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Betrugswarnung

AQR (aqrde.com) – Betrug? Erfahrungen und Hinweise für Anleger

22. Oktober 202613 Min. Lesezeit
Arthur Wilms
Arthur WilmsRechtsanwalt

AQR (aqrde.com) – Betrug?

Wer auf AQR unter der Domain aqrde.com aufmerksam geworden ist, kann sich fragen, wie das Angebot einzuordnen ist und ob AQR seriös ist. Bei Online-Angeboten, die sich mit Investments, Vermögensverwaltung, alternativen Anlagen oder systematischen Investmentstrategien befassen, sollten Anleger grundsätzlich genau prüfen, mit welchem Unternehmen sie tatsächlich in Kontakt stehen und welche Leistungen ihnen konkret angeboten werden.

Ob bei AQR beziehungsweise aqrde.com Betrug vorliegt, lässt sich ohne belastbare Erkenntnisse nicht feststellen. Eine solche Behauptung sollte insbesondere nicht allein aus dem Erscheinungsbild einer Internetseite, aus einzelnen Erfahrungen im Internet oder aus einer bestimmten Domain abgeleitet werden. Entscheidend ist vielmehr der konkrete Sachverhalt des jeweiligen Anlegers.

Für Interessenten ist zunächst wichtig, zwischen einer Internetpräsenz und dem tatsächlichen Vertragspartner zu unterscheiden. Ein professionell gestalteter Internetauftritt kann umfangreiche Informationen über Investmentstrategien, Finanzmärkte oder Vermögensverwaltung enthalten. Daraus ergibt sich jedoch nicht automatisch, mit welcher juristischen Person ein Anleger einen Vertrag abschließt und an wen später Gelder gezahlt werden.

Gerade bei Namen aus der internationalen Finanzbranche besteht außerdem ein besonderes Risiko von Identitätsmissbrauch oder Verwechslungen. Aus zahlreichen Fällen des Online-Anlagebetrugs ist bekannt, dass Namen bestehender Unternehmen, ähnlich klingende Unternehmensbezeichnungen oder optisch vergleichbare Internetauftritte verwendet werden können, um gegenüber Anlegern Vertrauen aufzubauen. Deshalb sollte immer die konkrete Domain aqrde.com zusammen mit den verwendeten Kontaktdaten, Zahlungsinformationen und Vertragsunterlagen betrachtet werden.

Wer von einem angeblichen Mitarbeiter von AQR kontaktiert wurde, sollte beispielsweise prüfen, über welche E-Mail-Adresse die Kommunikation erfolgt. Ebenso relevant sind Telefonnummern, Messenger-Accounts und die Frage, ob ein persönlicher Ansprechpartner zu Einzahlungen auffordert.

Besondere Aufmerksamkeit verdient die Art der angebotenen Anlage. Werden beispielsweise alternative Investments, Aktienstrategien oder andere Kapitalmarktprodukte vorgestellt, sollte für den Anleger nachvollziehbar sein, wie die Investition tatsächlich umgesetzt wird. Von Bedeutung ist insbesondere, wo das investierte Kapital verwahrt wird und ob der Anleger ein auf seinen Namen geführtes Depot oder Konto besitzt.

Auch Begriffe wie „systematisches Investieren“, quantitative Strategien oder datenbasierte Anlageentscheidungen können professionell wirken. Für die Bewertung von AQR ist jedoch nicht allein entscheidend, wie anspruchsvoll eine Strategie beschrieben wird. Anleger müssen nachvollziehen können, wer die konkrete Finanzdienstleistung erbringt und welche rechtliche Grundlage hierfür besteht.

Vorsicht ist grundsätzlich angebracht, wenn Anleger zunächst über soziale Netzwerke, Messenger-Dienste oder Investmentgruppen angesprochen werden. Aus vergleichbaren Fällen ist bekannt, dass potenzielle Anleger teilweise über WhatsApp oder Telegram in vermeintlich exklusive Investmentgruppen aufgenommen werden.

Dort können angebliche Analysten, Assistenten oder Investmentexperten regelmäßig Empfehlungen veröffentlichen. Teilweise werden hohe Gewinne anderer Gruppenmitglieder präsentiert. Dadurch kann der Eindruck entstehen, dass eine bestimmte Handelsstrategie besonders erfolgreich sei.

