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Betrugswarnung

Kite Rendaris (kiterendaris.com) – Erfahrungen, Auszahlung, Betrug und Geld zurück

22. Oktober 202612 Min. Lesezeit
Arthur Wilms
Arthur WilmsRechtsanwalt

Kite Rendaris (kiterendaris.com) – Betrug?

Die Frage, ob Kite Rendaris (kiterendaris.com) seriös arbeitet oder ob Anhaltspunkte für einen Anlagebetrug bestehen, sollte anhand der konkreten Vorgänge geprüft werden. Bei dem beschriebenen Angebot stehen insbesondere die angeblichen Pre-IPO-Aktien, die spätere Auszahlungssperre und die zusätzliche „IPO Registration Fee“ im Mittelpunkt.

Unter einem IPO, also einem Initial Public Offering, versteht man den erstmaligen Börsengang eines Unternehmens. Beteiligungen vor einem solchen Börsengang können für Anleger grundsätzlich mit besonderen Bedingungen verbunden sein. Gerade deshalb sollte bei einem Angebot wie dem von Kite Rendaris nachvollziehbar sein, welches Unternehmen betroffen ist, welche Wertpapiere angeboten werden, unter welchen Bedingungen der Erwerb erfolgt und wo die Wertpapiere verwahrt werden.

Nach den vorliegenden Angaben soll Anlegern bei Kite Rendaris (kiterendaris.com) vermittelt worden sein, dass sie Aktien eines Unternehmens bereits vor dessen Börsengang erwerben könnten. Dabei kann der Eindruck eines exklusiven Zugangs zu einer begrenzten Gelegenheit entstehen. Wenn zusätzlich Zeitdruck oder ein begrenztes Kontingent kommuniziert wird, sollten die zugrunde liegenden Angaben besonders sorgfältig geprüft werden.

Ein wesentlicher Prüfpunkt ist der tatsächliche Erwerb der Wertpapiere. Eine Zahl im persönlichen Dashboard stellt zunächst lediglich eine Darstellung innerhalb der Plattform dar. Für die rechtliche und wirtschaftliche Bewertung ist vielmehr entscheidend, ob tatsächlich ein Wertpapierbestand für den Anleger erworben wurde.

Auch eine ISIN ist hierfür allein nicht ausreichend. Die International Securities Identification Number dient grundsätzlich der Identifikation eines bestimmten Wertpapiers. Aus der bloßen Anzeige einer ISIN folgt jedoch nicht, dass die entsprechende Aktie tatsächlich gekauft wurde, dass sie einem bestimmten Anleger zugeordnet ist oder dass sie sich tatsächlich in einem Depot befindet.

Deshalb sollte bei Kite Rendaris insbesondere die angebliche Depotbank nachvollziehbar benannt werden können. Anleger sollten prüfen, ob eine konkrete Bank oder ein anderes Wertpapierinstitut als Verwahrstelle genannt wird und ob sich der dort behauptete Bestand unabhängig nachvollziehen lässt.

Eine weitere Auffälligkeit kann entstehen, wenn ein zunächst angezeigter Depotwert erheblich ansteigt, ohne dass für diesen Wertzuwachs eine nachvollziehbare Grundlage besteht. Nach den vorliegenden Angaben soll beispielsweise aus einem ursprünglichen Investment von 20.000 Euro innerhalb weniger Wochen ein angezeigter Depotwert von 64.000 Euro geworden sein.

Ein solcher angezeigter Wert sollte nicht allein aufgrund der Darstellung auf der Plattform als tatsächlich vorhandenes Vermögen angesehen werden. Entscheidend ist, ob der Wert durch einen realen Wertpapierbestand und nachvollziehbare Markt- oder Unternehmensdaten belegt werden kann.

Auch ein angeblicher Aktiensplit sollte genau geprüft werden. Bei einem echten Aktiensplit verändert sich grundsätzlich die Anzahl der Aktien und der rechnerische Wert je Aktie entsprechend. Dadurch entsteht nicht automatisch ein zusätzlicher Vermögenswert. Wenn ein Split als Erklärung für einen erheblichen Vermögenszuwachs verwendet wird, sollten die konkreten Angaben deshalb anhand der tatsächlichen Wertpapierdaten überprüft werden.

Besonders relevant ist die Situation, wenn der Anleger anschließend versucht, seine Position zu verkaufen oder Geld auszahlen zu lassen. Nach den vorliegenden Angaben soll ein Verkaufswunsch mit dem Hinweis abgelehnt worden sein, die Aktien seien bis zum Börsengang gesperrt. Eine solche Begründung sollte anhand der ursprünglichen Vertragsbedingungen überprüft werden.

