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Betrugswarnung

Immediate Cortex App (immediatecortex-app.live) – BaFin warnt vor angeblicher KI-Handelsplattform

22. Oktober 202614 Min. Lesezeit
Arthur Wilms
Arthur WilmsRechtsanwalt

Immediate Cortex App (immediatecortex-app.live) – Betrug?

Die Finanzaufsicht BaFin warnt erneut vor einer Reihe nahezu identischer Websites, die nach den vorliegenden Angaben im Zusammenhang mit sogenannten KI-Handelsplattformen stehen. In der aktuellen Warnung wird die Website immediatecortex-app.live genannt. Als vermeintliches Finanzunternehmen wird Immediate Cortex App angegeben. Nach Erkenntnissen der BaFin bieten die unbekannten Betreiber der genannten Websites ohne Zulassung Kryptowerte-Dienstleistungen an.

Für Anleger und Interessierte stellt sich damit die Frage, ob Immediate Cortex App seriös ist, welche Erfahrungen mit immediatecortex-app.live vorliegen und worauf bei einer Kontaktaufnahme geachtet werden sollte. Eine pauschale Aussage, dass Immediate Cortex App Betrug sei, lässt sich allein aus der Warnmeldung nicht ableiten. Die von der BaFin genannten Umstände sind jedoch wichtige Hinweise, die bei der Prüfung des Angebots berücksichtigt werden sollten.

Nach der vorliegenden Warnung verfügen die Websites der betreffenden Plattformreihe über kein rechtsgültiges Impressum. Die Betreiber werden nach den Angaben der Finanzaufsicht nicht von der BaFin beaufsichtigt. Für Interessierte ist die Identität eines Anbieters jedoch ein wesentlicher Bestandteil einer seriösen Prüfung. Bei einem Finanz- oder Kryptoangebot sollte nachvollziehbar sein, welches Unternehmen hinter der Website steht, wer als Vertragspartner auftritt und auf welcher rechtlichen Grundlage die angebotenen Dienstleistungen erbracht werden.

Bei immediatecortex-app.live ist nach der Warnmeldung insbesondere die Art der Kontaktaufnahme relevant. Interessierte werden aufgefordert, persönliche Daten über ein Kontaktformular einzutragen. Nach Erkenntnissen der BaFin werden diese Kundendaten anschließend an Betreiber unerlaubter Online-Handelsplattformen weitergegeben. Diese Plattformbetreiber werden nach den vorliegenden Angaben ebenfalls nicht von der BaFin beaufsichtigt.

Die BaFin sieht die genannten Websites demnach im Verdacht, in erster Linie der Geschäftsanbahnung für unerlaubt erbrachte Kryptowerte-Dienstleistungen zu dienen. Für Anleger bedeutet dies, dass nicht nur die konkrete Website, sondern auch die nachfolgende Kommunikation und die Identität möglicher weiterer Ansprechpartner überprüft werden sollten.

Wer seine Kontaktdaten auf einer Website hinterlegt, kann anschließend von weiteren Personen kontaktiert werden. Deshalb sollte genau dokumentiert werden, wer sich meldet, unter welchem Namen die Person auftritt und welches Unternehmen sie angeblich vertritt. Auch E-Mail-Adressen, Telefonnummern und die verwendeten Internetseiten können für eine spätere Prüfung relevant sein.

Der Begriff „KI-Handelsplattform“ ist dabei für sich genommen kein Nachweis für die technische Leistungsfähigkeit oder die rechtliche Zulässigkeit eines Angebots. Die Verwendung von Begriffen wie künstliche Intelligenz, automatisierter Handel oder algorithmische Strategien ersetzt keine Prüfung des Anbieters.

Gerade bei Kryptowährungen sollten Anleger außerdem zwischen einer werblichen Darstellung und einem tatsächlich nachvollziehbaren Geschäftsmodell unterscheiden. Eine moderne Handelsoberfläche oder die Darstellung angeblicher Gewinne sagt allein nichts darüber aus, ob die angezeigten Werte tatsächlich verfügbar sind oder ob eine Auszahlung ohne zusätzliche Bedingungen möglich ist.