Solche Kommunikationsstrukturen beweisen für sich genommen keinen Betrug. Sie gehören jedoch zu den Umständen, die genauer untersucht werden sollten, wenn gleichzeitig erhebliche Geldbeträge investiert werden sollen.

Ein wesentliches Prüfkriterium ist der Zahlungsweg.

Soll ein Anleger Geld auf ein Konto überweisen, sollte der tatsächliche Kontoinhaber festgestellt werden. Stimmt dieser nicht mit dem vermeintlichen Vertragspartner überein, besteht zusätzlicher Erklärungsbedarf. Das gilt insbesondere bei Überweisungen an Privatpersonen oder bislang unbekannte Gesellschaften.

Noch sorgfältiger sollte geprüft werden, wenn Anleger zunächst Kryptowährungen kaufen sollen. Bei problematischen Investmentangeboten kommt es vor, dass Anleger auf einer regulären Kryptobörse Bitcoin, Ethereum oder Stablecoins erwerben und diese anschließend auf eine ihnen vorgegebene externe Wallet transferieren.

Sobald die Kryptowährungen das eigene Konto verlassen haben, besitzt der Anleger nicht mehr ohne Weiteres die Kontrolle über diese Vermögenswerte.

Für die Frage nach AQR Erfahrungen ist außerdem wichtig, wie sich der Kontakt nach der ersten Einzahlung entwickelt. Ein typisches Merkmal problematischer Online-Anlageangebote ist die kontinuierliche Aufforderung zu höheren Einzahlungen.

Nach einer zunächst überschaubaren Investition werden dem Anleger möglicherweise Gewinne präsentiert. Anschließend erklärt ein persönlicher Ansprechpartner, dass gerade jetzt eine außergewöhnliche Marktchance bestehe und deshalb weiteres Kapital eingesetzt werden müsse.

Problematisch kann auch die Darstellung vermeintlicher Gewinne sein. Ein Kontostand innerhalb eines Online-Dashboards beweist nicht, dass das entsprechende Geld tatsächlich vorhanden ist. Entscheidend ist, ob der Betrag tatsächlich auf ein vom Anleger kontrolliertes Konto ausgezahlt werden kann.

Wer bei aqrde.com ein Benutzerkonto verwendet oder über angebliche Mitarbeiter Zugang zu einer Handelsoberfläche erhalten hat, sollte deshalb zwischen angezeigten Zahlen und real verfügbaren Vermögenswerten unterscheiden.

Ein wichtiges Warnsignal entsteht insbesondere dann, wenn eine Auszahlung nicht funktioniert.

Wer zunächst problemlos investieren konnte, später jedoch Schwierigkeiten hat, sein Kapital zurückzuerhalten, sollte die Situation nicht durch immer weitere Einzahlungen zu lösen versuchen.

Für eine sachgerechte Bewertung von AQR sollten Anleger daher insbesondere Unternehmensidentität, Vertragspartner, Zahlungswege, Kommunikation und tatsächliche Auszahlungsmöglichkeiten betrachten.

Wer bereits Geld investiert hat, sollte sämtliche Unterlagen aufbewahren. Dazu gehören Verträge, Kontoauszüge, Zahlungsbelege, E-Mails, Chatverläufe, Telefonnummern und Screenshots.

Je früher diese Informationen gesichert werden, desto besser lässt sich später nachvollziehen, was tatsächlich geschehen ist.

AQR (aqrde.com) – Verweigert Auszahlung?

Wenn eine Auszahlung bei AQR beziehungsweise aqrde.com nicht durchgeführt wird, sollte zunächst geklärt werden, weshalb die Auszahlung ausbleibt. Nicht jede Verzögerung bedeutet automatisch Online-Anlagebetrug. Werden jedoch immer neue Voraussetzungen geschaffen oder zusätzliche Zahlungen verlangt, ist besondere Vorsicht geboten.

Aus Erfahrungen mit problematischen Investmentplattformen ist ein wiederkehrender Ablauf bekannt.

Während der Investitionsphase funktioniert die Kommunikation häufig hervorragend. Der persönliche Ansprechpartner ist telefonisch oder über WhatsApp erreichbar und reagiert schnell auf Nachrichten. Neue Einzahlungen können innerhalb kurzer Zeit auf dem vermeintlichen Handelskonto erscheinen.

Sobald der Anleger jedoch eine größere Auszahlung verlangt, ändert sich mitunter die Kommunikation.

Zunächst wird beispielsweise erklärt, die Auszahlung befinde sich in Bearbeitung. Einige Tage später wird auf eine Compliance-Prüfung verwiesen. Danach fehlt angeblich noch ein Dokument.

