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Betrugswarnung

HanseKapital Erfahrungen (hansekapitalls.com) – Betrug, Auszahlung und Geld zurück?

22. Oktober 202613 Min. Lesezeit
Arthur Wilms
Arthur WilmsRechtsanwalt

HanseKapital (hansekapitalls.com) – Betrug?

Wer nach HanseKapital Erfahrungen sucht und über die Plattform investiert hat, möchte verständlicherweise wissen, ob das Angebot seriös ist oder ob möglicherweise ein Zusammenhang mit Anlagebetrug besteht. Eine abschließende Bewertung ist anhand der derzeit vorliegenden Informationen nicht möglich. Es gibt jedoch verschiedene Punkte, die Anleger aufmerksam prüfen sollten.

Die Website hansekapitalls.com präsentiert sich nach den vorliegenden Angaben als Krypto-Handelsplattform. Auf der Webseite werden unter anderem mehr als 10 Millionen Kunden in 18 europäischen Ländern sowie ein Kundenvermögen von mehr als 150 Milliarden Euro genannt. Außerdem wird mit einem „öffentlich regulierten Austausch“ und einem Schutz der Kundengelder bis zu 100.000 Euro pro Konto geworben.

Bei solchen Angaben sollte allerdings zwischen Eigenwerbung und unabhängig überprüfbaren Tatsachen unterschieden werden. Die genannten Kundenzahlen, Vermögenswerte und Angaben zur Regulierung stellen zunächst Behauptungen der Plattform selbst dar. Nach den vorliegenden Informationen wird keine konkrete Lizenznummer genannt, anhand derer Anleger die behauptete Regulierung ohne Weiteres überprüfen könnten. Auch Angaben zu einem eindeutig identifizierbaren Betreiber sind nicht ausreichend ersichtlich.

Für die Beurteilung einer Trading- oder Krypto-Plattform ist gerade die Identität des Anbieters von erheblicher Bedeutung. Anleger sollten nachvollziehen können, welche Gesellschaft Vertragspartner ist, wo diese Gesellschaft ihren Sitz hat und welcher Finanzaufsicht sie gegebenenfalls untersteht.

Eine Behördenwarnung speziell zu hansekapitalls.com liegt nach den vorliegenden Informationen derzeit nicht vor. Das bedeutet jedoch nicht automatisch, dass das Angebot seriös ist. Eine fehlende Warnung kann verschiedene Gründe haben und stellt grundsätzlich keine behördliche Bestätigung eines Anbieters dar.

Gleichzeitig gibt es aus anwaltlichen Veröffentlichungen Hinweise auf ähnlich geschriebene Domains wie hansekapital.com und hanse-kapital.com. In diesen Veröffentlichungen werden teilweise erhebliche Bedenken hinsichtlich der dortigen Angebote geäußert. Eine eindeutige Verbindung dieser Domains mit hansekapitalls.com ist nach den vorliegenden Informationen allerdings nicht belegt.

Auch die behauptete FINMA-Warnung zu hanse-kapital.com sollte entsprechend eingeordnet werden. Die Angabe stammt aus Sekundärquellen und konnte nach dem vorliegenden Material nicht unmittelbar anhand der ursprünglichen FINMA-Veröffentlichung überprüft werden. Eine solche Information sollte deshalb nicht als unmittelbar bestätigte Behördenfeststellung zu hansekapitalls.com dargestellt werden.

Ebenso ist zu berücksichtigen, dass anwaltliche Warnmeldungen und Bewertungen von Kanzleien nicht mit einem Registereintrag oder einer offiziellen Behördenentscheidung gleichzusetzen sind. Sie können wichtige Hinweise enthalten, stellen aber jeweils eine eigene rechtliche oder tatsächliche Bewertung dar.

Für Anleger bedeutet dies: Die verschiedenen Hinweise sollten weder ignoriert noch zu einer unbelegten Betrugsbehauptung ausgeweitet werden. Vielmehr sollte die konkrete Plattform anhand überprüfbarer Angaben untersucht werden.

Besonders kritisch ist die Frage, ob die auf hansekapitalls.com behauptete Regulierung tatsächlich nachvollziehbar ist. Eine seriöse Regulierung sollte sich einer konkreten Gesellschaft und einer überprüfbaren Erlaubnis zuordnen lassen. Allgemeine Formulierungen wie „öffentlich reguliert“ ersetzen eine solche Überprüfung nicht.