Die BaFin weist in der vorliegenden Warnung darauf hin, dass Bankgeschäfte, Finanzdienstleistungen und Kryptowerte-Dienstleistungen in Deutschland nur mit entsprechender Erlaubnis angeboten werden dürfen. Informationen darüber, ob ein bestimmtes Unternehmen von der BaFin zugelassen ist, können nach den Angaben der Finanzaufsicht über die Unternehmensdatenbank geprüft werden.

Für die Bewertung von Immediate Cortex App sollte daher nicht ausschließlich der Internetauftritt betrachtet werden. Ebenso relevant sind die tatsächlichen Kommunikationspartner, die verwendeten Zahlungswege und die Angaben zu Unternehmen, an die Geld oder Kryptowährungen möglicherweise übertragen werden sollen.

Wer bereits mit immediatecortex-app.live Kontakt hatte, sollte sämtliche Informationen sichern. Dazu gehören Screenshots der Website, Inhalte von Kontaktformularen, E-Mails, Chatverläufe, Telefonnummern und Namen angeblicher Ansprechpartner. Auch Werbeanzeigen oder andere Nachrichten, über die der Erstkontakt zustande kam, sollten möglichst aufbewahrt werden.

Falls bereits Zahlungen erfolgt sind, sollten die jeweiligen Transaktionen vollständig dokumentiert werden. Bei Banküberweisungen sind insbesondere Empfänger, IBAN, BIC, Betrag, Datum und Verwendungszweck relevant. Bei Kryptowährungen sollten Wallet-Adressen und Transaktions-Hashes gesichert werden.

Die BaFin weist außerdem auf einen möglichen Zusammenhang mit weiteren Reihen von Websites hin, vor denen die Finanzaufsicht bereits gewarnt hat. Auch dieser Hinweis sollte bei der Einordnung eines konkreten Vorgangs berücksichtigt werden.

Die Warnmeldung stellt damit einen wichtigen Prüfhinweis für Personen dar, die mit Immediate Cortex App oder immediatecortex-app.live in Kontakt gekommen sind. Wer bereits Geld investiert hat, sollte den gesamten Vorgang anhand der tatsächlichen Zahlungs- und Kommunikationsdaten überprüfen und nicht allein auf Aussagen eines vermeintlichen Beraters vertrauen.

Immediate Cortex App (immediatecortex-app.live) – Verweigert Auszahlung?

Bei einer Online-Handelsplattform ist die Möglichkeit einer tatsächlichen Auszahlung von besonderer Bedeutung. Ein auf einer Plattform angezeigtes Guthaben ist nicht automatisch gleichbedeutend mit Geld, über das der Anleger tatsächlich verfügen kann. Problematisch kann es werden, wenn eine Auszahlung nicht durchgeführt wird oder zunächst weitere Zahlungen verlangt werden.

Die vorliegende BaFin-Warnung enthält keine konkreten Angaben zu einem individuellen Auszahlungsfall bei Immediate Cortex App. Deshalb können keine bestimmten Erfahrungen von Anlegern behauptet werden. Allgemein sollten Betroffene jedoch besonders aufmerksam sein, wenn eine Auszahlung bei immediatecortex-app.live verzögert oder von zusätzlichen Voraussetzungen abhängig gemacht wird.

Bei problematischen Anlageangeboten können beispielsweise Gebühren, Provisionen oder angebliche Steuern als Voraussetzung für eine Auszahlung genannt werden. Ebenso können Sicherheitsleistungen, Liquiditätsnachweise, Compliance-Prüfungen oder eine erneute Verifizierung verlangt werden.

Eine solche Forderung sollte nicht allein deshalb erfüllt werden, weil ein angeblicher Berater sie als zwingend notwendig darstellt. Entscheidend ist, ob die Forderung nachvollziehbar ist und wer sie tatsächlich stellt.

