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Freewallet.org – Wallet geschlossen? was jetzt?

4. August 20267 Min. Lesezeit
Arthur Wilms
Arthur WilmsRechtsanwalt

Freewallet.org – Betrug?

Freewallet.org ist eine seit mehreren Jahren bekannte custodial Krypto-Wallet, über die Nutzer verschiedene Kryptowährungen verwahren, versenden, tauschen und kaufen können. Anders als bei einer klassischen Self-Custody-Wallet verwaltet Freewallet die privaten Schlüssel der Nutzer selbst. Das bedeutet, dass Kunden nicht allein über ihre Kryptowährungen verfügen, sondern auf den Zugriff über die Plattform angewiesen sind.

Für deutsche Nutzer ist aktuell besonders relevant, dass Freewallet seine Dienstleistungen nach den veröffentlichten Nutzungsbedingungen nicht mehr für Bürger oder Einwohner des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) anbietet. Nach den auf der Website veröffentlichten Servicebeschränkungen sind Personen mit Wohnsitz oder Staatsangehörigkeit im EWR verpflichtet, die Nutzung einzustellen. Freewallet behält sich zudem ausdrücklich vor, Accounts solcher Nutzer ohne vorherige Ankündigung zu sperren oder zu schließen, sobald entsprechende Nachweise über den Wohnsitz oder die Staatsangehörigkeit vorliegen. Deutschland gehört zum Europäischen Wirtschaftsraum und ist daher von dieser Regelung betroffen.

Wer nach Freewallet Erfahrungen, Freewallet Bewertung oder der Frage sucht, ob Freewallet seriös ist, findet daneben zahlreiche Berichte über eingefrorene Konten, langwierige Verifizierungsverfahren und Auszahlungsprobleme. Solche Berichte allein beweisen zwar keinen Pflichtverstoß im Einzelfall, zeigen jedoch, dass Anleger ihre Position sorgfältig prüfen sollten. Da Freewallet als custodial Wallet die Kontrolle über die Wallet-Infrastruktur ausübt, können Kontosperrungen für Betroffene erhebliche praktische Folgen haben.

Freewallet.org – Verweigert Auszahlung?

Viele Nutzer suchen nach Begriffen wie Freewallet Auszahlung, Freewallet Erfahrungen oder Freewallet Konto gesperrt, weil sie plötzlich keinen Zugriff mehr auf ihre Kryptowährungen haben. Besonders für Nutzer aus Deutschland kann sich derzeit eine schwierige Situation ergeben. Hintergrund ist, dass Freewallet.org seine Dienstleistungen für Personen aus dem Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) nach den veröffentlichten Nutzungsbedingungen nicht mehr anbietet. Dies kann dazu führen, dass deutsche Nutzer mit Einschränkungen ihres Accounts oder einer Schließung ihres Wallets konfrontiert werden.

Betroffene berichten teilweise, dass sie sich plötzlich nicht mehr anmelden können oder zusätzliche Verifizierungsmaßnahmen durchführen sollen. In anderen Fällen werden Auszahlungen erst nach einer umfassenden Identitätsprüfung bearbeitet oder das Wallet wird vorübergehend gesperrt. Da Freewallet als custodial Wallet die Kryptowährungen für seine Kunden verwahrt, sind Nutzer darauf angewiesen, dass der Anbieter den Zugriff auf das Konto ermöglicht. Wird ein Account eingeschränkt oder geschlossen, können die darin befindlichen Vermögenswerte zunächst nicht frei bewegt werden.

Besonders problematisch wird die Situation, wenn vor einer Auszahlung weitere Voraussetzungen verlangt werden. Hierzu können zusätzliche Identitätsnachweise (KYC), Herkunftsnachweise der Kryptowährungen oder weitere Dokumente gehören. Grundsätzlich sind Kryptodienstleister verpflichtet, geldwäscherechtliche Vorgaben einzuhalten. Deshalb sind Identitätsprüfungen oder Compliance-Maßnahmen nicht ungewöhnlich. Allerdings sollten Nutzer genau prüfen, welche Anforderungen gestellt werden und ob diese nachvollziehbar begründet sind.

Werden darüber hinaus zusätzliche Zahlungen verlangt, etwa angebliche Bearbeitungsgebühren, Sicherheitsleistungen oder sonstige Freischaltungskosten, ist besondere Vorsicht geboten. Solche Zahlungsforderungen sind aus zahlreichen Fällen des Online-Anlagebetrugs bekannt. Ob sie im konkreten Einzelfall berechtigt sind, muss stets individuell beurteilt werden. Nutzer sollten deshalb keine weiteren Zahlungen leisten, ohne die Hintergründe sorgfältig zu prüfen.

