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Betrugswarnung

Bodrofineks (bodrofineks-de.com) – Bafin warnt vor angeblicher KI-Handelsplattform

22. Oktober 202617 Min. Lesezeit
Arthur Wilms
Arthur WilmsRechtsanwalt

Bodrofineks (bodrofineks-de.com) – Betrug?

Bodrofineks unter der Domain bodrofineks-de.com wird in einer aktuellen Warnmeldung der Bafin im Zusammenhang mit einer Reihe nahezu identischer Websites genannt. Nach den vorliegenden Angaben warnt die Finanzaufsicht vor Angeboten, bei denen die unbekannten Betreiber ohne die erforderliche Zulassung Kryptowerte-Dienstleistungen anbieten sollen. Für Anleger und Interessenten stellt sich deshalb die Frage, wie Bodrofineks einzuordnen ist, ob das Angebot seriös erscheint und welche Bedeutung die Warnmeldung der Bafin für Personen hat, die bereits Kontakt mit der Website aufgenommen oder dort persönliche Daten hinterlassen haben.

Die Bafin beschreibt die betreffende Website als Teil einer Plattformreihe, die unter der Bezeichnung „KI-Handelsplattform“ auftritt. Nach den Erkenntnissen der Finanzaufsicht verfügen die genannten Websites über kein rechtsgültiges Impressum. Gleichzeitig werden die Betreiber nach den vorliegenden Informationen nicht von der Bafin beaufsichtigt. Gerade bei Angeboten, die einen Bezug zu Finanzanlagen, Online-Handel oder Kryptowerten herstellen, ist die Identität des Anbieters jedoch von erheblicher Bedeutung. Interessenten sollten deshalb nicht allein auf die Darstellung einer Website oder auf werbliche Aussagen vertrauen.

Besondere Bedeutung hat nach der Warnmeldung das auf den Websites eingesetzte Kontaktformular. Interessierte Personen werden dazu aufgefordert, persönliche Daten zu hinterlegen. Nach den Erkenntnissen der Bafin werden diese Daten anschließend an Betreiber unerlaubter Online-Handelsplattformen weitergegeben. Die genannten Websites stehen nach der Warnmeldung deshalb im Verdacht, insbesondere der Geschäftsanbahnung für unerlaubt erbrachte Kryptowerte-Dienstleistungen zu dienen.

Damit geht es bei Bodrofineks nicht lediglich um die Frage, ob eine bestimmte Handelssoftware technisch funktioniert oder ob ein bestimmtes Anlageangebot wirtschaftlich sinnvoll ist. Entscheidend ist zunächst, wer hinter dem Angebot steht, welche Dienstleistungen tatsächlich angeboten werden und ob hierfür die erforderliche Erlaubnis besteht. Die von der Bafin mitgeteilten Umstände betreffen daher wesentliche Punkte der Seriositätsprüfung.

Die Bezeichnung „KI-Handelsplattform“ kann bei Interessenten den Eindruck erwecken, dass moderne technische Systeme eingesetzt werden, um Handelsentscheidungen automatisiert oder besonders effizient zu treffen. Eine solche Bezeichnung sagt für sich genommen jedoch nichts darüber aus, wer die Plattform betreibt, welche Finanzdienstleistungen tatsächlich erbracht werden oder ob eine entsprechende aufsichtsrechtliche Erlaubnis vorhanden ist. Auch technische Begriffe und moderne Darstellungen einer Website ersetzen keine nachvollziehbaren Angaben zum Anbieter.

Bei der Prüfung von Bodrofineks sollten Anleger daher zwischen der äußeren Darstellung der Website und den tatsächlich überprüfbaren Informationen unterscheiden. Ein seriöses Finanzangebot sollte nachvollziehbar erkennen lassen, welches Unternehmen die Dienstleistung anbietet, wo dieses Unternehmen seinen Sitz hat und unter welcher rechtlichen Verantwortung es tätig wird. Fehlen solche Informationen oder lassen sie sich nicht plausibel überprüfen, ist besondere Vorsicht angebracht.