Besondere Vorsicht ist angebracht, wenn zunächst ein bestimmtes Guthaben oder ein Gewinn auf der Handelsplattform angezeigt wird und anschließend erklärt wird, dass dieses Guthaben erst nach einer weiteren Zahlung ausgezahlt werden könne. Anleger sollten in diesem Fall den gesamten Vorgang überprüfen, bevor sie weiteres Geld überweisen.

Auch fachlich klingende Bezeichnungen können bei solchen Zahlungsforderungen verwendet werden. Begriffe wie KYC, AML, Compliance, Wallet-Verifizierung oder Liquiditätsprüfung können eine zusätzliche Zahlung scheinbar plausibel machen. Die Verwendung eines solchen Begriffs ist jedoch kein eigenständiger Nachweis dafür, dass die konkrete Forderung berechtigt ist.

Wenn immer neue Voraussetzungen für eine Auszahlung genannt werden, sollte jede einzelne Forderung dokumentiert werden. Dabei sollte festgehalten werden, wann die Auszahlung beantragt wurde, welche Begründung für die Verzögerung genannt wurde und welche Zahlung anschließend verlangt wurde.

Ebenso wichtig ist die Sicherung der gesamten Kommunikation. E-Mails, Chats und Nachrichten von angeblichen Mitarbeitern von Immediate Cortex App sollten vollständig aufbewahrt werden. Telefonnummern und E-Mail-Adressen sollten ebenfalls dokumentiert werden.

Wenn ein Ansprechpartner über Messenger-Dienste kommuniziert, sollte der gesamte Chatverlauf gesichert werden. Einzelne Nachrichten können ohne den Zusammenhang schwer einzuordnen sein. Auch Sprachnachrichten oder zugesandte Dokumente können für die Rekonstruktion relevant sein.

Bei Banküberweisungen sollten sämtliche Zahlungsbelege gesichert werden. Empfängername, IBAN, BIC, Datum, Betrag und Verwendungszweck sollten eindeutig dokumentiert werden. Bei mehreren Zahlungen empfiehlt sich eine chronologische Übersicht.

Bei Kryptowährungen sollten insbesondere die Wallet-Adressen dokumentiert werden, an die eine Zahlung verlangt oder vorgenommen wurde. Der jeweilige Transaktions-Hash kann eine wichtige technische Grundlage für die spätere Nachverfolgung darstellen.

Wer eine Auszahlung beantragt hat, sollte außerdem Screenshots des Auszahlungsvorgangs sichern. Dazu können der beantragte Betrag, das Datum der Anfrage, der Status der Auszahlung und die anschließende Reaktion des Anbieters gehören.

Besondere Vorsicht gilt, wenn ein angeblicher Mitarbeiter Zeitdruck erzeugt. Aussagen, wonach eine Zahlung sofort erfolgen müsse, weil andernfalls das Guthaben verfalle oder eine Frist ablaufe, sollten nicht dazu führen, dass ohne Prüfung weiteres Geld überwiesen wird.

Auch eine angebliche Steuerforderung sollte unabhängig geprüft werden. Die Bezeichnung einer Zahlung als „Steuer“ beweist nicht, dass diese tatsächlich geschuldet wird oder dass sie an den genannten Empfänger gezahlt werden muss.

Wenn die Auszahlung nach einer ersten Zahlung nicht erfolgt und anschließend weitere Forderungen folgen, sollte der Vorgang nicht isoliert betrachtet werden. Vielmehr ist eine vollständige Rekonstruktion der bisherigen Zahlungen und Kommunikationsvorgänge sinnvoll.

Dies gilt insbesondere dann, wenn verschiedene Ansprechpartner auftreten. Wenn zunächst ein vermeintlicher Kundenberater und später eine angebliche Compliance-Abteilung oder Zahlungsabteilung Kontakt aufnimmt, sollten Namen, E-Mail-Adressen und Telefonnummern gesichert werden.