Auch die Werbung mit sehr hohen Kundenzahlen und einem außergewöhnlich hohen verwalteten Kundenvermögen sollte nicht isoliert als Beweis für die Seriosität eines Anbieters verstanden werden. Solche Angaben können grundsätzlich nur dann belastbar bewertet werden, wenn sie unabhängig überprüfbar sind.

Wer bereits Geld bei HanseKapital eingezahlt hat, sollte deshalb nicht allein aufgrund der Darstellung auf der Webseite davon ausgehen, dass das angezeigte Guthaben tatsächlich vorhanden und jederzeit auszahlbar ist.

Besondere Vorsicht ist geboten, wenn Anleger von persönlichen Ansprechpartnern kontaktiert werden und zu weiteren Einzahlungen aufgefordert werden. Dies gilt insbesondere dann, wenn der Ansprechpartner über WhatsApp, Telegram oder andere Messenger kommuniziert und gleichzeitig Zeitdruck aufgebaut wird.

Typische Warnsignale bei problematischen Online-Trading-Angeboten können außerdem hohe oder garantierte Renditeversprechen, ein nicht nachvollziehbarer Betreiber, fehlende oder nicht überprüfbare Regulierung, wechselnde Zahlungswege sowie zusätzliche Zahlungsforderungen vor einer Auszahlung sein.

Diese Merkmale sind allgemeine Erfahrungswerte und keine Feststellungen darüber, dass HanseKapital tatsächlich Anlagebetrug betreibt. Sie können jedoch bei der Bewertung eines konkreten Falles von Bedeutung sein.

Wer bereits Zweifel an HanseKapital hat, sollte insbesondere prüfen, an wen die eigene Einzahlung tatsächlich geflossen ist. Bei Banküberweisungen können Empfängername, IBAN, BIC und Empfängerbank wichtige Informationen liefern. Bei Kryptowährungen sind Wallet-Adressen und Transaktions-Hashes von besonderer Bedeutung.

Auch die Kommunikation mit angeblichen Brokern sollte vollständig gesichert werden. Daraus kann sich ergeben, wer zu welchen Zahlungen aufgefordert hat und mit welcher Begründung.

Die Frage nach HanseKapital Erfahrungen lässt sich daher nicht allein durch eine einzelne Bewertung beantworten. Entscheidend ist vielmehr das Zusammenspiel aus Betreiberangaben, Regulierung, Zahlungswegen, Kommunikation und dem tatsächlichen Umgang mit Auszahlungswünschen.

HanseKapital (hansekapitalls.com) – Verweigert Auszahlung?

Besonders relevant wird die Situation für Anleger, wenn eine HanseKapital Auszahlung nicht erfolgt oder sich über längere Zeit verzögert. Nach den vorliegenden Angaben berichten Betroffene von verweigerten oder verzögerten Auszahlungen sowie von zusätzlichen Forderungen nach angeblichen Steuern oder Freischaltungsgebühren.

Diese Berichte sind nach dem vorliegenden Material nicht unabhängig überprüft. Sie können deshalb nicht als Beweis dafür dargestellt werden, dass HanseKapital generell Auszahlungen verweigert. Für Anleger, die selbst entsprechende Erfahrungen machen, sind solche Schilderungen jedoch ein Anlass, den eigenen Vorgang besonders sorgfältig zu dokumentieren.

Eine Auszahlung kann bei Finanzdienstleistungen aus verschiedenen Gründen einer Prüfung unterliegen. Identitätskontrollen, Compliance-Prüfungen oder andere rechtliche Anforderungen können grundsätzlich zu Verzögerungen führen. Entscheidend ist daher, wie der Anbieter die konkrete Verzögerung begründet und ob die Begründung nachvollziehbar ist.

Besondere Vorsicht ist jedoch geboten, wenn nach einem Auszahlungsantrag plötzlich eine zusätzliche Zahlung verlangt wird. Dies kann beispielsweise als Steuer, Provision, Sicherheitsleistung, Verifizierungsgebühr, AML-Gebühr oder Freischaltungszahlung bezeichnet werden.

Ein Anleger sollte sich nicht allein deshalb zu einer weiteren Zahlung veranlasst sehen, weil ihm erklärt wird, dass anschließend das gesamte Guthaben ausgezahlt werde. Gerade in Fällen von Online-Anlagebetrug werden zusätzliche Zahlungsforderungen teilweise erst dann gestellt, wenn der Anleger versucht, sein angebliches Guthaben abzuziehen.