Das fehlende rechtsgültige Impressum ist in diesem Zusammenhang ein wesentliches Merkmal der von der Bafin beschriebenen Websites. Für einen Interessenten ist dadurch bereits die grundlegende Prüfung der Identität des Anbieters erschwert. Wer nicht zuverlässig feststellen kann, mit welchem Unternehmen er es zu tun hat, kann auch Vertragsunterlagen, Zahlungswege, Verantwortlichkeiten und mögliche Ansprüche nur schwer einordnen.

Hinzu kommt die von der Bafin beschriebene Weitergabe von Kundendaten. Wer seine Kontaktdaten über ein Formular hinterlässt, muss nach den vorliegenden Angaben damit rechnen, dass diese Informationen nicht ausschließlich bei der zunächst besuchten Website verbleiben. Nach den Erkenntnissen der Finanzaufsicht sollen die Daten vielmehr an Betreiber unerlaubter Online-Handelsplattformen weitergegeben werden.

Für Personen, die bereits ihre Telefonnummer, E-Mail-Adresse oder weitere persönliche Informationen eingetragen haben, kann deshalb insbesondere die weitere Kontaktaufnahme relevant werden. Denkbar sind Anrufe, Nachrichten oder weitere Angebote, die sich auf die zuvor hinterlassenen Daten beziehen. Ohne konkrete Belege sollte allerdings nicht behauptet werden, welche Person oder welches Unternehmen einen bestimmten Kontakt hergestellt hat. Entscheidend ist vielmehr, die eigenen Unterlagen und Kommunikationsverläufe sorgfältig zu sichern.

Die Bafin weist außerdem darauf hin, dass ein möglicher Zusammenhang zu weiteren Reihen von Websites besteht, vor denen die Finanzaufsicht bereits gewarnt hat. Auch daraus sollte keine pauschale Bewertung sämtlicher Webseiten oder Anbieter abgeleitet werden. Für die konkrete Prüfung kommt es vielmehr darauf an, welche Website genutzt wurde, welche Daten übermittelt wurden, wer anschließend Kontakt aufgenommen hat und ob bereits Zahlungen oder weitere Schritte erfolgt sind.

Wer nach Bodrofineks Erfahrungen sucht, sollte daher zwischen unabhängigen und nachvollziehbaren Informationen einerseits und bloßen Werbeaussagen andererseits unterscheiden. Insbesondere angebliche Erfahrungsberichte, Gewinnversprechen oder positive Bewertungen auf nicht überprüfbaren Seiten sollten nicht ohne Weiteres als Nachweis für die Seriosität eines Finanzangebots verstanden werden.

Die Warnung der Bafin betrifft nach den vorliegenden Angaben insbesondere die fehlende Zulassung für Kryptowerte-Dienstleistungen. Nach deutschem Aufsichtsrecht dürfen entsprechende Dienstleistungen nicht ohne die erforderliche Erlaubnis angeboten werden. Die Bafin verweist in diesem Zusammenhang auf ihre Unternehmensdatenbank, über die geprüft werden kann, ob ein bestimmtes Unternehmen über eine entsprechende Zulassung verfügt.

Für Anleger ist daher eine sorgfältige Prüfung vor einer Zahlung besonders wichtig. Wer bereits Geld überwiesen oder Kryptowährungen übertragen hat, sollte die Angelegenheit nicht allein anhand der Darstellung auf Bodrofineks beurteilen. In diesem Fall kommt es vielmehr auf die konkreten Zahlungswege, die Empfänger, die Kommunikationsunterlagen und gegebenenfalls die verwendeten Wallet-Adressen an.

Die Bezeichnung Bodrofineks Betrug sollte dabei nicht als pauschale Feststellung verwendet werden. Maßgeblich sind die von der Bafin mitgeteilten konkreten Anhaltspunkte. Die Finanzaufsicht warnt vor der genannten Website im Zusammenhang mit unerlaubt angebotenen Kryptowerte-Dienstleistungen und dem beschriebenen Umgang mit Kontaktdaten. Für Betroffene kann diese Warnmeldung ein Anlass sein, die eigene Situation besonders sorgfältig zu überprüfen.