Auch bei angeblichen Gewinnen sollte geprüft werden, ob diese tatsächlich ausgezahlt werden können. Eine Anzeige innerhalb einer Handelsplattform stellt für sich genommen keinen Beweis dafür dar, dass die entsprechende Summe tatsächlich vorhanden und verfügbar ist.

Die BaFin-Warnung zu immediatecortex-app.live liefert einen konkreten Anlass, das Angebot und die damit verbundene Kommunikation besonders sorgfältig zu prüfen. Nach den vorliegenden Angaben gehört die Website zu einer Reihe nahezu identischer Websites, deren Betreiber nach Erkenntnissen der BaFin ohne Zulassung Kryptowerte-Dienstleistungen anbieten.

Wer bereits eine Auszahlung verlangt hat und anschließend weitere Zahlungen leisten soll, sollte deshalb nicht allein auf die Zusicherung vertrauen, dass die Auszahlung unmittelbar danach erfolgen werde. Jede zusätzliche Zahlung sollte anhand der konkreten Umstände geprüft werden.

Bei einem bereits eingetretenen finanziellen Schaden sollten außerdem alle Unterlagen gesichert werden. Dazu gehören Zahlungsbelege, Kontaktdaten, Screenshots, Verträge, E-Mails und bei Kryptowährungen die entsprechenden Blockchain-Daten.

Ob aus einem konkreten Auszahlungsproblem rechtliche Ansprüche entstehen, hängt von den individuellen Umständen ab. Die BaFin-Warnung kann bei der Einordnung des Sachverhalts berücksichtigt werden, ersetzt aber keine individuelle Prüfung.

Immediate Cortex App (immediatecortex-app.live) – Geld zurück?

Wenn bereits Geld an Immediate Cortex App oder im Zusammenhang mit immediatecortex-app.live überwiesen wurde, stellt sich häufig die Frage, ob das Geld zurückgeholt werden kann. Eine pauschale Zusage ist nicht möglich. Entscheidend sind insbesondere der Zahlungsweg, der tatsächliche Zahlungsempfänger, der Zeitpunkt der Zahlung und die vorhandenen Unterlagen.

Bei einer Banküberweisung sollte zunächst festgestellt werden, auf welches Konto das Geld tatsächlich überwiesen wurde. Der Name der Website oder eines vermeintlichen Finanzunternehmens muss nicht zwingend mit dem tatsächlichen Empfänger identisch sein.

Deshalb sollten Kontoauszüge und Überweisungsbelege vollständig gesichert werden. Empfängername, IBAN, BIC, Betrag, Datum und Verwendungszweck können für die weitere Prüfung relevant sein.

Bei mehreren Überweisungen sollte jede Transaktion einzeln dokumentiert werden. Eine chronologische Übersicht kann dabei helfen, die Entwicklung des Anlagevorgangs nachvollziehbar darzustellen.

Bei Kryptowährungen kommt der technischen Dokumentation besondere Bedeutung zu. Wallet-Adressen, Transaktions-Hashes, Beträge und Zeitpunkte sollten vollständig gesichert werden.

Eine Blockchain-Analyse kann unter bestimmten Voraussetzungen nachvollziehen, wie Kryptowährungen von einer bekannten Empfängeradresse weitergeleitet wurden. Dabei können möglicherweise weitere Wallet-Adressen beziehungsweise Folgeadressen sichtbar werden. Eine solche Nachverfolgung bedeutet jedoch nicht automatisch, dass die Vermögenswerte zurückerlangt werden können.

Entscheidend ist unter anderem, ob sich tatsächliche Empfänger identifizieren lassen und welche rechtlichen Möglichkeiten gegenüber den beteiligten Personen oder Unternehmen bestehen.

Bei Bankzahlungen kann geprüft werden, welche Möglichkeiten gegenüber der eigenen Bank oder beteiligten Zahlungsdienstleistern bestehen. Dies hängt von der konkreten Zahlungsart und den Umständen des jeweiligen Vorgangs ab. Eine erfolgreiche Rückholung kann nicht garantiert werden.