Wenn eine Auszahlung zunächst nicht möglich ist und anschließend eine zusätzliche „IPO Registration Fee“ verlangt wird, ist auch dieser Vorgang näher zu untersuchen. Entscheidend ist, ob eine solche Gebühr von Anfang an vertraglich vorgesehen war und ob sie tatsächlich mit einer nachvollziehbaren Leistung verbunden ist.

Eine nachträglich auftretende Zahlungspflicht sollte nicht allein deshalb akzeptiert werden, weil sie als Voraussetzung für die Freigabe des bereits angezeigten Guthabens bezeichnet wird. Anleger sollten vielmehr prüfen, welche Vereinbarungen ursprünglich getroffen wurden und ob die nun verlangte Zahlung daraus tatsächlich folgt.

Für die Beurteilung von Kite Rendaris (kiterendaris.com) können daher mehrere Informationen zusammengeführt werden: die ursprüngliche Werbung, die Kommunikation mit den Ansprechpartnern, die Vertragsunterlagen, die Zahlungsbelege, die angezeigten Wertpapierdaten und die Angaben zur Verwahrung.

Besonders wichtig ist dabei die Unterscheidung zwischen einem tatsächlichen Wertpapierdepot und einem lediglich innerhalb einer Plattform dargestellten Kontostand. Nur weil eine Aktie, eine ISIN oder ein bestimmter Depotwert auf einer Webseite angezeigt wird, ist damit noch nicht bewiesen, dass der Anleger tatsächlich Eigentümer eines entsprechenden Wertpapiers geworden ist.

Wenn sich die behauptete Verwahrung nicht nachvollziehen lässt oder widersprüchliche Angaben zu Wertpapieren, Depotbank und Auszahlung bestehen, kann eine rechtliche Prüfung sinnvoll sein. Dabei sollte nicht nur die Plattform selbst, sondern die gesamte Vertrags- und Zahlungsstruktur untersucht werden.

Kite Rendaris (kiterendaris.com) – Verweigert Auszahlung?

Wenn bei Kite Rendaris (kiterendaris.com) eine Auszahlung oder ein Verkauf der angeblich erworbenen Aktien nicht möglich ist, sollte zunächst der genaue Grund dafür dokumentiert werden. Besonders wichtig ist die Frage, ob die Auszahlung aufgrund einer ursprünglich vereinbarten Sperrfrist tatsächlich ausgeschlossen war oder ob die Einschränkung erst nach dem Auszahlungswunsch genannt wurde.

Nach den vorliegenden Angaben soll ein Anleger zunächst einen Betrag von 20.000 Euro investiert haben. Dafür wurden ihm angeblich 2.000 Aktien zu einem Preis von jeweils 10 Euro zugeordnet. Später soll das persönliche Dashboard einen Wert von 64.000 Euro angezeigt haben. Als der Anleger verkaufen beziehungsweise auszahlen lassen wollte, sei dies mit einem Hinweis auf eine Sperre bis zum Börsengang abgelehnt worden.

Ein solcher Ablauf sollte anhand der ursprünglichen Unterlagen rekonstruiert werden. Entscheidend sind insbesondere die Bedingungen, unter denen die Aktien angeblich erworben wurden. Wenn eine Sperrfrist tatsächlich vereinbart wurde, sollte nachvollziehbar sein, wo diese Regelung dokumentiert ist und wann der Börsengang stattfinden sollte.

Wurde eine entsprechende Einschränkung dagegen erst nachträglich mitgeteilt, kann dies für die rechtliche Bewertung von Bedeutung sein. Auch Angaben zum angeblichen IPO sollten vollständig gesichert werden.

Besondere Aufmerksamkeit verdient die anschließend verlangte „IPO Registration Fee“. Nach den vorliegenden Angaben soll eine Zahlung von 6.000 Euro verlangt worden sein, bevor eine Auszahlung möglich sein sollte.

Vor einer solchen Zahlung sollte geprüft werden, ob die Gebühr bereits im ursprünglichen Vertrag vorgesehen war. Ebenso sollte geprüft werden, wer Zahlungsempfänger ist und welche konkrete Leistung mit der Gebühr verbunden sein soll.

Eine Bezeichnung als „IPO Registration Fee“ belegt für sich genommen nicht, dass eine solche Zahlung tatsächlich erforderlich ist. Entscheidend sind die konkreten Vertragsunterlagen und die tatsächlichen Abläufe.

Auch die Höhe der angeblichen Wertsteigerung sollte dokumentiert werden. Screenshots des Dashboards können später zeigen, welcher Depotwert zu welchem Zeitpunkt angezeigt wurde. Dabei sollte möglichst die vollständige Internetadresse kiterendaris.com sichtbar sein.