Bodrofineks (bodrofineks-de.com) – Verweigert Auszahlung?

Ein besonders problematischer Verlauf bei Online-Handelsplattformen kann entstehen, wenn eine Auszahlung nicht wie erwartet durchgeführt wird. Bei Bodrofineks ist zunächst zwischen der allgemeinen Bafin-Warnung und einem konkreten individuellen Zahlungsvorgang zu unterscheiden. Die vorliegenden Angaben enthalten keine Aussage darüber, dass eine bestimmte Person eine Auszahlung beantragt hat oder dass ein konkreter Auszahlungsbetrag einbehalten wurde. Sollte es jedoch nach einer Kontaktaufnahme oder Zahlung zu Schwierigkeiten bei der Auszahlung kommen, sollten Betroffene die Situation genau dokumentieren.

Auszahlungsprobleme können bei vermeintlichen Handelsplattformen in unterschiedlichen Formen auftreten. Beispielsweise kann eine Auszahlung zunächst bestätigt, anschließend verschoben oder von weiteren Voraussetzungen abhängig gemacht werden. In anderen Fällen wird möglicherweise erklärt, dass zunächst zusätzliche Unterlagen benötigt würden. Auch die Forderung nach weiteren Zahlungen kann mit angeblichen Gebühren, Steuern, Prüfungen oder technischen Freischaltungen begründet werden.

Solche Vorgänge sollten nicht isoliert betrachtet werden. Entscheidend ist, welche Vereinbarungen tatsächlich getroffen wurden, an wen Geld geflossen ist und welche Begründung für eine weitere Zahlung genannt wurde. Insbesondere bei einer bereits bestehenden Bafin-Warnung ist es sinnvoll, keine weiteren finanziellen Verpflichtungen allein deshalb einzugehen, weil ein Gesprächspartner eine Auszahlung in Aussicht stellt.

Eine besondere Vorsicht ist geboten, wenn die Auszahlung von einer zusätzlichen Einzahlung abhängig gemacht wird. Bei einer solchen Konstellation kann sich das finanzielle Risiko weiter erhöhen. Wer bereits Geld eingezahlt hat und anschließend aufgefordert wird, nochmals zu zahlen, sollte deshalb zunächst prüfen lassen, ob die Forderung überhaupt nachvollziehbar und rechtlich begründet ist.

Mögliche Bezeichnungen für solche Forderungen können beispielsweise „Freischaltungsgebühr“, „Auszahlungsgebühr“, „Steuer“, „Compliance-Gebühr“, „Liquiditätsnachweis“, „Wallet-Verifizierung“ oder „Sicherheitsleistung“ sein. Ob eine konkrete Forderung berechtigt ist, lässt sich nicht allein anhand ihrer Bezeichnung beurteilen. Entscheidend sind die tatsächlichen Vertragsverhältnisse und der konkrete Zahlungsablauf.

Auch angebliche Prüfungen zur Geldwäschebekämpfung oder zur Herkunft der Mittel können als Begründung für zusätzliche Schritte genannt werden. Grundsätzlich können Finanzdienstleister gesetzlich verpflichtet sein, bestimmte Prüfungen vorzunehmen. Daraus folgt jedoch nicht automatisch, dass ein Kunde beliebige zusätzliche Zahlungen leisten muss, damit eine Auszahlung angeblich freigegeben wird. Eine konkrete Forderung sollte deshalb anhand der tatsächlichen Umstände überprüft werden.

Wenn Bodrofineks oder ein nachgelagerter Ansprechpartner eine Auszahlung verspricht, sollte der Betroffene sämtliche Nachrichten aufbewahren. Dazu gehören E-Mails, WhatsApp-Nachrichten, SMS, Gesprächsnotizen und gegebenenfalls Aufzeichnungen über Telefonate. Wichtig sind insbesondere Aussagen darüber, wann eine Auszahlung zugesagt wurde, welche Voraussetzungen genannt wurden und welche weiteren Zahlungen verlangt wurden.