Auch die Kommunikation mit Immediate Cortex App sollte vollständig gesichert werden. E-Mails, Messenger-Nachrichten, Gesprächsnotizen und Zahlungsaufforderungen können wichtige Informationen darüber enthalten, welche Angaben gemacht wurden und unter welchen Bedingungen eine Auszahlung versprochen wurde.

Besonders relevant sind zusätzliche Zahlungsforderungen. Wenn eine Auszahlung beispielsweise von der Zahlung einer Gebühr, Provision, Steuer, Sicherheitsleistung oder angeblichen Verifizierung abhängig gemacht wurde, sollte die entsprechende Forderung vollständig dokumentiert werden.

Rechnungen oder sonstige Dokumente, die eine Zahlungsforderung begründen sollen, sollten ebenfalls aufbewahrt werden. Wichtig können dabei insbesondere Angaben zum Zahlungsempfänger, die verwendeten Kontodaten und die Begründung der Forderung sein.

Die BaFin-Warnung beschreibt, dass Interessierte über die genannten Websites zur Eingabe ihrer Daten in ein Kontaktformular aufgefordert werden. Nach Erkenntnissen der Finanzaufsicht werden die Kundendaten anschließend an Betreiber unerlaubter Online-Handelsplattformen weitergegeben.

Für einen konkreten Schadensfall ist deshalb von Bedeutung, ob nach der ersten Kontaktaufnahme weitere Personen oder Unternehmen in Erscheinung getreten sind. Die tatsächliche Beteiligtenstruktur sollte anhand der vorhandenen Unterlagen rekonstruiert werden.

Die Warnung nennt immediatecortex-app.live ausdrücklich als eine der Websites und bezeichnet Immediate Cortex App als vermeintliches Finanzunternehmen. Nach den vorliegenden Angaben stehen die genannten Websites im Verdacht, vor allem der Geschäftsanbahnung für unerlaubt erbrachte Kryptowerte-Dienstleistungen zu dienen.

Wer bereits Geld verloren hat, sollte außerdem vorsichtig sein, wenn sich nach dem Verlust ein weiterer Anbieter meldet und eine schnelle Rückholung verspricht. Auch bei sogenannten Recovery-Angeboten können neue Zahlungsforderungen entstehen. Eine angeblich sichere Rückzahlung sollte deshalb nicht dazu führen, dass erneut ungeprüft Geld überwiesen wird.

Bei Kryptowährungen kann eine strukturierte Walletanalyse helfen, die Geldbewegungen zu dokumentieren. Dabei können die ursprüngliche Empfängeradresse und mögliche Folgeadressen betrachtet werden. Für die weitere rechtliche Bewertung kann eine solche technische Dokumentation von Bedeutung sein.

Bei Bankzahlungen sollte dagegen die tatsächliche Empfängerbank beziehungsweise der Zahlungsdienstleister anhand der Belege festgestellt werden. Daraus kann sich ergeben, welche weiteren Beteiligten für eine rechtliche Prüfung relevant sind.

Für die Bewertung eines Schadensfalls sind außerdem die Vertragsunterlagen wichtig. Wenn ein Anleger Dokumente erhalten oder elektronisch bestätigt hat, sollten diese vollständig aufbewahrt werden. Auch angebliche Kontoauszüge oder Handelsabrechnungen der Plattform sollten gesichert werden.

Wer bei Immediate Cortex App Geld verloren hat, sollte deshalb weder eine Rückzahlung garantieren lassen noch vorschnell davon ausgehen, dass eine Rückforderung ausgeschlossen ist. Welche Möglichkeiten bestehen, kann erst nach Prüfung des konkreten Sachverhalts beurteilt werden.

Eine vollständige Dokumentation erhöht die Nachvollziehbarkeit des Vorgangs. Dazu gehören insbesondere Zahlungsbelege, Wallet-Adressen, Transaktions-Hashes, Screenshots, E-Mails, Chats, Telefonnummern, Vertragsunterlagen und Informationen über die beteiligten Unternehmen.