Auch der Kommunikationsweg spielt eine wichtige Rolle. Erfolgt die Kontaktaufnahme ausschließlich per E-Mail oder Messenger und werden Betroffene unter Zeitdruck gesetzt, sollten sie aufmerksam werden. Gleiches gilt, wenn Dritte Fernwartungssoftware installieren möchten oder behaupten, nur durch eine weitere Zahlung könne das Wallet wieder freigeschaltet werden. Solche Vorgehensweisen gehören zu typischen Mustern, die auch bei anderen Krypto-Sachverhalten immer wieder auftreten.

Wer Schwierigkeiten mit einer Freewallet Auszahlung hat oder feststellt, dass das eigene Wallet für deutsche Nutzer gesperrt wurde, sollte sämtliche Kommunikation dokumentieren und die Situation sorgfältig prüfen, bevor weitere Schritte unternommen werden.

Freewallet.org – Geld zurück?

Wer aufgrund einer Kontosperrung oder einer verweigerten Freewallet Auszahlung keinen Zugriff mehr auf seine Kryptowährungen hat, stellt sich häufig die Frage, ob sich die Vermögenswerte zurückholen lassen. Eine allgemeingültige Antwort gibt es darauf nicht. Ob Möglichkeiten bestehen, Geld zurück zu erhalten oder den Zugriff auf das Wallet wiederherzustellen, hängt maßgeblich von den Umständen des jeweiligen Einzelfalls ab.

Zunächst sollte sorgfältig geprüft werden, aus welchem Grund das Wallet gesperrt oder eingeschränkt wurde. Beruft sich Freewallet auf die Nutzungsbedingungen oder auf den Ausschluss von Kunden aus dem Europäischen Wirtschaftsraum, sollte die gesamte Korrespondenz mit dem Anbieter gesichert werden. Ebenso wichtig sind Screenshots der Fehlermeldungen, E-Mails des Supports sowie Nachweise über den aktuellen Kontostand und die betroffenen Kryptowährungen.

Wurden Kryptowährungen auf ein Freewallet-Wallet übertragen, können die entsprechenden Blockchain-Transaktionen regelmäßig nachvollzogen werden. Eine Blockchainanalyse oder Walletanalyse kann dabei helfen, die Ein- und Ausgänge der jeweiligen Wallet-Adressen zu dokumentieren. Zwar lässt sich dadurch nicht automatisch erreichen, dass die Vermögenswerte freigegeben werden, die Auswertung kann jedoch wichtige Erkenntnisse über den Verbleib der Kryptowährungen liefern.

Sollten Einzahlungen ursprünglich per Banküberweisung, Kreditkarte oder über einen Zahlungsdienstleister erfolgt sein, empfiehlt es sich außerdem, sämtliche Zahlungsbelege zusammenzustellen. Je nach Sachverhalt kann geprüft werden, welche rechtlichen Möglichkeiten gegenüber beteiligten Zahlungsdienstleistern oder anderen Beteiligten bestehen. Auch hier gilt jedoch, dass der Erfolg stets von den konkreten Umständen abhängt und nicht garantiert werden kann.

Darüber hinaus sollten sämtliche Unterlagen vollständig dokumentiert werden. Hierzu gehören insbesondere Kontoauszüge, Einzahlungsbelege, Wallet-Adressen, Transaktions-Hashes, E-Mails mit dem Support, Identitätsnachweise sowie sämtliche Antworten von Freewallet. Eine lückenlose Dokumentation erleichtert die rechtliche Bewertung des Sachverhalts erheblich.

Besteht der Verdacht, dass Vermögenswerte unberechtigt zurückgehalten werden oder andere rechtliche Verstöße vorliegen, kann im Einzelfall auch die Erstattung einer Strafanzeige sowie die Prüfung zivilrechtlicher Ansprüche in Betracht kommen. Welche Maßnahmen sinnvoll sind, hängt jedoch von den konkreten Umständen, den Nutzungsbedingungen und dem bisherigen Ablauf ab.

Betroffene sollten sich außerdem vor angeblichen Recovery-Dienstleistern hüten, die gegen hohe Vorauszahlungen eine schnelle Freigabe oder Rückholung der Kryptowährungen versprechen. Solche Angebote sollten stets kritisch geprüft werden. Seriöse Hilfe zeichnet sich dadurch aus, dass zunächst der Sachverhalt analysiert und erst anschließend beurteilt wird, welche rechtlichen Möglichkeiten tatsächlich bestehen können.