Auch die Zahlungsdaten müssen gesichert werden. Bei Banküberweisungen gehören dazu Kontoauszüge, Überweisungsbelege, Empfängerdaten, IBAN und BIC sowie der jeweils verwendete Verwendungszweck. Bei Kryptowährungen sind insbesondere Wallet-Adressen und Transaktions-IDs beziehungsweise Transaktions-Hashes von Bedeutung. Diese Informationen können später eine wichtige Grundlage für die Rekonstruktion des Zahlungsflusses bilden.

Wenn eine Auszahlung nicht erfolgt und gleichzeitig weitere Zahlungen verlangt werden, sollte nicht allein auf telefonische Zusicherungen vertraut werden. Aussagen wie „nur noch diese eine Zahlung“, „danach wird der Betrag sofort freigegeben“ oder „die Auszahlung ist bereits technisch vorbereitet“ sollten dokumentiert und anhand der tatsächlichen Vorgänge überprüft werden.

Auch der Einsatz von Fernwartungssoftware sollte kritisch betrachtet werden. Wenn ein vermeintlicher Finanzberater den Zugriff auf den Computer oder das Smartphone verlangt, kann dies erhebliche Sicherheitsrisiken verursachen. Betroffene sollten genau festhalten, welche Software installiert wurde, wer den Zugriff verlangt hat und welche Handlungen während einer Fernwartung vorgenommen wurden. Nicht mehr benötigte Fernzugriffsprogramme sollten beendet beziehungsweise fachgerecht entfernt werden.

Bei einer verweigerten Auszahlung kann außerdem die Frage relevant sein, ob die Plattform tatsächlich selbst Vertragspartner war oder ob die Kommunikation später auf ein anderes Unternehmen überging. Die von der Bafin beschriebene Weitergabe von Kontaktdaten an Betreiber unerlaubter Online-Handelsplattformen macht diesen Punkt besonders relevant. Betroffene sollten deshalb nicht nur den Namen Bodrofineks dokumentieren, sondern auch sämtliche Namen weiterer Personen und Unternehmen, die anschließend aufgetreten sind.

Wer bereits Geld verloren hat, sollte möglichst frühzeitig zwischen der Darstellung des vermeintlichen Anlagekontos und den tatsächlich nachweisbaren Zahlungsbewegungen unterscheiden. Ein auf einer Website angezeigtes Guthaben stellt für sich genommen keinen Nachweis dar, dass der entsprechende Betrag tatsächlich vorhanden und verfügbar ist. Maßgeblich sind vielmehr die realen Zahlungs- und Vermögensbewegungen.

Gerade wenn ein vermeintlicher Broker oder Berater Gewinne auf einer Plattform darstellt, anschließend aber eine Zahlung verlangt, um diese Gewinne auszuzahlen, sollte die gesamte Entwicklung nachvollzogen werden. Die entscheidende Frage ist nicht allein, welcher Betrag auf dem Bildschirm angezeigt wird, sondern welcher Betrag tatsächlich eingezahlt, transferiert oder gegebenenfalls in Kryptowährungen übertragen wurde.

Die Bafin-Warnung kann für bereits Betroffene deshalb ein wichtiger Anlass sein, weitere Zahlungen zunächst zurückzustellen und die bisherige Kommunikation zu überprüfen. Dies bedeutet nicht, dass jeder individuelle Vorgang identisch verlaufen muss. Eine rechtliche Bewertung hängt immer von den konkreten Umständen des Einzelfalls ab.

Wer eine Auszahlung bei Bodrofineks erwartet und gleichzeitig mit weiteren Zahlungsforderungen konfrontiert wird, sollte daher sämtliche Unterlagen sichern und die beteiligten Zahlungswege rekonstruieren. Je vollständiger die Dokumentation ist, desto besser lässt sich später feststellen, welche Unternehmen oder Personen beteiligt waren und welche Schritte überhaupt noch möglich sind.

Bodrofineks (bodrofineks-de.com) – Geld zurück?