Die BaFin-Warnung ist bei einer solchen Prüfung ein wichtiger Anhaltspunkt. Sie ersetzt jedoch keine individuelle rechtliche Bewertung. Insbesondere bei größeren Schäden sollte geprüft werden, welche Personen oder Unternehmen tatsächlich an der Zahlungsabwicklung beteiligt waren.

Immediate Cortex App (immediatecortex-app.live) – Was tun?

Wer bereits mit Immediate Cortex App oder immediatecortex-app.live Kontakt hatte, sollte zunächst sämtliche Informationen sichern und weitere Zahlungen nicht unüberlegt leisten. Dies gilt insbesondere dann, wenn bereits eine Einzahlung erfolgt ist oder eine Auszahlung von zusätzlichen Zahlungen abhängig gemacht wird.

Die Website sollte, soweit noch erreichbar, vollständig dokumentiert werden. Screenshots der Startseite, der Kontaktmöglichkeiten, der Beschreibung des Angebots und der relevanten Bereiche können später für die Rekonstruktion des Vorgangs wichtig sein.

Auch die verwendeten Kontaktdaten sollten gesichert werden. Dazu gehören E-Mail-Adressen, Telefonnummern, Namen angeblicher Mitarbeiter und gegebenenfalls weitere Internetadressen, auf die im Verlauf der Kommunikation verwiesen wurde.

Wenn der Erstkontakt über ein Kontaktformular erfolgte, sollte dokumentiert werden, welche persönlichen Daten dort eingetragen wurden. Nach den Erkenntnissen der BaFin werden die Kundendaten bei den genannten Websites anschließend an Betreiber unerlaubter Online-Handelsplattformen weitergegeben.

Sämtliche E-Mails sollten vollständig aufbewahrt werden. Dabei sind Absender, Empfänger, Datum, Uhrzeit und Anhänge ebenso relevant wie der eigentliche Text.

Bei Messenger-Kommunikation sollten Chats möglichst vollständig gesichert werden. Auch Sprachnachrichten, Bilder, PDF-Dateien oder andere zugesandte Dokumente sollten aufbewahrt werden.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Sicherung sämtlicher Zahlungsinformationen. Bei Banküberweisungen sollten Kontoauszüge und Überweisungsbelege gesichert werden. Empfängername, IBAN, BIC, Datum, Betrag und Verwendungszweck sollten eindeutig dokumentiert werden.

Bei Kryptowährungen sollten sämtliche relevanten Blockchain-Daten gesichert werden. Dazu gehören insbesondere die eigene Wallet-Adresse, die Empfängeradresse, der Transaktions-Hash, der Betrag und der Zeitpunkt der Übertragung.

Wenn mehrere Transaktionen stattgefunden haben, sollte für jede einzelne Transaktion eine Dokumentation erstellt werden. Dies erleichtert später die Zuordnung der einzelnen Zahlungen zu den jeweiligen Kommunikationsvorgängen.

Auch die Handelsplattform selbst sollte dokumentiert werden. Screenshots des angezeigten Kontostands, angeblicher Gewinne, Transaktionen und Auszahlungsbereiche können wichtig sein, wenn die Website später nicht mehr erreichbar ist.

Wenn eine Auszahlung beantragt wurde, sollte die ursprüngliche Auszahlungsanfrage gesichert werden. Ebenso wichtig sind die Antworten des Anbieters und sämtliche danach gestellten Zahlungsforderungen.

Bei zusätzlichen Forderungen ist besondere Vorsicht geboten. Eine weitere Zahlung sollte nicht allein deshalb erfolgen, weil ein Ansprechpartner erklärt, dass anschließend eine Auszahlung des gesamten Guthabens garantiert sei.

Dies gilt auch für Forderungen, die als Steuer, Versicherungsgebühr, Provision, Sicherheitsleistung, Compliance-Gebühr oder Wallet-Verifizierung bezeichnet werden. Die Bezeichnung allein belegt nicht, dass die Zahlung tatsächlich erforderlich ist.