Ein problematischer Ablauf kann beispielsweise damit beginnen, dass zunächst eine vergleichsweise geringe Einzahlung erfolgt. Auf dem Benutzerkonto werden anschließend Gewinne angezeigt. Dadurch entsteht beim Anleger der Eindruck, dass die Handelsstrategie erfolgreich ist und weiteres Kapital eingesetzt werden kann.

Wenn der Anleger später eine Auszahlung verlangt, wird mitunter erklärt, dass zunächst eine bestimmte Voraussetzung erfüllt werden müsse. Nach Zahlung dieser Summe kann anschließend eine weitere Forderung entstehen.

Auf diese Weise kann sich der finanzielle Schaden immer weiter vergrößern. Deshalb sollten Anleger bei einer HanseKapital Auszahlung besonders aufmerksam werden, wenn eine Auszahlung nicht unmittelbar erfolgt und gleichzeitig immer neue finanzielle Voraussetzungen genannt werden.

Auch Begriffe wie „Steuerzahlung“, „Compliance“, „AML“, „Wallet Verification“, „Security Deposit“ oder „Account Unlocking“ sollten nicht ungeprüft als legitime Gründe akzeptiert werden. Entscheidend ist, ob eine solche Forderung rechtlich nachvollziehbar ist und tatsächlich vom identifizierten Vertragspartner stammt.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist der tatsächliche Empfänger einer Zahlung. Wenn ein Anleger nicht an die auf der Webseite genannte Gesellschaft, sondern an ein Drittunternehmen, ein ausländisches Konto oder eine Privatperson überweisen soll, sollte dieser Zahlungsweg genau dokumentiert werden.

Bei Kryptowährungen gilt dies in besonderem Maße. Anleger sollten die Wallet-Adresse speichern, an die die Kryptowährungen übertragen wurden, und den jeweiligen Transaktions-Hash sichern. Diese Informationen können später für eine technische Nachverfolgung von Bedeutung sein.

Auch Screenshots des Plattformkontos sollten angefertigt werden. Dazu gehören insbesondere der angezeigte Kontostand, angebliche Gewinne, offene Positionen, Auszahlungsanträge und Fehlermeldungen.

Wenn der Zugriff auf die Plattform später nicht mehr möglich ist, können solche Unterlagen wichtige Beweismittel darstellen. Deshalb sollten Anleger nicht darauf warten, bis eine Webseite vollständig verschwindet oder ein Benutzerkonto gesperrt wird.

Besondere Aufmerksamkeit ist außerdem bei persönlichem Druck durch angebliche Account Manager erforderlich. Wenn ein Ansprechpartner wiederholt anruft, über Messenger schreibt oder mit Konsequenzen droht, falls nicht sofort eine weitere Einzahlung erfolgt, sollte der Anleger keine Entscheidung unter diesem Druck treffen.

Auch Fernwartungssoftware kann ein erhebliches Risiko darstellen. Falls ein angeblicher Mitarbeiter von HanseKapital die Installation von AnyDesk, TeamViewer oder vergleichbaren Programmen verlangt, sollte sorgfältig geprüft werden, weshalb ein solcher Zugriff erforderlich sein soll.

Wurde bereits ein Fernzugriff ermöglicht, sollten Passwörter geändert und wichtige Konten abgesichert werden. Dazu gehören insbesondere E-Mail, Onlinebanking und gegebenenfalls Krypto-Wallets. Die Zwei-Faktor-Authentifizierung sollte aktiviert werden, sofern sie verfügbar ist.

Bei einer verweigerten HanseKapital Auszahlung sollte daher nicht reflexartig eine weitere Zahlung erfolgen. Zunächst sollte nachvollzogen werden, wer die Zahlung verlangt, auf welcher Grundlage sie verlangt wird und ob überhaupt ein realer auszahlbarer Vermögenswert vorhanden ist.

Die Prüfung sollte dabei nicht bei der Plattformoberfläche enden. Auch die tatsächlichen Zahlungsströme müssen betrachtet werden. Bankverbindungen, Zahlungsdienstleister, Kryptobörsen und Wallets können wichtige Anhaltspunkte liefern.

Wer selbst von einer Auszahlungsverweigerung betroffen ist, sollte den Vorgang möglichst vollständig dokumentieren und die vorhandenen Zahlungswege fachlich prüfen lassen.