Wer bereits Geld an eine vermeintliche Handelsplattform überwiesen oder Kryptowährungen übertragen hat, stellt häufig die Frage: Bodrofineks Geld zurück – welche Möglichkeiten bestehen? Eine pauschale Antwort ist nicht möglich. Ob und in welchem Umfang Ansprüche durchgesetzt oder Zahlungen möglicherweise zurückerlangt werden können, hängt unter anderem vom Zahlungsweg, dem Zeitpunkt der Zahlung, dem Empfänger, den Vertragsunterlagen und den weiteren Umständen ab.

Bei einer Banküberweisung sollte zunächst nachvollzogen werden, auf welches Konto die Zahlung tatsächlich erfolgt ist. Dabei können Kontoauszüge und Überweisungsbelege wichtige Informationen liefern. Entscheidend ist insbesondere, ob der auf der Website genannte Name mit dem tatsächlichen Zahlungsempfänger übereinstimmt oder ob die Zahlung an ein anderes Unternehmen beziehungsweise eine andere Person ging.

Bei Kryptowährungen ist die Situation anders. Eine Blockchain-Transaktion lässt sich grundsätzlich anhand der jeweiligen Transaktionsdaten nachvollziehen. Dafür können insbesondere die verwendete Wallet-Adresse, die Empfängeradresse und der Transaktions-Hash relevant sein. Eine Blockchainanalyse kann helfen, Zahlungsbewegungen zu strukturieren und mögliche Folgeadressen zu identifizieren. Ob daraus tatsächlich ein Anspruch auf Rückzahlung entsteht, ist jedoch eine davon getrennte rechtliche Frage.

Bei komplexeren Krypto-Zahlungswegen kann eine Walletanalyse sinnvoll sein. Dabei wird untersucht, welche Transaktionen von einer bestimmten Adresse ausgegangen oder bei ihr eingegangen sind und ob weitere Transfers erkennbar sind. Bei mehreren hintereinander geschalteten Wallets kann eine weitergehende Analyse erforderlich sein. Auch hier sollte zwischen der technischen Nachverfolgung einer Transaktion und der rechtlichen Durchsetzbarkeit eines Anspruchs unterschieden werden.

Bei Bankzahlungen können neben dem ursprünglichen Empfänger auch weitere Zahlungsdienstleister oder zwischengeschaltete Stellen relevant sein. Welche Bedeutung diese Beteiligten für die Rückforderung haben, lässt sich nur anhand der konkreten Transaktion beurteilen. Deshalb sollten Betroffene nicht nur den Namen der Plattform notieren, sondern sämtliche Zahlungsdaten vollständig zusammentragen.

Von besonderer Bedeutung ist die zeitnahe Sicherung von Beweismitteln. Dazu gehören Kontoauszüge, Überweisungsbestätigungen, Kreditkartenabrechnungen, Wallet-Adressen, Transaktions-Hashes, Screenshots des vermeintlichen Handelskontos, E-Mails, Chatverläufe und sonstige Nachrichten. Auch Telefonnummern und die Namen angeblicher Berater sollten festgehalten werden.

Falls Verträge oder angebliche Kontoeröffnungsunterlagen vorliegen, sollten auch diese gesichert werden. Gleiches gilt für Dokumente, die angebliche Gewinne, Kontostände, Auszahlungen oder zusätzliche Zahlungsforderungen ausweisen. Gerade bei einer späteren rechtlichen Prüfung kann die zeitliche Abfolge der Ereignisse eine wichtige Rolle spielen.

Die Bafin-Warnung zu Bodrofineks betrifft nach den vorliegenden Angaben die unerlaubte Erbringung von Kryptowerte-Dienstleistungen sowie die Verwendung der Websites zur Geschäftsanbahnung. Für Personen, die bereits Zahlungen geleistet haben, kann daher eine genaue Prüfung der tatsächlich beteiligten Unternehmen erforderlich sein. Insbesondere ist zu klären, ob Bodrofineks selbst als Vertragspartner auftrat oder ob nach der ersten Kontaktaufnahme ein anderes Unternehmen genannt wurde.