Schließlich kann eine zusätzliche Zahlung verlangt werden.

Eine häufig verwendete Begründung sind angebliche Steuern. Der Anleger soll beispielsweise einen bestimmten Prozentsatz seines vermeintlichen Gewinns überweisen, bevor sein Guthaben freigegeben werden könne.

Eine solche Forderung sollte unabhängig überprüft werden.

Besonders auffällig kann es sein, wenn die angebliche Steuer nicht aus dem vorhandenen Guthaben entnommen werden kann, sondern zwingend mit neuem Geld bezahlt werden soll.

Auch vermeintliche AML-Prüfungen spielen in vergleichbaren Betrugsfällen eine Rolle. AML steht für Maßnahmen zur Bekämpfung von Geldwäsche. Tatsächliche Finanzunternehmen müssen geldwäscherechtliche Anforderungen erfüllen.

Dies bedeutet jedoch nicht, dass jede unter dem Stichwort „AML“ verlangte Zahlung legitim ist.

Ähnliches gilt für einen angeblichen Herkunftsnachweis. Finanzinstitute können legitimerweise Informationen darüber verlangen, woher bestimmte Vermögenswerte stammen. Ein solcher Nachweis erfolgt jedoch regelmäßig anhand geeigneter Dokumente.

Wird dagegen behauptet, der Anleger müsse einen hohen Geldbetrag überweisen, um die Herkunft seines eigenen Kapitals zu beweisen, sollte dies besonders kritisch geprüft werden.

Im Kryptobereich taucht außerdem immer wieder der Begriff Wallet-Verifizierung auf. Anlegern wird möglicherweise erklärt, eine Wallet müsse vor einer Auszahlung zunächst durch eine zusätzliche Transaktion aktiviert oder verifiziert werden.

Auch solche Zahlungsaufforderungen sollten nicht ungeprüft erfüllt werden.

Ein weiterer Begriff ist der Liquiditätsnachweis. Dabei soll ein Anleger angeblich beweisen, dass er über ausreichendes eigenes Kapital verfügt. In problematischen Fällen wird nicht lediglich ein Kontoauszug verlangt, sondern die tatsächliche Überweisung eines erheblichen Betrags.

Auch Sicherheitsleistungen können verlangt werden. Der Anleger soll beispielsweise zehn oder zwanzig Prozent seines vermeintlichen Guthabens einzahlen, bevor eine Auszahlung möglich sei.

Weitere Bezeichnungen können Freischaltungsgebühr, Bearbeitungskosten, Provision, Versicherungsprämie, Compliance-Gebühr oder Blockchain-Gebühr sein.

Entscheidend ist weniger die Bezeichnung als die Struktur der Forderung.

Wenn ein Anleger sein eigenes Geld nur erhalten soll, nachdem er zunächst zusätzliches Kapital überweist, sollte die Situation besonders sorgfältig untersucht werden.

Aus vergleichbaren Fällen ist bekannt, dass eine vermeintlich letzte Zahlung keineswegs immer die letzte Forderung bleibt.

Nach einer angeblichen Steuer kann beispielsweise eine Versicherungsgebühr folgen. Danach wird eine AML-Prüfung verlangt. Anschließend muss vermeintlich eine Wallet aktiviert werden.

Auf diese Weise können die Verluste eines Geschädigten erheblich steigen.

Wer bei AQR Probleme mit der Auszahlung feststellt, sollte deshalb nicht versuchen, sein vermeintliches Guthaben durch immer neue Zahlungen freizukaufen.

Auch psychologischer Druck ist ein wichtiges Warnsignal.

Anlegern kann erklärt werden, dass eine einmalige Chance nur noch wenige Stunden bestehe. Teilweise wird behauptet, das Handelskonto werde gesperrt oder Gewinne verfielen, wenn eine Zahlung nicht sofort erfolgt.

Solche Aussagen können dazu führen, dass Anleger Entscheidungen treffen, ohne die Forderung unabhängig zu überprüfen.

Besondere Aufmerksamkeit verdient außerdem die Kommunikation über WhatsApp oder andere Messenger.

Ein WhatsApp-Kontakt allein ist selbstverständlich kein Beweis für unseriöses Verhalten. Werden jedoch erhebliche Finanzgeschäfte nahezu ausschließlich über Messenger organisiert und sollen Anleger auf Zuruf hohe Geldbeträge überweisen, besteht zusätzlicher Prüfungsbedarf.