Neben dem Trading-Dashboard sollten Anleger sämtliche Wertpapierabrechnungen sichern. Dazu gehören Angaben zur Stückzahl, zum angeblichen Kaufpreis, zur ISIN und zum jeweiligen Wertpapier. Auch Mitteilungen über Aktien-Splits oder andere Veränderungen der Position sollten vollständig aufbewahrt werden.

Von besonderer Bedeutung ist die Frage, ob eine Depotbank genannt wurde. Wenn tatsächlich Wertpapiere für einen Kunden erworben und verwahrt wurden, sollte grundsätzlich nachvollziehbar sein, bei welchem Institut sich der Bestand befindet. Eine bloße Darstellung auf der Plattform ersetzt diesen Nachweis nicht.

Wenn Kite Rendaris keine konkrete Depotbank benennt oder die angegebenen Informationen nicht unabhängig nachvollzogen werden können, sollte dieser Umstand dokumentiert werden. Gleiches gilt für widersprüchliche Angaben zu dem Unternehmen, dessen Aktien angeblich erworben wurden.

Auch die Kommunikation mit dem angeblichen Broker sollte gesichert werden. Dazu gehören E-Mails, Messenger-Nachrichten und sonstige Nachrichten zu Kauf, Wertentwicklung, Börsengang und Auszahlung.

Wenn ein Ansprechpartner zunächst hohe Gewinne oder einen baldigen Börsengang ankündigt und später eine Auszahlung mit einer zusätzlichen Gebühr verknüpft, sollte die zeitliche Abfolge genau dokumentiert werden.

Bei einer weiteren Zahlungsforderung sollten Anleger nicht allein aufgrund des angezeigten hohen Guthabens davon ausgehen, dass sich eine zusätzliche Zahlung lohnt. Entscheidend ist zunächst, ob der zugrunde liegende Wertpapierbestand überhaupt nachgewiesen werden kann.

Auch eine angebliche Steuer oder sonstige Kostenposition sollte anhand der konkreten Vertragsgrundlage geprüft werden. Die Bezeichnung einer Forderung macht sie nicht automatisch zu einer berechtigten Voraussetzung für die Auszahlung.

Für die weitere Bewertung kann außerdem relevant sein, wohin die ursprünglichen 20.000 Euro überwiesen wurden. Zahlungsbelege mit Empfänger, IBAN, Verwendungszweck und Datum sollten vollständig gesichert werden.

Wenn weitere Zahlungen geleistet wurden, sollten auch diese erfasst werden. Eine vollständige Schadensübersicht erleichtert die spätere Prüfung des gesamten Vorgangs.

Die Frage „Kite Rendaris Auszahlung verweigert?“ sollte daher nicht nur auf die aktuelle Sperre reduziert werden. Entscheidend ist der gesamte Ablauf vom ersten Kontakt über den angeblichen Aktienkauf bis zur späteren Auszahlungsforderung.

Kite Rendaris (kiterendaris.com) – Geld zurück?

Wenn ein Anleger bei Kite Rendaris (kiterendaris.com) Geld eingezahlt hat und die Auszahlung nicht möglich ist, stellt sich die Frage, welche rechtlichen Möglichkeiten zur Rückerlangung des Geldes bestehen. Eine pauschale Zusage ist nicht möglich. Entscheidend sind insbesondere die tatsächlichen Zahlungswege, die Vertragsunterlagen und die Frage, ob die angeblich erworbenen Wertpapiere überhaupt existieren und dem Anleger zugeordnet wurden.

Der erste Schritt sollte deshalb eine vollständige Erfassung aller Zahlungen sein. Für jede Überweisung sollten Datum, Betrag, Empfänger, IBAN beziehungsweise BIC und Verwendungszweck dokumentiert werden. Auch kleinere Beträge sollten berücksichtigt werden, wenn sie mit dem Investment zusammenhängen.

Besonders wichtig ist die Unterscheidung zwischen dem tatsächlich eingezahlten Geld und dem auf dem Dashboard angezeigten Depotwert. Wenn beispielsweise 20.000 Euro eingezahlt wurden, anschließend aber ein Wert von 64.000 Euro angezeigt wird, bedeutet dies nicht automatisch, dass tatsächlich 64.000 Euro als Vermögenswert vorhanden sind.

Für die rechtliche Prüfung muss vielmehr geklärt werden, worauf die behauptete Wertsteigerung beruht. Dazu können die angeblichen Kaufabrechnungen, die ISIN, Stückzahl, Kaufpreis und Informationen zur Depotverwahrung herangezogen werden.