Auch die von der Bafin beschriebene Weitergabe von Kontaktdaten kann bei der Aufarbeitung eines Falls relevant werden. Wer nach dem Ausfüllen eines Kontaktformulars von verschiedenen angeblichen Beratern kontaktiert wurde, sollte diese Kontakte nicht getrennt voneinander betrachten. Namen, Telefonnummern, E-Mail-Adressen, Webseiten und Zahlungsanweisungen können wichtige Zusammenhänge ergeben.

Bei der Suche nach dem verlorenen Geld sollten Betroffene außerdem vorsichtig mit Personen umgehen, die eine schnelle oder sichere Rückzahlung versprechen. Nach einem finanziellen Verlust können Betroffene besonders empfänglich für Angebote sein, die eine angeblich professionelle Rückholung des Geldes versprechen. Auch hier sollte jede Forderung nach Vorauszahlungen, Gebühren oder angeblichen Freischaltungsbeträgen kritisch geprüft werden.

Eine weitere Schwierigkeit besteht darin, dass sich Zahlungsströme über mehrere Konten oder Wallets bewegen können. Bei Kryptowährungen kann eine Transaktion beispielsweise an eine weitere Adresse weitergeleitet werden. Eine solche Weiterleitung bedeutet jedoch nicht automatisch, dass der wirtschaftlich Verantwortliche identifiziert oder das Vermögen gesichert werden kann. Dafür sind weitere technische und rechtliche Prüfungsschritte erforderlich.

Bei einer rechtlichen Prüfung kann deshalb eine Kombination aus Zahlungsanalyse und rechtlicher Bewertung erforderlich sein. Je nach Fall können dabei die Empfängerbank, Zahlungsdienstleister, Kryptobörsen, Wallets oder weitere beteiligte Unternehmen relevant werden. Welche Stelle konkret angesprochen werden sollte, hängt von den tatsächlichen Zahlungswegen ab.

Wer Geld zurückfordern möchte, sollte sich außerdem nicht ausschließlich auf die Bezeichnung der Plattform verlassen. Entscheidend sind die konkreten Vertragspartner und Zahlungsadressaten. Gerade bei Websites ohne rechtsgültiges Impressum kann die Ermittlung der verantwortlichen Personen oder Unternehmen erschwert sein. Umso wichtiger ist es, sämtliche Informationen aus der ursprünglichen Kontaktaufnahme zu sichern.

Eine Rückzahlung kann nicht garantiert werden. Auch eine technisch nachvollziehbare Transaktion führt nicht automatisch zu einer erfolgreichen Vermögensrückgewinnung. Dennoch kann eine strukturierte Dokumentation die Grundlage dafür schaffen, die weiteren Möglichkeiten sachgerecht zu prüfen.

Wer bereits einen finanziellen Schaden erlitten hat, sollte deshalb möglichst vollständig dokumentieren, wie der Kontakt zu Bodrofineks zustande kam, welche Angaben gemacht wurden, welche Zahlungen erfolgten und welche Personen oder Unternehmen anschließend beteiligt waren. Auf dieser Grundlage kann geprüft werden, welche Ansprüche in Betracht kommen und welche Maßnahmen zur Sicherung oder Durchsetzung des Vermögens sinnvoll sein können.

Bodrofineks (bodrofineks-de.com) – Was tun?

Wer mit Bodrofineks Kontakt hatte, persönliche Daten übermittelt oder bereits Geld überwiesen hat, sollte die nächsten Schritte nicht allein von weiteren Versprechungen eines angeblichen Beraters abhängig machen. Zunächst sollte der bisherige Ablauf vollständig gesichert werden. Die Bafin-Warnung liefert wichtige Anhaltspunkte, ersetzt aber keine individuelle Prüfung des jeweiligen Vorgangs.

An erster Stelle steht die Sicherung sämtlicher Kommunikation. E-Mails sollten vollständig gespeichert werden. Bei Messengerdiensten sollten Chatverläufe nicht vorschnell gelöscht werden. Screenshots können ergänzend angefertigt werden, wobei nach Möglichkeit auch Datum, Uhrzeit, Absender und die vollständige Nachricht erkennbar bleiben sollten.