Noch problematischer kann der Einsatz von Fernwartungssoftware sein.

Programme wie AnyDesk oder vergleichbare Anwendungen ermöglichen Dritten den Zugriff auf einen Computer. Bei legitimen technischen Dienstleistungen sind solche Programme üblich. Im Zusammenhang mit einem Investment sollte jedoch genau überlegt werden, weshalb ein angeblicher Broker Zugriff auf den privaten Rechner benötigt.

Besonders gefährlich ist ein Fernzugriff während des Online-Bankings oder beim Umgang mit einer Kryptobörse.

Wer einem vermeintlichen AQR-Mitarbeiter Fernzugriff ermöglicht hat, sollte anschließend überprüfen, welche Vorgänge durchgeführt wurden.

Auch KYC-Verfahren können eine Rolle spielen. Die Identifizierung von Kunden ist bei vielen Finanzdienstleistern gesetzlich vorgeschrieben. Dennoch sollten Ausweisdokumente nur an einen nachvollziehbaren und überprüften Empfänger übermittelt werden.

Wer Kopien seines Personalausweises, Reisepasses oder Selfies an einen zweifelhaften Ansprechpartner geschickt hat, sollte einen möglichen Identitätsmissbrauch berücksichtigen.

Bei einer vermeintlichen AQR-Auszahlung ist letztlich nur entscheidend, ob das Geld tatsächlich auf dem Konto des Anlegers eingeht.

Screenshots angeblicher Überweisungen, Zahlungsbestätigungen oder angekündigte Blockchaintransaktionen ersetzen keine tatsächliche Gutschrift.

Wer auf aqrde.com einen hohen Kontostand angezeigt bekommt, sollte deshalb nicht allein aufgrund dieser Darstellung weiteres eigenes Kapital investieren.

Gerade wenn bereits mehrere zusätzliche Zahlungen geleistet wurden und die Auszahlung trotzdem ausbleibt, sollte die weitere Vorgehensweise grundlegend überprüft werden.

AQR (aqrde.com) – Geld zurück?

Wer über AQR beziehungsweise aqrde.com Geld investiert hat und dieses nicht zurückerhält, sollte zunächst sämtliche tatsächlich vorgenommenen Zahlungen rekonstruieren.

Für die Frage „AQR Geld zurück?“ ist der konkrete Zahlungsweg entscheidend.

Bei Banküberweisungen sollten alle Transaktionen chronologisch erfasst werden. Wichtig sind Datum, Betrag, Empfänger, IBAN, BIC, Bank und Verwendungszweck.

Diese Informationen können erste Ermittlungsansätze liefern.

Besonders relevant ist die Frage, ob der Zahlungsempfänger tatsächlich dem Unternehmen entspricht, mit dem der Anleger vermeintlich einen Vertrag abgeschlossen hat.

Wenn andere Gesellschaften oder Privatpersonen als Empfänger erscheinen, sollte geprüft werden, weshalb diese Zahlungen erfolgt sind.

Bei einer erst kürzlich vorgenommenen Überweisung kann ein Überweisungsrückruf – häufig als Recall bezeichnet – versucht werden.

Hierzu sollte die eigene Bank möglichst schnell informiert werden. Ob das Geld tatsächlich zurückgeholt werden kann, hängt vom Einzelfall ab und kann nicht garantiert werden.

Sind Gelder bereits vom Empfängerkonto weitergeleitet worden, kann ein Rückruf scheitern.

Trotzdem sollte eine schnelle Kontaktaufnahme mit der Bank geprüft werden.

Bei Kryptowährungen gelten andere Voraussetzungen.

Eine bestätigte Blockchaintransaktion lässt sich normalerweise nicht einfach rückgängig machen. Dennoch können Kryptowährungszahlungen wichtige Spuren hinterlassen.

Bei einer Blockchainanalyse können die verwendeten Wallet-Adressen und weitere Transaktionen untersucht werden.

Dazu benötigt man insbesondere die Transaktions-ID beziehungsweise den Transaktionshash.

Wer beispielsweise Bitcoin, Ethereum oder USDT auf Anweisung eines angeblichen AQR-Beraters übertragen hat, sollte deshalb sämtliche Wallet-Daten sichern.

Interessant kann sein, wohin die Kryptowährungen nach der ersten Empfänger-Wallet weitergeleitet wurden.