Eine ISIN kann dabei als Identifikationsmerkmal eines Wertpapiers relevant sein. Sie beweist jedoch nicht den konkreten Erwerb durch den Anleger. Deshalb sollte nach Möglichkeit eine unabhängige Bestätigung des tatsächlichen Wertpapierbestands vorliegen.

Besonders wichtig ist die Frage nach der Depotbank. Wenn Kite Rendaris (kiterendaris.com) keine nachvollziehbare Depotbank benennt oder der behauptete Bestand dort nicht verifiziert werden kann, sollte dieser Umstand in die rechtliche Prüfung einbezogen werden.

Auch die angebliche Sperrfrist bis zum Börsengang sollte anhand der Vertragsunterlagen geprüft werden. Wenn der Anleger vor der Einzahlung nicht darauf hingewiesen wurde, dass er seine Position bis zu einem bestimmten Ereignis nicht verkaufen oder auszahlen lassen kann, kann dies für die Bewertung des Vorgangs relevant sein.

Daneben sollte die „IPO Registration Fee“ vollständig dokumentiert werden. Dazu gehören die Höhe der verlangten Zahlung, der Zahlungsempfänger, die Begründung und die Kommunikation, mit der die Forderung übermittelt wurde.

Wenn bereits eine solche Gebühr bezahlt wurde, sollte sie ebenfalls in die Schadensberechnung aufgenommen werden. Wurde sie nicht bezahlt, sollte die entsprechende Zahlungsaufforderung trotzdem gesichert werden.

Auch Nachrichten über einen angeblichen Börsengang sollten aufbewahrt werden. Dazu können Angaben zum Unternehmen, geplanten Termin, angeblichen Aktienkurs oder zur späteren Handelbarkeit gehören.

Bei einem behaupteten Aktien-Split sollten Anleger ebenfalls sämtliche Informationen sichern. Ein echter Split verändert grundsätzlich die Stückzahl und den rechnerischen Preis pro Aktie. Er erzeugt jedoch nicht automatisch einen zusätzlichen wirtschaftlichen Wert. Wenn ein erheblicher Anstieg des angezeigten Depotwertes mit einem Split erklärt wird, sollte geprüft werden, ob die Darstellung tatsächlich mit einem solchen Vorgang vereinbar ist.

Für die Rückholung des Geldes kann außerdem entscheidend sein, an wen die ursprüngliche Zahlung ging. Wenn unterschiedliche Konten oder Zahlungsempfänger verwendet wurden, sollten sämtliche Daten erfasst werden.

Bei internationalen Zahlungen kann die Rekonstruktion des Zahlungsweges besonders wichtig sein. Deshalb sollten keine Kontoauszüge, Zahlungsbestätigungen oder E-Mails gelöscht werden.

Auch der gesamte Kommunikationsverlauf sollte erhalten bleiben. Aussagen zu angeblichen Aktien, Renditen, Börsengängen, Sperrfristen und Gebühren können später helfen, den Ablauf zu rekonstruieren.

Eine anwaltliche Prüfung kann sinnvoll sein, wenn die Plattform eine Auszahlung verweigert oder die Existenz des behaupteten Wertpapierbestandes nicht nachvollziehbar ist. Dabei sollte möglichst die gesamte Dokumentation vorgelegt werden und nicht nur der letzte Schriftwechsel.

Ob Ansprüche gegen Betreiber, Vermittler oder weitere Beteiligte bestehen, hängt von den konkreten Umständen ab. Ebenso kann relevant sein, welche Zahlungswege genutzt wurden und ob sich der Verbleib der Gelder nachvollziehen lässt.

Die Frage „Kite Rendaris Geld zurück?“ lässt sich deshalb nur anhand des Einzelfalls beantworten. Entscheidend ist zunächst die Klärung, ob überhaupt echte Wertpapiere erworben wurden, wo diese verwahrt werden sollten und welche Vereinbarungen zur Auszahlung bestanden.

Kite Rendaris (kiterendaris.com) – Was tun?

Wer bei Kite Rendaris (kiterendaris.com) investiert hat und Zweifel an der tatsächlichen Existenz der angebotenen Wertpapiere oder an der Möglichkeit einer Auszahlung entwickelt, sollte zunächst sämtliche Unterlagen sichern. Besonders wichtig sind dabei die Informationen über den angeblichen Aktienkauf und die behauptete Depotverwahrung.

Gesichert werden sollten insbesondere Wertpapierabrechnungen, Kaufbestätigungen, ISIN-Angaben, Stückzahlen, Kaufpreise und Screenshots des persönlichen Dashboards. Die Screenshots sollten nach Möglichkeit die Domain kiterendaris.com sowie Datum und Uhrzeit erkennen lassen.