Auch Webseiten und Nutzerkonten sollten dokumentiert werden, soweit noch Zugriff besteht. Screenshots können insbesondere die Darstellung des Kontostands, angebliche Gewinne, Auszahlungsanträge, Zahlungsaufforderungen oder Angaben zu einem angeblichen Unternehmen festhalten. Wenn ein Zugriff auf das Konto nicht mehr möglich ist, sollten dennoch sämtliche vorhandenen Unterlagen gesichert werden.

Bei Bankzahlungen sollten Kontoauszüge und Überweisungsbelege vollständig aufbewahrt werden. Wichtig sind insbesondere Zahlungsempfänger, Kontonummer beziehungsweise IBAN, BIC, Betrag, Datum und Verwendungszweck. Bei Kreditkartenzahlungen sollten auch die entsprechenden Abrechnungen gesichert werden.

Bei Kryptowährungen sind die technischen Transaktionsdaten besonders wichtig. Dazu gehören die eigene Wallet-Adresse, die Empfängeradresse, der Transaktions-Hash und – soweit bekannt – die verwendete Kryptobörse oder der Zahlungsdienstleister. Diese Informationen können später für eine Blockchainanalyse oder Walletanalyse benötigt werden.

Wer nach einer Kontaktaufnahme mit Bodrofineks weitere Nachrichten von angeblichen Beratern erhält, sollte die Identität der jeweiligen Gesprächspartner sorgfältig dokumentieren. Dazu gehören Namen, Telefonnummern, E-Mail-Adressen, verwendete Unternehmensbezeichnungen und Webseiten. Auch Änderungen des Namens oder der Firma sollten festgehalten werden.

Von weiteren Zahlungen sollte nicht allein deshalb ausgegangen werden, weil eine Auszahlung in Aussicht gestellt wird. Insbesondere bei zusätzlichen Forderungen nach Steuern, Gebühren, Provisionen, Sicherheitsleistungen, Liquiditätsnachweisen oder angeblichen Compliance-Zahlungen ist eine vorherige Prüfung sinnvoll. Die Bezeichnung einer Forderung sagt allein nichts darüber aus, ob sie tatsächlich berechtigt ist.

Auch ein angeblicher Mitarbeiter einer Bank, Behörde, Kryptobörse oder eines Finanzunternehmens sollte nicht allein aufgrund seines Auftretens als legitim angesehen werden. Wenn jemand behauptet, die Auszahlung gegen eine zusätzliche Zahlung unmittelbar freischalten zu können, sollten die Angaben unabhängig überprüft werden.

Falls Fernwartungssoftware installiert wurde, sollte der betroffene Computer beziehungsweise das Smartphone auf entsprechende Programme überprüft werden. Zugangsdaten, insbesondere zu Bankkonten, E-Mail-Konten und Kryptobörsen, sollten bei einem möglichen unbefugten Zugriff abgesichert werden. Bei einem Verdacht auf kompromittierte Zugangsdaten können zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen erforderlich sein.

Die eigene Bank sollte über relevante Zahlungsvorgänge informiert werden, wenn bereits Geld überwiesen wurde. Welche Maßnahmen im konkreten Fall möglich sind, hängt unter anderem von der Art und dem Zeitpunkt der Zahlung ab. Betroffene sollten deshalb die entsprechenden Belege bereithalten und den Sachverhalt möglichst präzise schildern.

Bei Kryptowährungen können zusätzlich die beteiligten Kryptobörsen oder Zahlungsdienstleister relevant sein. Dabei sollte möglichst genau angegeben werden, wann welche Transaktion stattgefunden hat und welche Wallet-Adressen beziehungsweise Transaktions-Hashes betroffen sind. Eine schnelle und vollständige Dokumentation kann bei der technischen Aufarbeitung hilfreich sein.