Gelangen Vermögenswerte später zu einer zentralisierten Kryptobörse, können sich weitere Ermittlungsansätze ergeben. Unter den gesetzlichen Voraussetzungen können Ermittlungsbehörden versuchen, Informationen über dort geführte Kundenkonten zu erhalten.

Eine Walletanalyse garantiert jedoch keine Identifizierung des Täters und erst recht keine Rückzahlung.

Sie ist vielmehr ein Instrument, um Zahlungswege nachvollziehbar zu machen.

Neben den finanziellen Transaktionen ist die Beweissicherung entscheidend.

Geschädigte sollten sämtliche E-Mails und Messenger-Nachrichten sichern. Bei WhatsApp kann es sinnvoll sein, den gesamten Chat zu exportieren.

Auch Telefonnummern, Namen angeblicher Ansprechpartner und verwendete E-Mail-Adressen sollten dokumentiert werden.

Screenshots einer Handelsplattform können ebenfalls relevant sein. Dabei sollten insbesondere Einzahlungsübersichten, Transaktionshistorien, Kontostände und Auszahlungsanträge gesichert werden.

Wenn ein Benutzerkonto noch erreichbar ist, sollte die Dokumentation möglichst früh erfolgen.

Bei konkreten Anhaltspunkten für einen Online-Anlagebetrug kann außerdem eine Strafanzeige sinnvoll sein.

Eine ausführliche Strafanzeige sollte den Sachverhalt chronologisch darstellen und sämtliche bekannten Zahlungsdaten enthalten.

Für Ermittlungsbehörden können insbesondere Kontoverbindungen, Wallet-Adressen, Telefonnummern und E-Mail-Adressen relevant sein.

Auch beteiligte Zahlungsdienstleister und Kryptobörsen sollten dokumentiert werden.

Bei internationalen Sachverhalten können mehrere Staaten betroffen sein. Das erschwert die Ermittlungen, bedeutet aber nicht, dass von vornherein keine Maßnahmen möglich sind.

Zusätzlich können je nach Sachverhalt Möglichkeiten der Vermögenssicherung geprüft werden.

Wenn ein konkretes Empfängerkonto oder andere Vermögenswerte identifiziert werden können, können unter bestimmten Voraussetzungen weitere rechtliche Schritte in Betracht kommen.

Auch Schadensersatzansprüche können im Einzelfall zu untersuchen sein.

Gegen wen solche Ansprüche bestehen könnten, hängt davon ab, welche Personen und Unternehmen beteiligt waren und welche konkreten Pflichtverletzungen nachweisbar sind.

Pauschale Versprechen, verlorenes Geld vollständig zurückzuholen, sind unseriös.

Gerade deshalb sollten Geschädigte nach einem möglichen AQR-Betrug besonders vorsichtig gegenüber sogenannten Recovery-Angeboten sein.

Wer einmal Opfer eines Online-Anlagebetrugs geworden ist, kann erneut kontaktiert werden.

Angebliche Blockchain-Ermittler, internationale Kanzleien oder vermeintliche Behörden behaupten dann möglicherweise, das verlorene Geld bereits gefunden zu haben.

Vor der Auszahlung soll jedoch erneut eine Gebühr bezahlt werden.

Dies kann einen Recovery Scam darstellen.

Deshalb gilt auch bei der Frage „AQR Geld zurück?“: Zunächst Zahlungswege analysieren und keine weiteren Beträge allein aufgrund eines Rückholversprechens überweisen.

AQR (aqrde.com) – Was tun?

Wer über aqrde.com mit AQR in Kontakt steht und inzwischen Zweifel an der Seriosität des Angebots hat, sollte vor allem strukturiert handeln.

Wenn bereits Auszahlungsprobleme bestehen, sollten zunächst keine weiteren Zahlungen vorgenommen werden, nur um ein vermeintliches Guthaben freizuschalten.

Das gilt insbesondere bei Forderungen nach Steuern, AML-Gebühren, Sicherheitsleistungen, Versicherungen oder Wallet-Verifizierungen.

Auch wenn ein Ansprechpartner behauptet, es handele sich definitiv um die letzte Zahlung, sollte die Forderung unabhängig überprüft werden.

Anschließend sollten sämtliche Beweise gesichert werden.

Dazu gehören vollständige Kontoauszüge, Überweisungsbelege und Kreditkartenabrechnungen.