Wenn ein angeblicher Mitarbeiter Fernzugriffssoftware installieren möchte oder bereits installiert hat, sollte ebenfalls gehandelt werden. Betroffene sollten prüfen, welche Programme auf dem Gerät vorhanden sind und ob noch ein aktiver Fernzugriff besteht.

Falls während eines Fernzugriffs Zugangsdaten sichtbar waren oder eingegeben wurden, sollten die betroffenen Konten und Zugangsdaten überprüft und gegebenenfalls abgesichert werden. Bei Unsicherheit kann technische Unterstützung sinnvoll sein.

Bei bereits erfolgten Bankzahlungen kann es außerdem sinnvoll sein, die eigene Bank beziehungsweise den beteiligten Zahlungsdienstleister über den Vorgang zu informieren und prüfen zu lassen, welche Maßnahmen im konkreten Fall noch möglich sind.

Bei Kryptowährungen sollten die beteiligten Kryptobörsen beziehungsweise Wallet-Anbieter anhand der vorhandenen Transaktionsdaten identifiziert werden. Die Blockchain-Daten sollten unverändert gesichert werden.

Für die rechtliche Bewertung kann die Einschaltung eines im Bereich Anlagebetrug, Internetbetrug oder Kryptobetrug erfahrenen Rechtsanwalts sinnvoll sein. Dabei sollten sämtliche vorhandenen Unterlagen übergeben werden.

Hilfreich ist eine chronologische Übersicht des gesamten Vorgangs. Darin sollte festgehalten werden, wann der Erstkontakt erfolgte, welche Angaben gemacht wurden, wann welche Zahlungen geleistet wurden, welche Gewinne angezeigt wurden, wann eine Auszahlung beantragt wurde und welche zusätzlichen Forderungen anschließend erhoben wurden.

Die BaFin-Warnung zu Immediate Cortex App (immediatecortex-app.live) sollte bei dieser Prüfung berücksichtigt werden. Nach den vorliegenden Angaben gehört die Website zu einer Reihe nahezu identischer Websites. Die Betreiber werden nach Erkenntnissen der BaFin nicht von ihr beaufsichtigt, und die Websites verfügen demnach über kein rechtsgültiges Impressum.

Darüber hinaus beschreibt die BaFin einen möglichen Zusammenhang mit der Weitergabe von Kundendaten an Betreiber unerlaubter Online-Handelsplattformen. Die genannten Websites stehen nach der Warnung im Verdacht, insbesondere der Geschäftsanbahnung für unerlaubte Kryptowerte-Dienstleistungen zu dienen.

Für Betroffene bedeutet dies, dass nicht nur die Website selbst, sondern der gesamte Ablauf der Kontaktaufnahme, Kommunikation und Zahlung untersucht werden sollte. Besonders wichtig ist die Frage, wer tatsächlich Zahlungen entgegengenommen hat und welche Personen oder Unternehmen an der Kommunikation beteiligt waren.

Bei Bankzahlungen können die Empfängerinformationen aus den Kontoauszügen ausgewertet werden. Bei Kryptowährungen können Wallet-Adressen und Transaktions-Hashes die Grundlage für eine technische Rekonstruktion der Geldbewegungen bilden.

Die BaFin weist darauf hin, dass Bankgeschäfte, Finanzdienstleistungen und Kryptowerte-Dienstleistungen in Deutschland nur mit entsprechender Erlaubnis angeboten werden dürfen. Für die Prüfung einer Zulassung verweist die Finanzaufsicht auf ihre Unternehmensdatenbank.

Wer bereits einen finanziellen Schaden erlitten hat, sollte deshalb den Vorgang anhand der vorhandenen Unterlagen sorgfältig aufarbeiten und keine weiteren Zahlungen allein aufgrund eines Versprechens über eine bevorstehende Auszahlung leisten. Welche weiteren Schritte sinnvoll sind, hängt von den konkreten Umständen des jeweiligen Falls ab.

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