Wer einen erheblichen finanziellen Schaden erlitten hat, kann außerdem prüfen lassen, welche rechtlichen Ansprüche bestehen. Eine anwaltliche Prüfung kann insbesondere dann sinnvoll sein, wenn mehrere Unternehmen beteiligt waren, Zahlungen über verschiedene Wege erfolgten oder die Identität der Verantwortlichen unklar ist.

Bei der rechtlichen Aufarbeitung kann die Frage eine Rolle spielen, wer Vertragspartner war, wohin das Geld geflossen ist und welche Aussagen gegenüber dem Betroffenen gemacht wurden. Ebenso können die Zahlungswege, die verwendeten Konten oder Wallets und mögliche weitere Beteiligte untersucht werden.

Die von der Bafin bereitgestellte Information basiert nach den vorliegenden Angaben auf § 10 Absatz 7 Kryptomärkteaufsichtsgesetz. Außerdem weist die Finanzaufsicht darauf hin, dass Bankgeschäfte, Finanzdienstleistungen und Kryptowerte-Dienstleistungen in Deutschland grundsätzlich einer entsprechenden Erlaubnis bedürfen. Für Interessenten ist deshalb eine Prüfung der Zulassung eines Anbieters ein wichtiger Bestandteil der Vorsorge.

Wer bereits betroffen ist, sollte sich nicht von einem vermeintlich vorhandenen Guthaben auf einer Plattform zu weiteren Zahlungen bewegen lassen. Entscheidend sind die tatsächlichen Vermögensbewegungen und die nachweisbaren Zahlungen. Ein auf einer Website angezeigter Betrag kann nicht allein deshalb als tatsächlich verfügbares Vermögen angesehen werden.

Ebenso sollte die Kommunikation mit angeblichen Vermittlern oder Beratern nicht ungeprüft fortgesetzt werden. Die Sicherung der vorhandenen Informationen ist wichtiger als lange telefonische Diskussionen über angebliche Auszahlungstermine. Je vollständiger die Beweislage ist, desto besser kann später nachvollzogen werden, was tatsächlich geschehen ist.

Bei Bodrofineks bestehen nach der vorliegenden Bafin-Warnung konkrete aufsichtsrechtliche Anhaltspunkte, die eine sorgfältige Prüfung des Angebots erforderlich machen. Die Finanzaufsicht nennt die Website ausdrücklich im Zusammenhang mit einer Reihe nahezu identischer Websites und weist auf den Verdacht hin, dass diese der Geschäftsanbahnung für unerlaubt erbrachte Kryptowerte-Dienstleistungen dienen.

Wer lediglich seine Kontaktdaten hinterlassen hat, sollte insbesondere auf weitere Kontaktaufnahmen achten und keine weiteren persönlichen oder finanziellen Informationen ungeprüft übermitteln. Wer bereits Geld überwiesen oder Kryptowährungen übertragen hat, sollte dagegen den gesamten Zahlungs- und Kommunikationsverlauf sichern und prüfen lassen, welche weiteren Schritte im konkreten Fall möglich sind.

Für die Frage Bodrofineks – was tun? gibt es daher keinen einheitlichen Ablauf für alle Betroffenen. Entscheidend ist, ob lediglich ein Kontakt hergestellt wurde, ob persönliche Daten übermittelt wurden, ob ein Konto eröffnet wurde, ob eine Einzahlung erfolgte, ob Kryptowährungen transferiert wurden oder ob bereits eine Auszahlung verlangt und verweigert wurde. Je nach Sachverhalt unterscheiden sich die erforderlichen Maßnahmen erheblich.

Die wichtigste Grundlage bleibt eine vollständige Dokumentation. Wer Zahlungsbelege, Wallet-Daten, Nachrichten, Screenshots, Vertragsunterlagen und Angaben zu den beteiligten Personen und Unternehmen geordnet zusammenstellt, schafft eine bessere Grundlage für die weitere Prüfung. Bei einem bereits eingetretenen finanziellen Schaden kann anschließend fachkundig geprüft werden, welche rechtlichen und tatsächlichen Möglichkeiten zur weiteren Aufarbeitung bestehen.

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