HanseKapital (hansekapitalls.com) – Geld zurück?

Die Frage HanseKapital Geld zurück lässt sich nicht pauschal beantworten. Ob eine Rückholung von Geldern möglich ist, hängt unter anderem davon ab, wie die Zahlung erfolgt ist, wann sie vorgenommen wurde, wer das Geld erhalten hat und welche Informationen über den Zahlungsweg vorliegen.

Eine Erfolgsgarantie kann nicht gegeben werden. Dennoch sollten Betroffene nicht untätig bleiben, insbesondere wenn eine Auszahlung verweigert wird oder zusätzliche Zahlungen verlangt werden.

Bei Banküberweisungen sollten zunächst sämtliche Zahlungsdaten gesichert werden. Dazu gehören IBAN, BIC, Empfängername, Empfängerbank, Zahlungsdatum, Betrag und Verwendungszweck.

Auch ältere Überweisungen sollten erfasst werden, wenn mehrere Zahlungen erfolgt sind. Eine chronologische Übersicht kann dabei helfen, den gesamten Zahlungsweg zu rekonstruieren.

Je nach Einzelfall kann geprüft werden, ob gegenüber Banken oder Zahlungsdienstleistern noch Handlungsmöglichkeiten bestehen. Ob eine Zahlung tatsächlich zurückgeführt werden kann, hängt jedoch von den konkreten Umständen und dem zeitlichen Ablauf ab.

Bei Kartenzahlungen können ebenfalls bestimmte Reklamations- oder Rückbuchungsmöglichkeiten in Betracht kommen. Auch hier ist keine pauschale Aussage möglich. Die jeweiligen Bedingungen des Zahlungsdienstleisters und die Umstände des konkreten Vorgangs müssen berücksichtigt werden.

Bei Kryptowährungen kommt zusätzlich die technische Nachverfolgung der Transaktionen in Betracht. Blockchain-Transaktionen lassen sich grundsätzlich anhand der jeweiligen Transaktionsdaten nachvollziehen.

Wallet-Adressen und Transaktions-Hashes können deshalb wichtige Informationen liefern. Sie ermöglichen unter Umständen die Rekonstruktion eines Zahlungsweges und können Hinweise darauf geben, ob Kryptowährungen anschließend an weitere Wallets oder eine Kryptobörse übertragen wurden.

Eine Blockchainanalyse ist allerdings nicht mit einer erfolgreichen Rückholung gleichzusetzen. Selbst wenn der Weg einer Kryptowährung technisch nachvollzogen werden kann, muss zusätzlich geprüft werden, wem eine Wallet tatsächlich zugeordnet werden kann und welche rechtlichen Möglichkeiten bestehen.

Auch bei Bankzahlungen ist die Identifizierung des tatsächlichen Zahlungsempfängers von erheblicher Bedeutung. Die Gesellschaft, die auf einer Webseite genannt wird, muss nicht zwingend identisch mit dem Empfänger auf dem Kontoauszug sein.

Deshalb sollten Betroffene nicht nur Screenshots der Plattform sichern, sondern insbesondere die ursprünglichen Zahlungsbelege aufbewahren. Der tatsächliche Zahlungsverkehr kann für die rechtliche Bewertung wichtiger sein als die Darstellung innerhalb eines Benutzerkontos.

Auch die Kommunikation mit angeblichen Brokern kann relevant sein. Wenn dort erklärt wird, wohin Geld überwiesen werden soll, warum eine bestimmte Zahlung notwendig ist oder weshalb eine Auszahlung zunächst nicht erfolgen könne, sollten diese Nachrichten vollständig erhalten bleiben.

Bei mehreren Einzahlungen sollte außerdem festgehalten werden, ob sich die Begründungen für weitere Zahlungen verändert haben. Gerade wiederholte Forderungen nach neuen Gebühren, Steuern oder Freischaltungen können für die Rekonstruktion eines Vorgangs von Bedeutung sein.

Je nach Sachverhalt können Ansprüche gegen unterschiedliche Beteiligte geprüft werden. Dazu können unmittelbare Zahlungsempfänger, beteiligte Unternehmen oder gegebenenfalls weitere Personen gehören. Ob ein konkreter Anspruch besteht, kann jedoch nur anhand der tatsächlichen Umstände beurteilt werden.

