretem Zahlungsweg können Vermögenswerte anschließend auf weitere Wallets übertragen werden. Auch Umtauschvorgänge zwischen verschiedenen Kryptowährungen können die Nachverfolgung erschweren.

Nach den vorliegenden Angaben spielen bei der Lyon Griffiths Projektgruppe sowohl Krypto- als auch mögliche Geldwäschestrukturen eine Rolle. Für Betroffene bedeutet dies vor allem, dass eine Untersuchung der Zahlungswege möglichst vollständig erfolgen sollte. Eine Analyse allein der ersten bekannten Adresse kann möglicherweise zu kurz greifen.

Auch die Verwendung von Money-Mule-Konten kann die Rückverfolgung erschweren. Wenn Geld zunächst an ein Konto überwiesen wird, das nicht auf den Namen der Plattform lautet, und anschließend weitergeleitet wird, können mehrere Zahlungsschritte entstehen. Das bedeutet nicht automatisch, dass jeder Kontoinhaber an einer Täuschung beteiligt ist. Für die Aufklärung des Zahlungsweges kann die Information über sämtliche Empfänger jedoch relevant sein.

Neben dem Geld selbst können weitere Aspekte eine Rolle spielen. Anleger sollten prüfen, welche persönlichen Daten sie im Verlauf der Geschäftsbeziehung übermittelt haben. Dazu können Ausweiskopien, Adressnachweise, Bankunterlagen, Telefonnummern, E-Mail-Adressen oder andere Identifikationsdaten gehören.

Besondere Vorsicht ist geboten, wenn nach einem Verlust ein neuer Kontakt mit dem Versprechen auftritt, das Geld bereits gefunden zu haben. Die Aussicht auf eine schnelle Rückzahlung kann emotional erheblichen Druck erzeugen. Werden gleichzeitig Gebühren, Sicherheitszahlungen, Steuern oder andere Beträge verlangt, sollte die behauptete Organisation zunächst unabhängig überprüft werden.

Ein echter Behördenkontakt sollte nicht allein deshalb angenommen werden, weil eine Nachricht amtlich aussieht. Auch Namen, Logos, Siegel und angebliche Aktenzeichen können in gefälschten Schreiben verwendet werden. Wer nach einem Verlust von einer vermeintlichen Rückholstelle kontaktiert wird, sollte deshalb nicht ungeprüft weitere Zahlungen leisten.

Für die Frage „Lyon Griffiths Projektgruppe Geld zurück?“ ist außerdem wichtig, zwischen der bloßen Hoffnung auf eine Rückzahlung und einem tatsächlich durchsetzbaren Anspruch zu unterscheiden. Ein Anspruch kann beispielsweise davon abhängen, welche Vereinbarung geschlossen wurde, wer Vertragspartner war, wohin das Geld überwiesen wurde und ob weitere beteiligte Unternehmen identifiziert werden können.

Eine anwaltliche Prüfung kann deshalb insbesondere dann sinnvoll sein, wenn die Zahlungsstruktur unübersichtlich ist oder mehrere Unternehmen und Konten beteiligt waren. Dabei sollte nicht nur die ursprüngliche Plattform untersucht werden. Ebenso relevant können Empfängerbanken, Zahlungsdienstleister, Kryptobörsen und weitere beteiligte Stellen sein.

Betroffene sollten deshalb möglichst keine Unterlagen löschen, auch wenn einzelne Nachrichten zunächst unwichtig erscheinen. Eine scheinbar nebensächliche E-Mail kann später beispielsweise erklären, weshalb eine bestimmte IBAN genannt wurde. Ebenso können Telefonnummern oder E-Mail-Adressen dabei helfen, verschiedene Ansprechpartner miteinander zu verbinden.

Eine vollständige Dokumentation kann außerdem verhindern, dass wichtige Details nach mehreren Wochen oder Monaten verloren gehen. Empfehlenswert ist eine chronologische Zusammenstellung aller Kontakte und Zahlungen. Dazu gehören Datum, Uhrzeit, Betrag, Empfänger, verwendetes Zahlungsmittel und die jeweils gegebene Begründung.

Je genauer die tatsächlichen Geldflüsse dokumentiert sind, desto besser lässt sich anschließend prüfen, welche Möglichkeiten für eine Rückverfolgung und eine rechtliche Durchsetzung bestehen. Eine Garantie für eine Rückzahlung lässt sich daraus allerdings nicht ableiten.

Lyon Griffiths Projektgruppe (lyongriffiths.com) – Was tun?

Wer mit der Lyon Griffiths Projektgruppe in Kontakt stand und Zweifel an der Seriosität des Angebots oder an einer Auszahlung hat, sollte zunächst weitere finanzielle Verpflichtungen vermeiden, solange die Situation nicht geklärt ist. Dies gilt insbesondere dann, wenn bereits ein erheblicher Betrag überwiesen wurde und nun eine weitere Zahlung verlangt wird.

Der erste Schritt sollte in einer möglichst vollständigen Sicherung der vorhandenen Informationen bestehen. Dazu gehören Verträge, Kontoauszüge, Überweisungsbelege, Zahlungsanweisungen, E-Mails, Chatverläufe, Screenshots, Telefonnummern und Namen der Ansprechpartner. Auch die genaue Internetadresse, über die der Kontakt erfolgte, kann für die spätere Prüfung wichtig sein.

Bei Banküberweisungen sollten die Empfängerdaten vollständig gesichert werden. Dazu zählen insbesondere Name des Zahlungsempfängers, IBAN, BIC, Bank, Betrag, Datum und Verwendungszweck. Wenn mehrere Konten genannt wurden, sollten diese nicht zusammengefasst, sondern einzeln dokumentiert werden.