Auch die Kommunikation mit angeblichen Brokern sollte vollständig aufbewahrt werden. Dazu gehören E-Mails, Messenger-Nachrichten und sonstige Mitteilungen über Pre-IPO-Aktien, Börsengänge, Sperrfristen und Auszahlungen.

Wenn ein angeblicher Ansprechpartner eine „IPO Registration Fee“ verlangt hat, sollte die entsprechende Zahlungsaufforderung ebenfalls gesichert werden. Wichtig sind Betrag, Begründung, Zahlungsempfänger und der genaue Wortlaut der Aufforderung.

Vor einer weiteren Zahlung sollte geprüft werden, ob die Forderung tatsächlich aus den ursprünglichen Vereinbarungen folgt. Dies gilt insbesondere dann, wenn die Gebühr erst nach einem Auszahlungs- oder Verkaufswunsch genannt wurde.

Ein weiterer zentraler Punkt ist die Depotbank. Betroffene sollten dokumentieren, welche Bank oder welches Wertpapierinstitut als Verwahrstelle genannt wurde. Wenn keine konkrete Depotbank genannt wird, sollte dieser Umstand festgehalten werden.

Auch wenn eine Depotbank angegeben wird, sollte geprüft werden, ob der angebliche Wertpapierbestand dort tatsächlich nachvollziehbar ist. Ein auf Kite Rendaris angezeigter Bestand oder eine ISIN allein stellt keinen unabhängigen Nachweis einer tatsächlichen Verwahrung dar.

Die ursprünglichen Zahlungswege sollten ebenfalls vollständig erfasst werden. Dazu gehören sämtliche Banküberweisungen und sonstigen Zahlungen. Bei jeder Transaktion sollten Betrag, Datum, Empfänger und Verwendungszweck festgehalten werden.

Wenn bereits eine Auszahlung beantragt wurde, sollte auch dieser Antrag dokumentiert werden. Wichtig sind Zeitpunkt, gewünschter Betrag und die Antwort von Kite Rendaris oder dem jeweiligen Ansprechpartner.

Bei einer behaupteten Sperre bis zum Börsengang sollten Anleger prüfen, ob eine solche Sperre tatsächlich Bestandteil der ursprünglichen Vereinbarung war. Sämtliche Vertragsunterlagen und Bedingungen sollten deshalb gesichert und miteinander verglichen werden.

Auch Informationen über das Unternehmen, dessen Aktien angeblich angeboten wurden, sollten vollständig dokumentiert werden. Dazu gehören insbesondere Name des Unternehmens, Angaben zum Börsengang und sämtliche Informationen, die Kite Rendaris hierzu bereitgestellt hat.

Wenn ein Aktien-Split als Begründung für einen gestiegenen Depotwert genannt wurde, sollte auch diese Erklärung gesichert werden. Entscheidend ist, ob die behauptete Veränderung von Stückzahl und Wert rechnerisch nachvollziehbar ist und mit einem tatsächlichen Vorgang übereinstimmt.

Betroffene sollten außerdem vorsichtig sein, wenn nach einem bereits eingetretenen Problem weitere Personen eine schnelle Rückholung des Geldes versprechen. Auch bei angeblichen Vermittlern oder Rückholangeboten sollte zunächst geprüft werden, wer tatsächlich dahintersteht und welche Kosten verlangt werden.

Bei einem erheblichen finanziellen Schaden kann die Unterstützung eines Rechtsanwalts sinnvoll sein, der regelmäßig mit Anlagebetrug und problematischen Online-Investments befasst ist. Für eine solche Prüfung sollte die vollständige Dokumentation bereitgestellt werden.

Besonders relevant sind in diesem Fall die Kombination aus angeblichem Pre-IPO-Investment, angezeigtem Depotwert, fehlender oder nicht nachvollziehbarer Depotbank, Auszahlungssperre und zusätzlicher „IPO Registration Fee“.

Je früher diese Informationen gesichert werden, desto besser lässt sich später nachvollziehen, welche Zusagen gemacht wurden, welche Zahlungen tatsächlich erfolgt sind und ob ein realer Wertpapierbestand vorhanden war.

Die entscheidende Frage bei Kite Rendaris (kiterendaris.com) lautet daher nicht allein, ob auf der Plattform ein hoher Depotwert angezeigt wird. Entscheidend ist vielmehr, ob die dahinterstehenden Wertpapiere tatsächlich erworben wurden, wo sie verwahrt werden und ob der Anleger rechtlich und tatsächlich darüber verfügen kann.

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