Auch Zahlungsdienstleister können im Einzelfall relevant sein. Deshalb sollte bei der Prüfung nicht nur die Trading-Plattform selbst betrachtet werden.

Eine Strafanzeige kann bei einem entsprechenden Verdacht zusätzlich in Betracht kommen. Sie ersetzt jedoch nicht die zivilrechtliche Prüfung und die Sicherung der Zahlungsdaten.

Wer HanseKapital Geld zurück möchte, sollte daher möglichst früh eine vollständige Dokumentation erstellen. Je mehr Zeit vergeht, desto schwieriger kann es werden, Zahlungswege und Kommunikationsdaten vollständig zusammenzutragen.

Besonders wichtig ist außerdem der Schutz vor einem weiteren Verlust. Nach einem möglichen Anlagebetrug werden Betroffene nicht selten erneut kontaktiert. Die neuen Kontaktpersonen behaupten dann, das Geld könne zurückgeholt werden.

Solche sogenannten Recovery Scams können besonders überzeugend auftreten. Angebliche Ermittler, Blockchain-Spezialisten, Behördenmitarbeiter, Anwälte oder Recovery Agents behaupten beispielsweise, sie hätten Vermögenswerte bereits lokalisiert.

Anschließend wird eine Vorauszahlung verlangt. Diese kann als Bearbeitungsgebühr, Sicherheitsleistung, Steuer, Freischaltungsgebühr oder technische Kosten bezeichnet werden.

Betroffene sollten solche Angebote unabhängig überprüfen und keine Vorauszahlungen an unbekannte Personen leisten, die eine sichere Rückholung versprechen.

Die Frage HanseKapital Geld zurück sollte deshalb immer anhand des konkreten Zahlungsweges beantwortet werden. Entscheidend sind die vorhandenen Belege, die Empfänger, die Kommunikation und gegebenenfalls die technischen Daten von Kryptowährungstransaktionen.

HanseKapital (hansekapitalls.com) – Was tun?

Wer bei HanseKapital investiert hat und nun Zweifel an der Plattform oder Probleme mit einer Auszahlung hat, sollte zunächst keine weiteren Zahlungen leisten. Dies gilt insbesondere dann, wenn eine Auszahlung von einer zusätzlichen Steuer, Gebühr, Sicherheitsleistung oder Freischaltungszahlung abhängig gemacht wird.

Stattdessen sollten sämtliche vorhandenen Unterlagen gesichert werden. Dazu gehören E-Mails, WhatsApp-Nachrichten, Telegram-Chats, SMS und sonstige Kommunikation mit angeblichen Mitarbeitern oder Brokern.

Die Kommunikationsdaten sollten möglichst vollständig erhalten bleiben. Notieren Sie insbesondere Namen, Telefonnummern, E-Mail-Adressen und Benutzernamen der Ansprechpartner.

Auch Telefonkontakte sollten dokumentiert werden. Wenn möglich, sollten Datum, Uhrzeit und Inhalt wichtiger Gespräche festgehalten werden.

Besonders wichtig sind Screenshots des Plattformkontos. Sichern Sie Kontostände, angezeigte Gewinne, Handelspositionen, Transaktionsübersichten und Auszahlungsanträge.

Auch Fehlermeldungen oder Hinweise auf angebliche Auszahlungsbedingungen sollten gespeichert werden. Wenn die Plattform später nicht mehr erreichbar ist, können solche Dokumente für die Rekonstruktion des Vorgangs wichtig sein.

Bei Banküberweisungen sollten sämtliche Kontoauszüge und Zahlungsbelege gesichert werden. Erfassen Sie IBAN, BIC, Empfängername, Empfängerbank, Betrag, Datum und Verwendungszweck.

Bei Kreditkartenzahlungen sind die entsprechenden Abrechnungen aufzubewahren. Bei Kryptowährungen sollten Wallet-Adressen und Transaktions-Hashes vollständig dokumentiert werden.

Wenn Sie mehrere Zahlungen geleistet haben, sollten diese in einer zeitlichen Reihenfolge aufgelistet werden. Notieren Sie außerdem, weshalb die jeweilige Zahlung verlangt wurde.

Eine solche Übersicht kann beispielsweise zeigen, ob zunächst eine Einzahlung für das Trading verlangt wurde und später zusätzliche Beträge für Steuern, Gebühren oder eine angebliche Freischaltung gefordert wurden.