Bei Kryptowährungen müssen Wallet-Adressen und Transaktions-Hashes dokumentiert werden.

Wer Kryptowährungen über eine Börse gekauft hat, sollte die dort vorhandene Transaktionshistorie herunterladen.

Auch Screenshots können wichtig sein.

Insbesondere sollten der angezeigte Kontostand, Einzahlungen, Handelspositionen und Auszahlungsanträge dokumentiert werden.

E-Mails sollten nicht gelöscht werden.

WhatsApp-, Telegram- oder andere Chatverläufe sollten vollständig gesichert werden. Gleiches gilt für Sprachnachrichten und übermittelte Dokumente.

Auch Telefonnummern und Namen angeblicher Mitarbeiter sollten notiert werden.

Wer Fernwartungssoftware installiert hat, sollte überprüfen, ob diese noch aktiv ist.

Programme wie AnyDesk oder ähnliche Anwendungen sollten entfernt werden, wenn sie nicht mehr benötigt werden. Zugangsdaten für sensible Accounts sollten gegebenenfalls geändert werden.

Besonders wichtig sind E-Mail-Konten, Online-Banking und Kryptobörsen.

Wenn eine aktuelle Banküberweisung betroffen ist, sollte die Bank informiert werden. Es kann geprüft werden, ob ein Überweisungsrückruf noch möglich ist.

Bei Kryptotransaktionen kann es sinnvoll sein, die beteiligte Kryptobörse über den Sachverhalt zu informieren. Dabei sollten konkrete Transaktionsdaten bereitgehalten werden.

Bestehen konkrete Anhaltspunkte für Betrug, kann außerdem eine Strafanzeige gestellt werden.

Dabei ist eine strukturierte Dokumentation hilfreich.

Wer lediglich mitteilt, er sei im Internet betrogen worden, liefert weniger Ermittlungsansätze als jemand, der den gesamten Ablauf mit Kontoverbindungen, Wallet-Adressen, Telefonnummern und Kommunikationsdaten dokumentiert.

Je nach konkretem Angebot kann außerdem geprüft werden, ob eine Information zuständiger Behörden sinnvoll ist.

Wer unsicher ist, welche Maßnahmen im individuellen Fall geeignet sind, kann einen auf Online-Anlagebetrug spezialisierten Anwalt einschalten.

Dabei sollte insbesondere geprüft werden, welche realen Zahlungsströme vorliegen und welche Beteiligten identifiziert werden können.

Ein typischer Fehler besteht darin, zu lange auf die Zusagen eines vermeintlichen Brokers zu vertrauen.

Wenn eine Auszahlung mehrfach angekündigt wurde, aber niemals erfolgt, sollte nicht unbegrenzt weitergewartet werden.

Ein weiterer Fehler ist das Löschen der Kommunikation.

Auch wenn Chatnachrichten unangenehm oder belastend sind, können sie wichtige Beweismittel darstellen.

Ebenso sollten Betroffene nicht ausschließlich auf den angeblichen Gewinn schauen. Für die rechtliche Bewertung ist zunächst entscheidend, wie viel eigenes Geld tatsächlich eingezahlt und wie viel tatsächlich zurückgezahlt wurde.

Wer beispielsweise 20.000 Euro eingezahlt hat und auf einer Plattform anschließend 150.000 Euro angezeigt bekommt, sollte nicht automatisch davon ausgehen, dass die Differenz einen tatsächlich vorhandenen Gewinn darstellt.

Schließlich sollten Anleger nach negativen AQR Erfahrungen nicht auf das nächste vermeintliche Hilfsangebot hereinfallen.

Unerwartete Kontakte von Personen, die behaupten, verlorene Gelder bereits gefunden zu haben, sollten sorgfältig geprüft werden. Dies gilt besonders dann, wenn vor der Rückzahlung erneut Geld verlangt wird.

Wer Zweifel an AQR und aqrde.com hat, sollte daher weitere Zahlungen stoppen, sämtliche Beweismittel sichern, die Zahlungswege nachvollziehen und anschließend prüfen, welche strafrechtlichen und zivilrechtlichen Maßnahmen im konkreten Fall in Betracht kommen.

Kanzlei Wilms – Experten für Online-Anlagebetrug

Die Kanzlei Wilms unterstützt seit Jahren Mandanten, die Opfer von Online-Anlagebetrug, Kryptobetrug, Fake Brokern, Investmentbetrug, Bitcoin-Betrug oder Recovery Scams geworden sind.

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