Bei Kryptowährungen sollte zusätzlich eine Übersicht sämtlicher Transaktionen erstellt werden. Wallet-Adressen und Transaktions-Hashes sollten vollständig übernommen werden. Auch die verwendete Kryptobörse oder der Anbieter, über den der Kauf und Versand der Kryptowährungen erfolgte, kann für die weitere Analyse relevant sein.

Wichtig ist außerdem die Sicherung der Kommunikationsdaten. Wenn ein Ansprechpartner telefonisch Druck ausgeübt hat, sollten Telefonnummer, Zeitpunkt und möglichst auch der Inhalt des Gesprächs festgehalten werden. Bei E-Mails sollten nicht nur einzelne Textpassagen gespeichert werden. Nach Möglichkeit sollten die vollständigen Nachrichten einschließlich der vorhandenen technischen Informationen erhalten bleiben.

Besondere Vorsicht ist nach einem bereits eingetretenen Verlust bei neuen Kontaktversuchen angebracht. Nach den vorliegenden Angaben sollen Betroffene der Lyon Griffiths Projektgruppe mitunter von angeblichen Behörden, Ermittlern oder Rückholstellen kontaktiert werden. Ein solcher Kontakt sollte unabhängig überprüft werden, bevor irgendwelche weiteren Zahlungen erfolgen.

Insbesondere die Behauptung, ein bestimmter Betrag sei bereits gefunden oder eingefroren worden und könne nur nach Zahlung einer Gebühr freigegeben werden, sollte kritisch geprüft werden. Gleiches gilt für angebliche Sicherheitsverträge, Freischaltungsgebühren oder sonstige Vorauszahlungen.

Für eine Prüfung der Zahlungsstruktur kann es hilfreich sein, sämtliche Empfänger in einer Übersicht gegenüberzustellen. Dabei sollte festgehalten werden, welcher Empfänger zu welchem Zeitpunkt genannt wurde, wer die Zahlung verlangt hat und welche Begründung dafür angegeben wurde. Auf diese Weise können Wechsel und Widersprüche leichter erkannt werden.

Wenn mehrere Gesellschaften oder Privatpersonen als Empfänger auftreten, sollte außerdem geprüft werden, ob eine nachvollziehbare geschäftliche Beziehung zur Lyon Griffiths Projektgruppe besteht. Eine abweichende Empfängerbezeichnung allein beweist zwar keinen Betrug. Fehlt jedoch eine plausible Erklärung oder ändern sich die Kontodaten wiederholt, kann dies ein wichtiger Prüfpunkt sein.

Bei der rechtlichen Bewertung sollte zudem zwischen dem ursprünglichen Anlagevertrag und späteren Zahlungsaufforderungen unterschieden werden. Es kann erforderlich sein, verschiedene Beteiligte getrennt zu betrachten. Dazu können neben der Plattform auch Unternehmen gehören, deren Konten für Zahlungen verwendet wurden.

Wenn Kryptowährungen betroffen sind, kann eine Blockchainanalyse in Betracht kommen. Dabei geht es nicht lediglich darum, die erste Empfängeradresse festzustellen. Je nach Sachverhalt können weitere Transaktionen, Folgeadressen und Umtauschvorgänge untersucht werden. Die technische Nachverfolgung ersetzt jedoch keine rechtliche Bewertung der jeweiligen Beteiligten.

Auch persönliche Daten sollten in die Schadensaufnahme einbezogen werden. Wenn im Rahmen der angeblichen Geldanlage Ausweisdokumente, Bankunterlagen oder andere sensible Unterlagen übermittelt wurden, sollte dokumentiert werden, welche Daten weitergegeben wurden und an wen. Dies kann insbesondere dann relevant werden, wenn später unbekannte Unternehmen oder Personen mit den Betroffenen Kontakt aufnehmen.

Bei größeren finanziellen Schäden oder komplexen Zahlungswegen kann die Einschaltung eines Rechtsanwalts sinnvoll sein, der Erfahrung mit vergleichbaren Anlage- und Online-Betrugsfällen hat. Eine solche Prüfung kann sich darauf konzentrieren, welche Ansprüche bestehen könnten, welche Zahlungswege nachvollzogen werden müssen und welche beteiligten Stellen für eine weitere Aufklärung relevant sind.

Wichtig ist dabei, keine weiteren Zahlungen allein aufgrund von Versprechungen einer schnellen Auszahlung oder Rückholung vorzunehmen. Auch Zeitdruck sollte nicht dazu führen, dass Unterlagen ungeprüft unterschrieben oder neue Zahlungsanweisungen ausgeführt werden.

Die Frage „Lyon Griffiths Projektgruppe – was tun?“ lässt sich deshalb vor allem mit einem strukturierten Vorgehen beantworten: Zahlungsdaten sichern, Kommunikationsverläufe dokumentieren, Empfänger und Wallets erfassen, neue Zahlungsforderungen nicht ungeprüft erfüllen und die gesamte Geschäftsbeziehung anhand der vorhandenen Unterlagen rechtlich bewerten lassen.

Je früher die tatsächlichen Zahlungswege vollständig dokumentiert werden, desto besser kann anschließend geprüft werden, welche Möglichkeiten zur weiteren Aufklärung und gegebenenfalls zur Durchsetzung von Ansprüchen bestehen. Eine Rückzahlung kann dabei nicht garantiert werden. Entscheidend sind die konkreten Umstände des jeweiligen Falls und die noch nachvollziehbaren Vermögensbewegungen.

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