Freewallet.org – Was tun?

Wer feststellt, dass das eigene Freewallet.org-Konto gesperrt wurde oder der Zugriff auf die hinterlegten Kryptowährungen nicht mehr möglich ist, sollte zunächst besonnen handeln. Überstürzte Reaktionen oder unüberlegte weitere Maßnahmen können die spätere rechtliche Bewertung erschweren. Zunächst empfiehlt es sich, sämtliche Kommunikation mit Freewallet.org vollständig zu dokumentieren und keine wichtigen Informationen zu löschen.

Von besonderer Bedeutung ist die Beweissicherung. Betroffene sollten sämtliche E-Mails des Supports, Screenshots der Fehlermeldungen, den aktuellen Wallet-Stand, Kontoauszüge, Einzahlungsbelege sowie alle Blockchain-Transaktionen sichern. Ebenso sollten Wallet-Adressen, Transaktions-Hashes und sämtliche Chatverläufe aufbewahrt werden. Eine vollständige Dokumentation erleichtert später die Nachvollziehbarkeit des Sachverhalts erheblich.

Sollte Freewallet weitere Identitätsnachweise oder Dokumente verlangen, empfiehlt es sich, genau zu dokumentieren, welche Unterlagen angefordert wurden und welche Nachweise bereits übermittelt worden sind. Ebenso sollten sämtliche Antworten des Supports gespeichert werden. Gerade wenn sich Verfahren über Wochen oder Monate hinziehen, kann eine lückenlose Chronologie später von erheblicher Bedeutung sein.

Wer den Verdacht hat, dass Dritte im Zusammenhang mit der Kontosperrung Kontakt aufnehmen und eine kostenpflichtige Freischaltung oder Rückholung der Kryptowährungen anbieten, sollte besonders vorsichtig sein. Immer wieder treten sogenannte Recovery-Dienstleister auf, die behaupten, eingefrorene Kryptowährungen kurzfristig freigeben zu können. Werden hierfür Vorauszahlungen oder hohe Gebühren verlangt, ist besondere Zurückhaltung geboten.

Wurde im Zusammenhang mit der Nutzung von Freewallet.org Fernwartungssoftware wie AnyDesk, TeamViewer oder vergleichbare Programme installiert oder Dritten Zugriff auf den eigenen Computer eingeräumt, sollte diese Software umgehend entfernt werden. Darüber hinaus empfiehlt es sich, sämtliche Passwörter – insbesondere für E-Mail-Konten, Kryptobörsen und das Online-Banking – zu ändern und die vorhandenen Sicherheitseinstellungen zu überprüfen.

Soweit Banküberweisungen oder Zahlungen über Zahlungsdienstleister erfolgt sind, kann es sinnvoll sein, die eigene Bank zeitnah über den Sachverhalt zu informieren und zu prüfen, welche Möglichkeiten im konkreten Einzelfall bestehen. Wurden Kryptowährungen an externe Wallets übertragen, sollten außerdem sämtliche Transaktionsdaten gesichert werden, um den Verlauf der Vermögenswerte nachvollziehen zu können.

Je nach Sachverhalt kann zudem die Erstattung einer Strafanzeige sowie die Information zuständiger Behörden in Betracht kommen. Welche Schritte im Einzelfall sinnvoll sind, hängt jedoch von den konkreten Umständen ab und sollte anhand der vorhandenen Unterlagen sorgfältig geprüft werden.

Wer bei Freewallet.org keinen Zugriff mehr auf sein Wallet hat oder erhebliche Schwierigkeiten mit der Auszahlung seiner Kryptowährungen erlebt, sollte den Sachverhalt möglichst frühzeitig rechtlich prüfen lassen. Gerade wenn größere Vermögenswerte betroffen sind, kann eine strukturierte Aufarbeitung aller Unterlagen dazu beitragen, die tatsächliche Ausgangslage zu bewerten und mögliche weitere Maßnahmen vorzubereiten.

Kanzlei Wilms – Experten für Online-Anlagebetrug

Die Kanzlei Wilms unterstützt seit Jahren Mandanten, die Opfer von Online-Anlagebetrug, Kryptobetrug, Fake Brokern, Investmentbetrug, Bitcoin-Betrug oder Recovery Scams geworden sind.

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Wir analysieren unter anderem:

  • Banküberweisungen
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  • Zahlungsdienstleister
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Mehr Informationen finden Sie in unserem Blog.

Kanzlei Wilms – Ihr Ansprechpartner bei Online-Anlagebetrug, Kryptobetrug, Fake Brokern und internationalen Betrugsfällen.

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