Auch persönliche Dokumente sollten nicht unüberlegt weitergegeben werden. Wenn ein angeblicher Mitarbeiter zusätzliche Ausweiskopien, Bankunterlagen oder andere sensible Daten verlangt, sollte zunächst geklärt werden, wer der Empfänger ist und warum die Unterlagen benötigt werden.

Wenn bereits Fernwartungssoftware installiert wurde, sollte das Gerät auf mögliche Fremdzugriffe überprüft werden. Programme wie AnyDesk oder TeamViewer sollten gegebenenfalls entfernt werden. Anschließend sollten wichtige Passwörter geändert werden.

Besonders wichtig sind E-Mail-Konten, Onlinebanking und Krypto-Wallets. Die Zwei-Faktor-Authentifizierung sollte aktiviert werden, sofern dies möglich ist.

Auch die Bank oder der Zahlungsdienstleister sollte zeitnah informiert werden, wenn der Verdacht besteht, dass Zahlungen im Zusammenhang mit einem problematischen Anlageangebot erfolgt sind. Die jeweiligen Transaktionen sollten möglichst konkret benannt und mit den vorhandenen Belegen dokumentiert werden.

Bei Kryptowährungen sollte geprüft werden, über welche Kryptobörse die Transaktion abgewickelt wurde und welche Wallet-Adressen beteiligt waren. Diese Informationen können später für eine Blockchainanalyse relevant sein.

Wer eine HanseKapital Auszahlung beantragt hat und stattdessen immer neue Zahlungsforderungen erhält, sollte besonders vorsichtig sein. Eine weitere Zahlung sollte nicht allein deshalb erfolgen, weil der angebliche Ansprechpartner verspricht, danach werde das gesamte Guthaben freigegeben.

Die Behauptung eines angezeigten Kontostands ist nicht automatisch ein Nachweis dafür, dass die entsprechende Summe tatsächlich vorhanden ist. Auch vermeintliche Gewinne auf einer Handelsplattform müssen nicht zwingend reale Vermögenswerte darstellen.

Eine anwaltliche Prüfung kann sich insbesondere auf die Identität der beteiligten Unternehmen, die Zahlungswege, die Kommunikation und mögliche Ansprüche beziehen. Entscheidend ist eine möglichst vollständige Dokumentation des Sachverhalts.

Dabei sollte auch zwischen hansekapitalls.com, hansekapital.com und hanse-kapital.com sorgfältig unterschieden werden. Nach den vorliegenden Informationen ist eine Identität oder gemeinsame Betreiberschaft dieser Domains nicht belegt. Hinweise zu ähnlich geschriebenen Domains dürfen deshalb nicht ohne weitere Prüfung auf hansekapitalls.com übertragen werden.

Gleichzeitig sollten Anleger die vorhandenen Warnhinweise ernst nehmen und die auf der Plattform behauptete Regulierung nicht ungeprüft als Beleg für Seriosität ansehen.

Wer bereits einen finanziellen Verlust erlitten hat, sollte außerdem besonders vorsichtig gegenüber angeblichen Rückholangeboten sein. Unaufgeforderte Kontakte mit dem Versprechen, verlorenes Geld gegen eine Vorauszahlung zurückzuholen, können einen weiteren finanziellen Schaden verursachen.

Eine schnelle und strukturierte Sicherung der Beweise ist deshalb sinnvoll. Dazu gehören Zahlungsbelege, Kontodaten, Wallet-Adressen, Transaktions-Hashes, Screenshots und sämtliche Kommunikation.

Ob im konkreten Fall von HanseKapital rechtliche Ansprüche bestehen und welche Maßnahmen sinnvoll sind, hängt von den individuellen Umständen ab. Eine seriöse Einschätzung sollte sich auf überprüfbare Tatsachen und die tatsächlichen Zahlungswege stützen.

Die derzeit bekannten Hinweise rechtfertigen eine sorgfältige Prüfung, erlauben aber keine pauschale Feststellung, dass hansekapitalls.com ein Betrugsangebot ist. Anleger sollten deshalb weder unkritisch weitere Zahlungen leisten noch unbelegte Behauptungen übernehmen.

Wer bereits Geld eingezahlt hat und Schwierigkeiten mit der Auszahlung hat, sollte die Zahlungen stoppen, sämtliche Beweise sichern, die eigenen Zugänge schützen und die Zahlungswege fachlich prüfen lassen.

Kanzlei Wilms – Experten für Online-Anlagebetrug

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